Gefahr auch für Kinder - Hund verendet - Sorge wegen Blaualgen im Tegeler See

Mischlings-Hundedame Ivi läuft nach einem erfrischenden Bad im Tegeler See in Richtung Ufer. Foto: Paul Zinken/dpa
Video: zibb | 04.06.2021 | Felix Krueger | Bild: Paul Zinken/dpa

Nach dem Tod eines Hundes mit schweren Vergiftungssymptomen hat das Berliner Lageso vor Blaualgen im Tegeler See gewarnt. Vor allem im flachen Wasser können die Pflanzen Vergiftungen verursachen - nicht nur bei Hunden, sondern auch bei Kindern.

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) hat vor giftigen Blaualgen im Tegeler See gewarnt. Hundebesitzer sollten ihre Tiere auf gar keinen Fall am Wasser frei laufen lassen, sagte eine Lageso-Sprecherin am Donnerstag. Man könne dort zwar baden - aber möglichst nicht mit kleinen Kindern. Man dürfe aber auch keine Panik machen, sagte sie.

Am vergangenen Dienstag sei ein Hund kurz nach dem Aufenthalt im Tegeler See "wahrscheinlich" an einer Vergiftung mit Blaualgentoxinen gestorben, hieß es zudem vom Bezirksamt Reinickendorf. Ein zweiter Hund, der am Uferbereich spielte, habe starke Vergiftungssymptome gezeigt.

Blaualgengehalt unterliegt großen Schwankungen

Zwar ließen sich derzeit "keine gesundheitsrelevanten Konzentrationen von Blaualgen-Toxinen im Nichtschwimmerbereich der Badestellen nachweisen", teilte das Lageso zuletzt mit. Jedoch gebe es größere Schwankungen im Flachwasser. Die giftigen Algen haften sich demnach an Unterwasserpflanzen und können an das Ufer gespült werden. Kleine Kinder könnten dann beispielsweise beim Spielen Algenballen in den Mund nehmen, sagte die Sprecherin. Das könne etwa Bauch- und Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall auslösen.

Im Jahr 2017 hatte der Tod von mehreren Hunden für Aufregung gesorgt, die sich am Tegeler See aufgehalten hatten und bei denen das Gift Anatoxin A nachgewiesen worden war. Die das Gift produzierende Blaualgenart namens Cyanobakterium Tychonema ist eigentlich aus kalten, klaren und nährstoffarmen Gewässern Kanadas und Skandinaviens bekannt.

Lageso verbietet das Mitbringen von Hunden

Das Lageso hatte am Dienstag bereits Warnhinweise für Besucher des Tegeler Sees veröffentlich. Badende sollen demnach Algenansammlungen im Wasser und angeschwemmte Algen am Ufer meiden. Außerdem soll beim Baden auch kein Wasser verschluckt werden. Hunde sollten nicht mitgeführt werden.

"Weichen Sie mit Kleinkindern an andere ausgewiesene Badestellen aus, da sie sich vorrangig im Uferbereich aufhalten und durch ihr Spielverhalten unbeabsichtigt größere Mengen Wasser oder mit Blaualgen belasteten Sand aufnehmen können", hieß es dazu in einer Mitteilung.

Die Situation werde weiterhin beobachtet. Weitere Untersuchungen zur Toxin-Bestimmung sollen vorgenommen werden, so wie auch alle anderen Berliner Badegewässer regelmäßig auf Blaualgen und ihre Toxine untersucht würden.

Sendung: Zibb, 03.06.2021, 18:27 Uhr

6 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 5.

    Der Zusammenhang sollte wohl die Farbe blau sein. Aber lachen tut da wohl nur Kurt Wilhelm.

  2. 4.

    Kurt Wilhelm, was für ein Schwachsinn den sie da von sich geben, wo bitte sehen sie da einen Zusammenhang !?
    Es gibt halt Menschen wie sie, die ganz offensichtlich zu viel Langeweile haben !

  3. 3.

    Ich habe ein Deja Vu. Wie lang war eigentlich die Leine, an der verwendete Hund geführt worden ist?

  4. 2.

    Da ist doch bestimmt Leinenpflicht.

  5. 1.

    Ich muss leider lachen, der Beitrag ist ja passend unter dem AfD- Beitrag gesetzt worden. Was für ein Schelm, der Böses dabei denkt! Der Hund kann aber einen Leid tun.

Nächster Artikel