Vier Verletzte - Betrunkener Sportwagenfahrer rast in Berlin-Hermsdorf in Hauswand

Ein Porsche-Fahrer hinterlässt ein riesiges Trümmerfeld, landet in der Hauswand einer Autowerkstatt und alle 4 Personen in dem Rennwagen überleben nahezu unverletz. (Quelle: M. Pudwell)
Bild: M. Pudwell

Ein 51-jähriger Autofahrer ist in der Nacht zum Sonntag in Berlin-Hermsdorf schwer verunglückt. Nachdem er gegen 01:00 Uhr auf der Schloßstraße mehrere parkende Autos beschädigt hatte, fuhr er mit seinem Porsche gegen einen Lichtmast und krachte schließlich in eine Hauswand, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Neunjähriger auf der Rückbank

Mit dem Fahrer im Auto saßen eine 44-Jährige als Beifahrerin und im Fond deren 9-jähriger Sohn sowie eine 45-jährige Frau. Zeugen halfen der 44-Jährigen und ihrem Sohn nach dem Unfall aus dem völlig zerstörten Wagen. Die 45-Jährige war auf der Rückbank eingeklemmt und musste von Rettungskräften befreit werden. Alle drei kamen ins Krankenhaus.

Alarmierte Polizeikräfte nahmen einen Alkoholtest beim Fahrer vor, der 1,8 Promille ergab. Der Mann gab an, er habe einen anderen Wagen überholt und sei dabei von der Fahrbahn abgekommen. Zeugen berichteten dagegen, er sei in Schlangenlinien und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit gefahren, obwohl dort nur 30 km/h erlaubt sind.

Weil er bei dem Unfall an der Nase verletzt wurde, brachten Rettungskräfte den 51-Jährigen ebenfalls ins Krankenhaus. Der Unfallwagen wurde von der Polizei beschlagnahmt. Der Porschefahrer muss sich nun wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, des gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr sowie eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten.

Sendung: Abendschau, 06.06.2021, 19:30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 07.06.2021 um 7:44 Uhr geschlossen

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3 Kommentare

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  1. 3.

    "Muss aus - gefühlt fast jeder - Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 20 km/h gleich ein "verbotenes Kraftfahrzeugrennen" konstruiert werden? Eventuell, weil es ein "Sportwagen" war?"
    Nein, der Grund ist viel banaler und unabhängig vom Fahrzeugtyp. Ganz einfach deshalb, weil sie z.B. bei 30 km/h schon stehen, wenn der geneigte "Tiefflieger" mit nur 20 km/h mehr (also 50) ungebremst einschlägt.

  2. 2.

    Haben Sie mal kurz einen Blick auf das Foto und das Unfallfahrzeug geworfen? Inclusive des Mauerdurchs? Das Gutachten und der ausgewertete Bordcomputer werden es schon richten. Und auch die im Bericht erwähnten Zeugenaussagen könnten den Anfangsverdacht bestätigen. Und das sind die gerichtsverwertbaren Beweise, nicht das Fahrzeugfabrikat.

  3. 1.

    Reicht hier nicht die Trunkenheitsfahrt als schweres Delikt aus?
    Muss aus - gefühlt fast jeder - Geschwindigkeitsübertretung von mehr als 20 km/h gleich ein "verbotenes Kraftfahrzeugrennen" konstruiert werden? Eventuell, weil es ein "Sportwagen" war?

    Bitte nicht falsch verstehen; Ich will die - scheinbar deutliche - Überschreitung der zugelassenen Geschwindigkeit auf keine Fall als Bagatelle darstellen oder verharmlosen!

    Ich finde nur, der neu eingeführte Verstoß des verbotenen Kraftfahrzeugrennens wird zu häufig und gerade im Zusammenhang mit "Einzel"rennen angewandt.

    Und ich frage mich, ob es hier auch zum Vorwurf des verbotenen Kraftfahrzeugrennens gekommen wäre, wenn es sich bei dem Auto um einen ungetunten Kleinwagen gehandelt hätte...

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