150. Jubliäum der Berliner Ringbahn - "So vorausschauend bauen wir heute leider nicht mehr"

Archivbild: Reisende steigen 1964 am S Bahnhof Ostkreuz in die Ringbahn ein (Bild: Deutschen Bahn AG/Alfred Schulz)
Deutschen Bahn AG/Alfred Schulz
Video: rbb24 | 17.07.2021 | rbb / S. Heinemann | Bild: Deutschen Bahn AG/Alfred Schulz

Vor 150 Jahren rollte der erste Zug zwischen Moabit und Schöneberg auf einer neuen Bahnstrecke. Die Bauherren ahnten nicht, welch weitsichtiges Verkehrsprojekt sie damals gestartet hatten: Es war die Geburt der Berliner Ringbahn. Von Jenny Barke

Am Anfang der Ringbahn-Geschichte war der Dreck: Den Berlinern stanken Mitte des 19. Jahrhunderts die lauten Dampfloks, die ihre schmutzigen Rußwolken durchs Zentrum ihrer Stadt zogen. Die Kohle-Loks brachten im Zuge der Industrialisierung Jahr für Jahr mehr Waren nach Berlin. Die Gleise verliefen direkt auf und entlang den Straßen und Gehwege und verbanden die Berliner Kopfbahnhöfe, die sich um die Berliner Stadtmitte verteilten, den Anhalter, den Hamburger, den Görlitzer und den Ostbahnhof. Der preußische Staat entschied: Diese Infrastruktur ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb begann er Mitte der 1860er mit dem Bau von Gleisen außerhalb der Stadt.

"Die Ringbahn war ursprünglich vor allem dazu gedacht, neue Verbindungen für das Militär zu schaffen und dann auch für den Güterverkehr", erklärt Sven Heinemann. Der 42-Jährige kennt sich so gut mit der Geschichte der Ringbahn aus wie kaum ein anderer. Er ist erklärter Eisenbahnfan, hat nach eigener Schätzung Hunderte Stunden recherchiert, um pünktlich zum 150. Jubliäum der Ringbahn ein Buch zu veröffentlichen. In der Halbzeit seiner Recherche kam ihm die Corona-Zeit entgegen: Während andere das Puzzlen für sich entdeckten, wanderte Heinemann um die Ringbahn und erforschte jeden Winkel der 37 Kilometer langen Strecke.

Preußischer Staat plante in Superlativen

Dabei machte Hienemann über 6.000 Fotos entlang der Strecke und wurde fast zum Archäologen. Er entdeckte beispielsweise versteckte Tunnelanschlüsse und fand in Archiven Hinweise darauf, dass die DDR ihr eigenes Technikmuseum entlang der Bahnstrecke bauen wollte. Doch das war viel später. Zurück zum Start der 150-jährigen Geschichte:

Von Beginn an dachte der Preußische Staat in Superlativen. Die Berliner Ringbahn, damals noch Gürterbahn genannt, war die teuerste Bahnlinie in Preußen, heute vergleichbar mit einem Milliardenprojekt. Der Bau war eine riesige Herausforderung für die damaligen Architekten und Ingenieure. "Es ist unglaublich schnell gebaut worden und das geht nur mit sehr viel Material." Insgesamt dauerte der Bau des ersten Teilabschnitts zwischen Moabit (heute Beusselstraße) und Schöneberg nur vier Jahre - das war nur mit viel Manpower zu schaffen. Heinemann schätzt, dass Tausende von Leuten an der Ringbahn gebaut haben. Einfach hatten sie es nicht, denn um Berlin herum konnten nicht einfach auf dem platten Land Schienen verlegt werden.

Der Bau? - Irgendwo jottwehdeh durch die Sümpfe

Die Gebiete um Berlin waren teilweise sumpfig, bis heute sind sie von Flüssen, Kanälen und Bächen durchzogen. Der Bau des ersten, 24,6 Kilometer langen Teilabschnitts zwischen Moabit und Schöneberg begann deshalb am neuralgischsten Punkt: dem Treptower Park. "Hier ist die breiteste Stelle der Spree, über 300 Meter mussten damals überbrückt werden." Kompliziert sei das in den 1860er Jahren gewesen, als es noch keine guten Maschinen gab. Die Brücke wurde aus Holz gebaut, für einen Stahlbau war es noch zu früh.

Riesig waren aber nicht nur die Geldmengen, die für das Projekt in die Hand genommen worden sind. Auch die Ausmaße der Strecke waren von Beginn an gigantisch. Damit die Berliner nicht mehr vom Lärm und Dreck gestört werden, sollte die Bahn fernab der Wohnsiedlungen fahren, jottwehdeh auf dem flachen Land in Brandenburg. Die Bahnhöfe lagen zum Beispiel in Boxhagen (heute Ostkreuz) und Rixdorf. Heinemann ist als SPD-Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus für die Verkehrsthemen zuständig. Die damalige Verkehrspolitik fasziniert ihn: "Also das war sehr vorausschauend gebaut. So vorausschauend bauen wir heute leider nicht mehr."

Boxhagener Gutsherren und Stralauer Fischer wurden enteignet

Bei der Entscheidung für die Bahnhöfe stand allerdings weniger der Öffentliche Nahverkehr im Fokus. Viel mehr ging es darum, eine Infrastruktur für den Güterverkehr und das Militär zu schaffen. Im ersten Jahr der Ringbahn waren die verwundeten Soldaten aus dem Deutsch-Französischen Krieg die ersten Fahrgäste. Daneben wurde Vieh über diesen Weg transportiert, Rinder, Schweine, Hühner. Sie wurden unter anderem auf dem ersten Berliner Viehmarkt auf der Brunnenstraße am nahegelegenen Gesundbrunnen feilgeboten. Auch deshalb war zu Beginn der Gesundbrunnen der frequentierteste Bahnhof.

Doch große Verkehrsbauprojekte lösen nicht bei allen Euphorie aus, das war damals so wie heute. Das heutige Ostkreuz lag damals mitten auf dem Acker, die Felder gehörten Gutsbesitzern von Boxhagen. Um dort den Bahnhof bauen zu können, mussten sie ihre Grundstücke abgeben. Und auch für die Stralauer Fischer am Rummelsburger See blieb kein Platz. "Die Menschen waren von der Eisenbahn gar nicht begeistert und haben ihre Flächen nicht freiwillig an die Eisenbahngesellschaft verkauft, sondern mussten alle enteignet werden", so Heinemann.

Die ersten Fahrgäste: Soldaten und Rindvieh

Der Staat setzte sich durch, weil die Ringbahn ein übergeordnetes Projekt von staatlichem Interesse war. Die Grundstücke der ehemaligen Gutsbesitzer wurden bald bebaut - der Startschuss für eine rasant wachsenden Stadt. Heute definieren die Berlinerinnen und Berliner ihren Wohnort danach, ob sie sich innerhalb oder außerhalb des Rings verorten.

Nachdem die Strecke ab 1872 auch für den Personenverkehr freigegeben wurde, wuchsen die Passagierzahlen rasch: Schon im zweiten Betriebsjahr fuhren über eine Million privater Fahrgäste mit den Zügen, das Ostkreuz gewann an Bedeutung. Das kleine Boxhagen hatte vor 150 Jahren 100 Einwohner, bereits 50 Jahre später zur Eingemeindung ins Groß-Berlin wohnten 50.000 Einwohner rund um den Bahnhof Stralau. Heute halten am Ostkreuz bundesweit täglich die meisten Züge - 1.700 Stück.

Sven Heinemann

Buchautor Sven Heinemann (Quelle: rbb/Jenny Barke)
rbb/Jenny Barke

Sven Heinemann ist als SPD-Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus für die Verkehrspolitik zuständig. Der 42-Jährige ist erklärter Bahnfan und schreibt in seiner Freizeit Bücher über die Berliner Bahn-Geschichte. Zum 150. Jubliäum veröffentlicht er sein Werk "Ringbahn Berlin", 336 Seite, GeraMond Verlag.

Nullpunkt liegt heute im Nirgendwo

An die vielfältige Geschichte, die an den Bahnhöfen vorbeigezogen ist, erinnern mancherorts auch die Namen: "Der Bahnhof Greifswalder Straße ist in den 1870ern als Station Weißensee eröffnet worden", erinnert sich Heinemann. Erst in der Nachkriegszeit wurde der Bahnhof in Greifswalder Straße umbenannt, dann schließlich 1986 in Ernst-Thälmann-Park und 1992 wieder zurück in Greifswalder Straße.

Der Ursprung, der Nullpunkt der Anfang der Ringbahn liegt dort, wo es heute keinen Bahnhof mehr gibt: an der Station Moabit, ungefähr da, wo damals Siemens-, Wald-, und Birkenstraße zusammenkommen. Die Ringbahnen haben bis heute ihren Anfangs- und Endpunkt an dieser Koordinate. Ob sie im oder gegen den Uhrzeigersinn fahren, wird von diesem Nullpunkt abgelesen. Der einstige Bahnhof Moabit wurde 1894 geschlossen und nach Norden verschoben zur heutigen Beusselstraße.

Startschuss für die Entwicklung Groß-Berlins

"Die Ringbahn war quasi der Startschuss zur Entwicklung der Grundstücke links und rechts davon. Die Stadt ist dann vom Zentrum nach außen gewachsen", so Heinemann. Die später gebauten U-Bahnen und Autobahnen richteten sich an den Bahnhöfen der Ringbahn aus. Und auch Dutzende Straßenbahnen haben früher die Ringbahn gekreuzt, bis sie im Westen eingestellt wurden. Bis heute sind viele Gegenden rund um die Ringbahn-Stationen Knotenpunkte und prosperierende Zentren innerhalb Berlins, entlang derer sich Märkte, Wohnviertel und große Hauptverkehrsachsen entwickelt haben.

Das bewegte Leben des Berliner Kreisverkehrs

Sendung: Inforadio, 17.07.2021, 9 Uhr

33 Kommentare

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  1. 33.

    Spannender Beitrag, danke RBB!
    "Ob sie im oder gegen den Uhrzeigersinn fahren, wird von diesem Nullpunkt abgelesen." verstehe ich nicht. Oder gehen die Uhren andersrum, wenn man mit dem Rücken zum Nullpunkt steht? ;-)

  2. 32.

    Also während meines Studiums Anfang der 2000er gab es dort eine Brücke direkt von der Bushaltestelle im Markgrafendamm zu bzw. über die Bahnsteige. Im Winter musste man aufpassen wegen Vereisung.
    War lange nicht mehr dort aber eine zweite Brücke gibt es sicher immer noch.

  3. 31.

    Der Bahnhof wird doch nächstes Jahr umbenannt, dann fällt es nicht mehr auf.

  4. 30.

    Heute überschlagen die "NIMBY s" viel eher die Sinnhaftigkeit. Im Zeitalter des Klimaschutzes muss unbedingt viel mehr und gründlicher nachgedacht werden ob diese so stark begleiste und untertunnelte S-und U-Bahn-Stadt noch mehr dieser Dinge benötigt wo doch Radspuren-aufgepoppt-der ökologische Renner sind. Wer nun noch mit TRAM und Bus nicht zurecht kommt, der sollte sich nur ab und an neue Schuhe kaufen.

  5. 29.

    Es wird Zeit, dass der Berliner Außenring für die Regionalbahn ertüchtigt wird. Die Gleise sind da und Güterzüge fahren schon. Jetzt muss nur noch der Personenverkehr folgen.

  6. 28.

    Könnte die alte Fußgängerbrücke eventuell zum Markgrafendamm führen? Ich habe Ende der 90ger in dem Dreh gewohnt. Diese Brücke stand da zwar nicht mehr, aber vielleicht hat es ja einen Nachfolger gegeben?

  7. 27.

    Weil, es gibt keinen Kaiser mehr, und die Zeiten ändern sich, jetzt haben wir eine Demokratie, und einen Rechtsstaat, und da zu noch den Arten - und Naturschutz, und eine gut funktionierende Bürokratie für solche Angelegenheiten auch noch. Ja, die Folge ist, dass sollche Verfahren unheimlich viel Zeit "verschlingen",
    Aber, komischerweise , VIELE sind für Alles, nur nicht vor ihrer Haustür, die Natürschützer wollen Alles belassen wie es war, und so weiter...
    Und zum Schluss werden die Politiker zu unfähigen Zeigenossen erklärt, und dann ist alles klar, bis zum nächsten mal, aber damit ist nicht gesagt, dass die Politiker an manchen "versemmelten" Projekt auch der Verursacher sind.

    Wie heißt es so schön: " Viele Köche vederben den Brei". Bestes Beispiel ist der BER, nur in diesem Fall bekommt nur der "Koch" aus Berlin sein "Fett" ab.

  8. 26.

    Wenn mich nicht alles täuscht, ist die Brücke im Bildmitte die alte Fußgängerbrücke zwichen den beiden Seiten des Bahnhofs über die unteren Bahnsteige. Die gabs in den 1980er Jahren schon nicht mehr. Glaube, das war auch nur eine Querverbindung zu den Bahnsteigen der Nordring- und Südringkurve?
    Hat jemand noch historische Erinnerungen zur Auflösung dieser Frage zu dieser Fußgängerbrücke?

  9. 25.

    Erkundet: Rechts die Brücke und Bahnsteig A inzwischen abgerissen ( Südringkurve ) Was ist das aber für eine Brücke in etwa Zugmitte ? Die Straße verläuft doch hinter den Ringbahngleisen. Heute Kynaststraße. ? Wer sagt es mir ?

  10. 24.

    Sorry; man siieht ja das Zugende. Zu der Zeit stand ja auch schon die Mauer. Man sieht den Ringbahnsteig vorn an der Zugspitze. Rechts die Brücke hat Verbindung zum anderen "Hochbahnsteig". Befuhr man aus Warschauer kommend den Ring bis ? Mit der Brücke in Bildmitte komme ich nicht klar. Der Holzverschlag / Übergang ist doch Fotostandpunkt ?

  11. 23.

    Auch zu Mauerzeiten gab es die Ringbahn! Sie fuhr natürlich nicht durch die Mauer. Aber im Westteil gab es weiterhin die Nord und Südring und im Osteil den Ostring. Zu DDR Zeiten wurde die Strecke zwischen Treptower Park und Schönhauser Allee betrieblich als Ring bezeichnet. Selbst auf den Monatskarten der DR wurde die Strecke offiziell als Ostring bezeichnet.

  12. 22.

    Der Artikel zeigt, dass man trotz vieler Sorgen in Berlin, wirklich beherzter an die Sachen Verkehr heranging. Die Stadt wuchs auch schon damals und die Einigungen über Trassen etc. mussten mit noch selbständigen Städten ausgehandelt werden, aber man war sich schneller einig, als das heute der Fall ist. Da wird von Lebensader Verkehr usw. viel erzählt, aber was die Lebensader im engeren Sinne ausmacht, kaum gesehen, überall nur Probleme u. Kosten. Spandau hängt im wesentlichen immer noch am Tropf eines Busverkehrs und das Kranken-haus "am Rande der Stadt" wird mit einem 20-Minuten-Takt erreicht. Oder hat man den wenigstens schon verkürzen können? Heute kann man Spezialsoftware für die Planungen nutzen, dafür wird diskutiert, ob wir jeden einzelnen Hasen angesprochen oder 1 Häsin evtl. nicht erreicht haben. Dabei wird dann übersehen, dass Top-Lösungen mehrere Probleme entschärfen können. Es gibt leider zu viele Bsp., die mindestens 10 Jahre auf eine Lösung warten. So bitte nicht mehr..

  13. 21.

    Lieber Karsten Nilson@, genau das wollte ich damit ausdrücken! Ein Foto von 1920, oder älter, wäre doch passender gewesen! 70ger Jahre, hätte ich auch so geschätzt. Zumal der rbb24 an solche historischen Fotos ran kommt, bewiesen haben sie ja das schon des öfteren, wie zB. BERLIN heute und früher.

  14. 20.

    Sehr geehrter "Nachdenker",
    meiner Meinung nach muß das Bild aus den 1970er Jahren sein. Und da gab es keine Ringbahn. Kurz hinter dem Bahnhof Sonnenallee befand sich die Grenze. Und ab Schönhauser Allee wurde die S-Bahn auf ein stillgelegtes Gütergleis geführt ohne Halt Bornholmer. Die Bahn konnte deshalb nicht Richtung Gesundbrunnen fahren.
    Mit freundl. Grüßen

  15. 19.

    Lieber rbb24, zum 150. Jubiläum der Ringbahn, hätte man ja auch einmal besser in den Archiven wühlen können und ein Foto von damals raussuchen können und nicht ein Bild aus DDR-Zeiten mit der Linie Erkner - Friedrichstr., welches heute die S3 ist.

  16. 18.

    Den Artikel sollten sich mal die Verantwortlichen der Bahnhofssanierung des Bahnhofs Bismarckstraße durchlesen. Wie lange baut man da jetzt schon? Vor der Pandemie waren es bereits ca. 5 Jahre. Auf meine Nachfrage sagte man mir, dass es noch mindestens 2 Jahre dauern würde. Aber eigentlich könne man es gar nicht realistisch einschätzen, so die Aussage. Lieber rbb, hängt Euch da doch bitte mal rein. Ein Bericht in der Abendschau über diesen unfassbaren Treppenwitz wäre echt mal fällig. Im diesem Zeitraum wurde in den 80ern fast die komplette Strecke zwischen Richard-Wagner-Platz und Rathaus Spandau gebaut. Man kann nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

  17. 17.

    Glückwunsch und Danke an unsere Vorfahren !!

    Für mich der wichtigste Satz des Artikels :

    " Die damalige Verkehrspolitik fasziniert ihn: "Also das war sehr vorausschauend gebaut. So vorausschauend bauen wir heute leider nicht mehr "

    Dem ist nicht viel hinzuzufügen !! Trotz angeblich schlechterer Planungen , schlechterer Technik und schlechteren Baumaterial haben viele der Bauwerke aus dem Ende des 19. Jh. und Anfang des 20. Jh. teilweise 100 Jahre oder länger gehalten . Einige Bauwerke aus dem Anfang des 21. Jh. sind trotz strengerer Bauvorschriften und Jahrzehntelanger Planung schon nach wenigen Jahren sanierungsbedürftig !!

  18. 16.

    Toberg, die Allerwenigsten sind prinzipiell "gegen Technik". Wie immer im Leben kommt es auf das richtige Maß an. Um bei Ihrem 1. Beispiel zu bleiben: ich habe sogar eine WC-Dusche. Sind auch Sie so hygienisch UND umweltfreundlich? - Zu Ihrem 2. Beispiel: als Bahnfreund sollten Sie wissen, dass Hemmschuhe eine enorm wichtige Aufgabe haben: Ohne sie wäre jeder Güterbahnhof in Minuten ein Trümmerfeld, weil die Wagen unkontrolliert umherrollen und ein Rangierbetrieb unmöglich wäre. - Leider ignorieren Sie völlig meine Aussage, dass es bei der Ökologie nicht um scheinbar unwichtige Einzeltiere geht, sondern um komplexe Ökosysteme, die auch für den Menschen über-lebenswichtig sind: Probieren Sie mal wieder aus, wie weit Ihre Füße Sie tragen und laufen Sie mal durch eine Naturlandschaft. Wer immer nur in Auto und Bahn sitzt, vergisst schnell, dass er - ob er will oder nicht - ebenfalls Teil der Natur ist und sich vom Kreuzrülpslurch und dessen Grundbedürfnissen nur marginal unterscheidet.

  19. 15.

    Sehr geehrter Herr Frank S.,
    zum Glück wurde ja jedenfalls der Regionalverkehr an Ostkreuz angebunden. So muß ich nicht mehr erst vom S-Bhf. Storkower Straße zum Ostbahnhof wenn ich mal nach Genthin oder Magdeburg fahre, sondern gleich in den RE1 am Bahnhof Ostkreuz rein.
    Mit freundl. Grüßen

  20. 14.

    1. gefällt mir das Bild nicht. Es zeigt einen S - Bahn Zug der auf der Stadtbahn fuhr in Ostkreuz in Richtung Erkner. Da gibt es doch auch Bilder vom Ring, oder?
    2. Man stelle sich vor wenn man den heutigen Außenring ,der ja auch in der Mehrzahl von Güterzügen befahren wird, mit Bahnhöfen und Stromschiene ausstatten. Einen Haltepunkt oder Bahnhof mitten auf dem Feld errichten und hoffen das sich dort Menschen ansiedeln. Da wäre das Geschrei von den Pseudo- Experten wieder riesengroß. Von verschleuderten Steuermillionen wäre die Rede bis zu übelsten Politikerbeleidigungen wäre alles drin. Dabei würde man heute genauso bauen wie damals. Wahrscheinlich waren die Berliner damals doch viel lockerer als heute.

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