Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße - Autofahrer fährt gezielt 66-jährige Frau an

Wilmersdorfer Straße in Berlin-Charlottenburg (Quelle: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Ein Autofahrer ohne Führerschein hat in einer Fußgängerzone in Berlin-Charlottenburg gezielt eine 66-jährige Frau angefahren. Zuvor war er Zeugen zufolge mit Warnblinklicht und hupend durch die Stadt gerast - und unter anderem unerlaubt auf einem Krankenhaus- und Polizeigelände unterwegs.

Der Autofahrer soll die Frau laut Zeugen am Freitagmorgen in der Wilmersdorfer Straße gezielt gerammt haben, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Die Rentnerin habe in der Einkaufsstraße ihr Rad angeschlossen, als sie der Wagen mit Schrittgeschwindigkeit anfuhr. Sie kam mit Blutergüssen und Hautverletzungen in ein Krankenhaus.

Autofahrer war vorher auf Polizeigelände umhergefahren

Der 32-Jährige fuhr weiter. Er wurde von den alarmierten Beamten an der Ecke Kantstraße gestoppt und festgenommen. Den Angaben zufolge hatte er vermutlich Drogen genommen. Die Polizisten fanden zudem eine fünfstellige Geldsumme bei ihm. Einen Führerschein hatte er aber nicht.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Mann zuvor auf einem Krankenhausgelände am Spandauer Damm und auf einem Polizeigrundstück in der Charlottenburger Chaussee umhergefahren war. Wie der Mann auf das abgesperrte Polizeigelände kam, war zunächst unklar.

Die Gewerkschaft der Polizei Berlin (GdP) kritisierte diesen Vorfall am Samstag. "Es kann und darf nicht sein, dass man ohne große Hindernisse derart leicht auf Polizeigelände gelangen kann und wir froh sein müssen, dass der Mann nicht noch mehr Schaden angerichtet hat", teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro auf Anfrage mit. Der Autofahrer sollte am Samstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Sendung: Abendschau, 24.07.2021, 19:30 Uhr

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