Berlin-Marienfelde - Motorradfahrer wird auf Flucht von Polizeiwagen angefahren und schwer verletzt

Am 26.07.2021 gegen 21 Uhr kam es zu einem Unfall zwischen einem zivilen Polizeifahrzeug im Einsatz und einem Cross-Motorrad in Berlin-Marienfelde. (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Ein 22-jähriger Motorradfahrer hat sich am Montagabend in Berlin-Marienfelde mit der Polizei eine Verfolgungsjagd geliefert, die für ihn im Krankenhaus endete.

Der junge Mann und ein weiterer Motorradfahrer waren zuvor einer Zivilstreife im Mariendorfer Damm aufgefallen, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Beide fuhren laut Polizei deutlich zu schnell, zogen über mehrere Meter ihre Vorderräder in die Höhe, wechselten mehrfach ohne Rücksicht die Fahrstreifen und hielten sich nicht an Sicherheitsabstände.

Als die Beamten die beiden Motorradfahrer anhalten wollte, tat dies auch einer der beiden, während der andere laut Polizei schlagartig wendete und in Richtung Lichtenrade davonfuhr. Die Polizisten nahmen daraufhin die Verfolgung auf.

Passanten mussten beiseite springen

Der 22-Jährige missachtete auf seiner Fluchtfahrt den Angaben zufolge mehrere rote Ampeln sowie die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit, fuhr auf einem Bussonderstreifen und wenig später auf einem Gehweg, wo Passanten beiseite springen mussten.

Das Motorrad raste letztlich weiter über den Richard-Tauber-Damm, die Daimler- sowie die Großbeerenstraße und bog dann nach links in die Marienfelder Allee ein, wie die Polizei weiter mitteilte. An der Einmündung Friedenfelser Straße fuhr das verfolgende Einsatzfahrzeug auf das Motorrad von hinten auf. Der Motorradfahrer stürzte und zog sich dabei einen Schulterbruch und mehrere Hämatome zu. Der Rettungsdienst brachte ihn in eine Klinik.

Der junge Mann muss sich nun wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens sowie zahlreicher Verkehrsverstöße verantworten. Auch der Zusammenstoß zwischen dem Einsatzwagen und dem Motorrad wird untersucht.

Die Kommentarfunktion wurde am 28.07.2021 um 07:59 Uhr geschlossen

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17 Kommentare

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  1. 17.

    Wenn Sie dann noch so freundlich wären, diese "genügend anderen Möglichkeiten" auch zu benennen, die ganz sicher den konkreten Fahrer überführen - nicht etwa nur den Halter des Fahrzeugs?

  2. 16.

    Bitte sachlich bleiben. Im Artikel steht wörtlich, dass das Polizeifahrzeug auf das Motorrad auffuhr; nicht mehr, nicht weniger. Sie interpretieren hier doch nicht etwas Absicht hinein?

    Gruß
    Hajakon

  3. 15.

    Dem Motorradfahrer gute Besserung.
    Den Polizisten wünsche ich von ganzem Herzen, daß ihnen kein Fehler nachgewiesen kann.
    Ich fahre selbst Enduro und finde Leute, die mit ihrem Motorradfahrverhalten andere Menschen gefährden, in Angst versetzen und mit Lärm belästigen, unerträglich. Ich würde mich freuen, wenn die beiden für längere Zeit kein motorisiertes Fahrzeug mehr führen dürften.

  4. 14.

    ...wobei m.W. ja gar nicht klar ist, ob die Kollision durch die Polizisten überhaupt absichtlich erfolgte. Denkbar wäre auch ein plötzliches Abbremsen des Motorradfahrers in der Hoffnung, mal eben noch wenden oder in eine Seitenstraße abbiegen zu können - natürlich, wie schon zuvor, unter Berücksichtigung eventuellen Fußgängerverkehrs...

  5. 13.

    Sehr interessanter Aspekt mit der Verantwortung der Händler und Hersteller. Wundere mich schon eine Weile, warum zum Beispiel mit der Sportlichkeit von Fahrzeugen geworben werden darf. Was hat private Raserei mit Sport zu tun?
    Und: Was Einige hier als Wildwest kritisieren, sorry, der Motorradfahrer ist wohl Wildwest gefahren. Ich halte es nach der geschilderten Fahrweise durchaus für legitim, den auch durch Touchieren zu stoppen. Das Nummernschild nutzt gar nix, da kommt dann wieder ein Rechtsverdreher und boxt den Typen raus, es kann ja auch ein Anderer gefahren sein. Und ja, wenn jemand das Motorrad als Waffe einsetzt z.B. gegen Fußgänger, dann hat die Polizei sogar das Recht, diesen mit Waffengewalt zu stoppen. Er soll ja nicht ERSCHOSSEN werden, sondern an weiterer Amokfahrt gehindert weden.

  6. 12.

    Nee, schon klar. Man hat ja Zeugen und Nummernschild und kann ihn später dann in Ruhe zuhause aufsuchen. Da kann der Motorradfahrer dann behaupten, er sei nicht gefahren. Vielleicht gehört das Ding ihm nicht mal (Vater, Freund?). Der Mann ist erst 22.... Ganz zu schweigen davon, dass er völlig euphorisiert bis dahin auch noch ein paar „Rennstrecken“ ausprobieren kann. Er ist in lebensgefährdender Weise schon vorher gefahren, weshalb er der Polizei überhaupt auffiel! Wehe, wenn es Ihre Verwandten sind, die dann im Auto oder als Fußgänger ausweichen müssen und schwer bei Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmern verunfallen und die Polizei lässt ihn vorsorglich erstmal „laufen“. Sie erinnern sich an Mutter/Tochter auf dem Ku’damm vor etwa 6 Monaten? Ja, man muss solche Menschen von der Maschine holen!

  7. 11.

    Wildwest mit erheblicher Gefährdung Anderer haben die beiden Motorradfahrer bereits ohne Beteiligung der Polizei gespielt. Wie lange sollte die Polizei denen gestatten, das fortzuführen? Bis wirklich ein Unbeteiligter geschädigt wird? - Die eigentliche Schuld an seinem Unfall liegt ausschließlich beim Motorradfahrer selbst, auch wenn es total in ist, Verantwortung für Fehlverhalten und dessen Folgen vom Täter wegzuschieben. - Interessant finde ich die Frage der Verantwortung der Hersteller, Verkäufer und Zulasser der Motorräder: Offenkundig sind das mal wieder Maschinen, deren Beschleunigung (und vermutlich auch Lärmentwicklung) weit über das für einen genussvollen Personentransport erforderliche Maß hinausgeht. Auch der sportliche Aspekt beim Drehen am Gasgriff ist begrenzt. Warum also sind diese Dinger auf öffentlichen Straßen erlaubt?

  8. 10.

    Im Artikel stand allerdings nicht, dass er ohne Helm gefahren ist. Aber schön, dass Sie jemandem, der selber massiv Menschenleben gefährdet hatte, mit der Dame vergleichen die nur einparken wollte.

  9. 9.

    Das geht gar nicht! Wir sind hier nicht in den USA. Polizei hat genug andere Möglichkeiten als so Verbrecher zu jagen egal was der gemacht hat. Neuerdings können Polizisten in Berlin sich nicht zusammen reißen. Überfordert????

  10. 8.

    Die Polizei hatte das Nummernschild, Zeugen, pipapo - muss man den Irren dann noch von der Maschine holen? Solche Wild-West-Fahrten sind einfach nicht mehr zeitgemäß. Nähe Alex ist da ein Mädel verstorben, in Teltow ein Ehepaar.

  11. 7.

    Woher wissen Sie das? Kennen Sie den Steuerzahler Fanny persönlich?

  12. 6.

    Das ist auch gut so, dass das der Steuerzahler zahlt, wäre ja schlimm wenn nicht...

  13. 5.

    Kleiner Dreher, sollte heißen: "Motorradfahrer flieht und wird von vor der Polizei verletzt".

  14. 4.

    Der Auffahrende hat in der Regel Schuld, oder wie war das? Wenn das die „Technik“ der Polizei war, den (selbstverständlich total bekloppten) jungen Mann zum Anhalten zu bewegen, sollte das tatsächlich noch mal genauer untersucht werden. Da kann man sich ja glatt freuen, dass die Sheriffs nicht gleich auf ihn geschossen haben …

  15. 3.

    Na wenn ihnen dazu nichts weiter einfällt, dann sparen sie sich doch solche Kommentare.
    Ich bin froh, dass die Fußgänger geistesgegenwärtig reagiert haben und beiseite gesprungen sind. Die Schäden tragen übrigens die Kfz- Versicherung und der Verursacher selbst, freuen sie sich also über die nächste Erhöhung ihrer Versicherungsbeiträge.

  16. 2.

    Die Kosten trägt der Steuerzahler. Fanny.

  17. 1.

    Total panne, der Typ - aber der ist wahrscheinlich auch noch stolz drauf!

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