Berlin-Neukölln - Barbesitzer von Rentner antisemitisch beleidigt

Symbolbild: Ein Mann stellt am 21.05.2021 Stühle an einem Café am Weigandufer in Berlin-Neukölln auf. (Quelle: dpa/Fernando Gutierrez-Juarez)
Bild: dpa/Fernando Gutierrez-Juarez

Ein Berliner Gastwirt ist im Stadtteil Neukölln von einem Rentner antisemitisch beleidigt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, soll der 67-jährige Tatverdächtige sich am Freitagabend über die auf dem Gehweg stehenden Tische und Stühle geärgert und in diesem Zusammenhang den Barbesitzer verunglimpft haben.

Staatsschutz hat Ermittlungen übernommen

Laut Gastwirt soll der tatverdächtige Anwohner bereits in der Vergangenheit immer wieder Gäste des Lokals in der Wipperstraße beschimpft haben. Der Staatsschutz ermittelt jetzt wegen des Verdachts der antisemitischen Beleidigung.

Es lägen keine Informationen vor, ob der Gastwirt oder die Bar einen jüdischen Hintergrund haben, sagte eine Polizeisprecherin.

Sendung: rbb 88.8, 10.07.2021, 13:00 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Wenn das erlaubte Außenplätze sind, dann ist der Bar-Besitzer der falsche Ansprechpartner. Außerdem ist sowas kein Grund für Judenfeindlichkeit. Ich wette, dass der pöbelnde Rentner noch nicht einmal wusste, welche Konfession der Mann überhaupt hat. Das ist ja meistens bei Extremisten so. Die fragen auch keinen "Ausländer", ob er vielleicht Deutscher ist. Sondern die gehen nach Aussehen und Willkür vor. Die Würde des Menschen ist unantastbar!

  2. 6.

    Es wurden im Text keine alten weißen Männer verunglimpft. Sondern ein Rentner hat einen Bar-Besitzer antisemitisch beleidigt. Das war Sie unterschwellig schreiben nennt man Täter-Opfer-Umkehr. Da kann der RBB ja nichts dafür, dass es ein Rentner war. Beschweren Sie sich bitte bei dem Täter.

  3. 5.

    Die Angaben über die angeblichen Beschimpfungen oder Beleidigungen sind so vage, dass man sich alles oder nichts darunter vorstellen kann, auch den verständlichen Ärger über Behinderungen der Fußgänger.

  4. 4.

    Welche Informationen zum Tatverdächtigen wollen Sie denn noch? Und welche Relevanz sollten diese haben?

  5. 3.

    Vielleicht sollte man mal genauere Angaben zum Täter machen.

  6. 2.

    Was tut das Alter des Tatverdächtigen denn hier zur Sache?
    Oder sollen hier alte, (wahrscheinlich weiße) Männer diskriminiert werden?

    Ich kann verstehen, wenn Gastronomen nach den Corona-bedingten Schließungen jetzt dadurch entgangene Einnahmen nachholen wollen und dass das momentan am besten an den Außentischen funktioniert.
    Viele stellen aber so viele Tische und Stühle nach draußen und belegen dabei Flächen beiderseits des Gehweges, so dass es dem normalen Fußgänger schwer gemacht wird, auf dem - öffentlichen - Gehweg seiner Weges zu gehen.

    Das Ärgern über diese "Invasion" des Gehweges ist für mich nachvollziehbar, aber natürlich keine Entschuldigung für antisemitische Beleidigungen.

  7. 1.

    Lieber RBB, der Hinweis darauf, dass die Bar gar keine jüdischen Besitzer hat, ist überflüssig, wenn nicht sogar schädlich.
    Antisemitismus hat mit dem Beschimpfenden zu tun und ist verwerflich, unabhängig davon, wer beschimpft wird.

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