Vor allem für Männer - Berliner Stadtmission sucht dringend Schuhe und Socken für Bedürftige

Kleiderkammer der Berliner Stadtmission (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Die Berliner Stadtmission sucht für Obdachlose und Bedürftige dringend gut erhaltene Schuhe, Turnschuhe und Socken in den Größen 40 bis 50.

Mehr als 100 Menschen besuchten täglich die Kleiderkammer der Stadtmission in der Lehrter Straße 68 (Mitte). Viele von ihnen hätten wunde Füße und brauchten dringend Schuhe, teilte die Stadtmission am Donnerstag in Berlin mit: "Doch die Regale der Kleiderkammer sind aktuell leer."

Auch Kapuzenpullover dringend benötigt

Außerdem werden für Männer dringend Kapuzenpullover, sogenannte Hoodies, und Trainingshosen in den Größen S bis XL benötigt. Kleidung und Schuhe sollten in einem guten Zustand sein, "als ob sie Freunden oder Bekannten weitergegeben würden".

Die Sachspenden können werktags von 8 bis 18 Uhr am Empfang der Stadtmission kontaktlos abgegeben werden. Zudem stünden dort ganztägig Container bereit.

Die Spendenabgabe ist auch im Textilhafen der Berliner Stadtmission in der Storkower Straße 139D (Prenzlauer Berg) nahe dem S-Bahnhof Landsberger Allee möglich.

Die Spendenannahme ist immer montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 16 Uhr.

Sendung: Abendschau, 15.07.2021, 19:30 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Eine wirklich sehr gute Idee. Ich fürchte nur, dass mit solchen Aktionen die Deutsche Verwaltung definitiv nicht klarkommt. Oder vielleicht doch? MfG

  2. 11.

    Die Adresse der Berliner Stadtmission veröffentlichen und jede/jeder der Spenden will, kauft bei diversen Onlineshops, die benötigten Dinge ein und gibt als Lieferadresse die Adresse der Stadtmission ein. Die Abrechnung erfolgt, wie gewohnt übers eigene Konto und kann sicherlich beim Finanzamt als Spende deklariert werden, durch die Empfänger-Angabe.

  3. 10.

    Eigentlich wäre es eine zwingende selbsverständlichkeit, Obdachlosen mit Hilfe genauso zu überhäufen, wie dies bei Schutzsuchenden gemacht wird. Leider haben sie Pech, da sie nur Menschen 2. Klassse sind, für die es kein Willkommen gibt und die politisch auch nichts hermachen.

  4. 7.

    Mein Gott, was ist das bloß immer für ein Gehtetze hier. Mal gegen den Senat-mal gegen Staat-mal gegen die Bedürftigen. Das nervt. Eigenes Leben anschauen und ein bisschen demütiger werden. Mann eh.

  5. 6.

    Dann muss man sich Hilfe suchen? Oder Hilfe annehmen. Bei vielen Obdachlosen hoffnungslos. Obdach muss niemand sein. Wenn man aber es von alleine nicht schafft, dann muss man sich Hilfe holen. Ansonsten ist die Alternative Entmündigung. Aber das geht leider fast nicht. Aus diesen Grpnden geht es immer so weiter. Man ist daher auf den Willen der Betroffenen angewiesen. Der Wille zur Hilfe und Veränderung.
    Hilfe angebote gibt es nämlich eigentlich einige.

  6. 5.

    So habe ich in jungen Jahren auch gedacht. Nur kann es leider viele Einflüsse geben, die das Leben unheimlich schwer werden lassen. Da noch die Kraft zu besitzen, um an seinem Glück zu schmieden, haben viele nicht mehr.

  7. 4.

    Tatsächlich ist es oft so, dass einem der Staat als Bedürftiger oft Steine in den Weg legt und einen garnicht alleine wieder auf den Weg kommen lässt.
    Ich wurde letztes Jahr im 7.Monat schwanger vom Jobcenter des alten Wohnortes zum neuen Jobcenter geschickt und wieder zurück. Keiner fühlte sich für mich verantwortlich! Briefannahme verweigert etc. Ich war 4 Wochen ohne Geld, die KK wird nur 4 Wochen als Überbrückung bezahlt, sonst muss man selbst zahlen. Mit Anwalt hat es dann erst funktioniert und weil ich im neuen Amt ausgeflippt bin und nicht mehr weiter wusste! Und ich kenne einige solcher Vorgänge. Wie mag es da erst Obdachlosen gehen! Ich hatte übrigens eine Arbeit gefunden, wäre dort im 7.Monat sogar eingestellt worden, unbefristet. Amt sagte, nee, ist zuviel Papierkram weil ich schwanger bin, ich soll mal lieber Hartz4 nehmen und nach dem Mutterschutz nochmal nachfragen!

  8. 3.

    Vielleicht sollte man mal bei den Senatsmitgliedern anfragen, die geben bestimmt eine kleine Spende.

  9. 2.

    Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, schade dass man immer den Staat um Hilfe anbetteln muss.

  10. 1.

    Da bringe ich die Tage was hin.. Danke für den Beitrag rbb.
    Schade das es so viele bedürftige gibt.
    Es darf nicht sein, dass die schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Meine Meinung.

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