Suche nach vermissten Stand-up-Paddler - Polizei birgt Toten aus Berliner Schlachtensee

Symbolbild: Stand-Up Paddler fahren auf dem Schlachtensee. (Quelle: dpa/Christophe Gateau)
Bild: dpa/Christophe Gateau

Bei ihrer Suche nach einem vermissten Stand-up-Paddler haben Polizeitaucher am Samstag einen Toten aus dem Berliner Schlachtensee geborgen. Das hat der Lagedienst auf Anfrage von rbb|24 bestätigt. Zunächst hatte die "B.Z." darüber berichet.

Wie ein Sprecher des Lagedienstes am Sonntagmorgen mitteilte, handelt es sich dabei um den 20-jährigen Mann, der am Freitag mit seinem Board auf dem See in Berlin-Zehlendorf unterwegs gewesen sein soll. Ein Fremdverschulden kann nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen werden. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

Zeugen zufolge war der junge Mann ins Wasser gefallen und untergegangen. Badegäste und eintreffende Polizeibeamte suchten zunächst vergeblich nach dem Mann. Auch der Einsatz von Tauchern der Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sowie eines Hubschraubers war am Freitag erfolglos geblieben.

Am selben Tag kam es auch in der Spree in Berlin-Mitte zu einem Badeunfall mit einer jungen Frau und einem jungen Mann. Beide waren ins Wasser gefallen, konnten aber von Einsatzkräften des DLRG und der Feuerwehr gerettet werden.

Rettungsorganisationen rufen zu mehr Vorsicht auf

In diesem Sommer haben sich in Berlin und Brandenburg bereits mehrere tödliche Badeunfälle ereignet. So ertrank etwa vor zwei Wochen ein 31-jähriger Bauarbeiter im Havelkanal und Anfang Juli ein Mann in der Scharfen Lanke in Berlin-Spandau. Eine Woche zuvor starb ein 22-Jähriger beim Baden im Berliner Flughafensee.

Ende Juni wurde ein 26-jähriger Schwimmer im Beetzsee (Potsdam-Mittelmark) vermisst, der schließlich tot geborgen wurde. Eine Woche zuvor war ein achtjähriges Kind im Großen Lienewitzsee bei Michendorf (Potsdam-Mittelmark) ertrunken.

Verschiedene Rettungsorganisationen - wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Rote Kreuz oder die Feuerwehren - rufen seit Monaten zu mehr Vorsicht an Badegewässern auf. Das Hitzewetter kann den Kreislauf stark belasten. Zudem bestehen Sorgen, weil viele Kinder durch die Pandemie nur über mangelhafte Schwimmfähigkeiten verfügen.

Sendung: rbb 88.8, 24.07.2021, 12 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    "Suche nach vermissten Stand-up-Paddler" - Die starke Deklination der Adjektive im Dativ sollten Sie noch mal nachschlagen ...

  2. 3.

    Das sehe ich ähnlich.
    Das erste, was bisher an Berliner Schulen ausfiel und auch beim künftigen Senat ausfallen wird, sind so"unwichtige"(aus Sicht der Verantwortlichen)Fächer wie Sport-und Schwimmunterricht.Das erwähnte ich schon einmal vor längerer Zeit in einem Kommentar. Und auch DAS wird kommen - egal, wie der künftige Berliner Senat aussehen wird- an kostengünstigen bzw. kostenlosen Sport-/Schwimm-/ und Freizeiteinrichtungen wird IMMER als erstes gespart- wie überhaupt Schulpolitikja generell in Berlin (aber auch im gesamten Deutschland) ein Desaster ist Auch DAS war bei jedem Berliner Senat, den ich seit den 90ern Jahren bewusst erlebt habe, so .
    Übrigens; an den baulichen und Infrastrukturellen Zuständen der Schulen in Deutschland erkennt man auch die Wertschätzung deutscher Politiker* gegenüber , Schülern*, Lehrer*, Erzieher*, Sozialarbeiter*, Ehrenamtliche* in Sport-und Freizeiteinrichtungen, Mitarbeiter* in Bibliotheken.....

  3. 2.

    Es ist um jeden schade.
    Ertrunken sind, laut Artikel, 4 Männer, ein weiterer und eine Frau wären fast auch ertrunken.
    Jede Statistik, die zum Ertrinkungstod erhoben wurden in den letzten Jahren, ist deutlich: es ist eine Mehrzahl erwachsener Menschen die ertrinken, besonders Männer.
    Kinder lernen seit mindestens zwei Generationen nicht mehr konsequent schwimmen und das sieht man in Bädern.¹
    Liegt es also wirklich daran, dass Männer sich überschätzen (ja, tun viele, aber alle?) oder haben diese Männer nie gelernt RICHTIG zu schwimmen? Also auch mit Gefahren( Krämpfe, unwirtlichem Wasser, verschlucken von Wasser, was muss man tun, wenn man in Strudel gerät etc) umgehen und vor allem nicht im Wasser ohne Spannung rumzuhängen.

    Unsere Bäder könnten zum Umdenken beitragen.
    (¹Das Märchen, das von den 1950-1970 geborenen erzählt wird, "alle können schwimmen" ist auch Blödsinn)

  4. 1.

    Ich glaube auch nicht, daß ein Kind nach 1 Jahr Schulschwimmunterricht richtig schwimmen kann! Das war bereits in unserer Kindheit unmöglich. Das hat wirklich nichts mit der Pandemie zu tun. Und es sind schließlich mehr Erwachsene ertrunken als Kinder! Konnten die alle nicht schwimmen?! Fraglich

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