Berlin-Wedding - Schüsse auf Baumarkt-Parkplatz: Verdächtiger wieder auf freiem Fuß

Archivbild: Polizisten stehen hinter Absperrbändern auf dem Gelände eines Baumarktes in Berlin-Wedding. Auf dem Parkplatz sind am späten Freitagnachmittag mehrere Schüsse gefallen. (Quelle: dpa/P. Zinken)
Video: rbb|24 | 31.07.2021 | Material: dedinag | Bild: dpa/P. Zinken

Vor einem Baumarkt wurde am Freitagabend ein Mann niedergestochen. Es fielen Schüsse, mehrere Personen wurden verletzt. Ein 16-jähriger Tatverdächtiger ist nun wieder auf freiem Fuß. Die Polizei geht von einem gezielten Angriff aus.

Nach den Schüssen auf dem Parkplatz eines Baumarktes in Berlin-Wedding hat die Polizei einen Verdächtigen wieder freigelassen. Der Verdacht gegen den 16-Jährigen habe sich nicht erhärtet, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die Polizei sucht weiter nach Verdächtigen. Die Hintergründe der Attacke bleiben unklar.

Drei Männer schwer verletzt

Auf dem Parkplatz war es am Freitagabend zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden drei Männer schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Ein 44-Jähriger soll Messerstiche in den Oberkörper erlitten haben, ein 36-Jähriger mehrere Schussverletzungen. Ein weiterer 44-Jähriger soll einen Knochenbruch nach einem Schlag erlitten haben. Das Landeskriminalamt übernahm die weiteren Ermittlungen.

"Anschließend sollen zwei mutmaßliche Täter mit einem Auto vom Tatort geflüchtet sein", heißt es im Polizeibericht. Beim Herunterfahren vom Gelände sollen sie einen bislang unbekannten Mann angefahren, "augenscheinlich aber nicht verletzt haben". Außerdem sei eine Zeugin, die die Tat gesehen habe, danach betreut worden. Der 16-Jährige war noch auf dem Parkplatz festgenommen worden.

LKA übernimmt Ermittlungen

Die Polizei geht weiter davon aus, dass es sich um einen gezielten Angriff handelte. Die Hintergründe müssten noch ermittelt werden, berichtete die Polizei. Ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt (LKA) habe die Ermittlungen übernommen. Laut Polizei wird auch ein
Zusammenhang mit arabischstämmigen Großfamilien überprüft.

Die Kommentarfunktion wurde am 31.07.2021um 18:34 Uhr geschlossen

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Sendung: rbb24, 30.07.2021, 21:45 Uhr

28 Kommentare

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  1. 28.

    Sie wissen selbst, dass ihr Beitrag voller fremdenfeindlicher Vorurteile ist. Schämen Sie sich!

  2. 27.

    Weil die Hautfarbe bei ihnen eine Rolle spielt, soll der RBB nachfragen? Dafür haben sie doch ihre einschlägigen Quellen, da bin ich absolut sicher.

  3. 26.

    Sehr geehrte PaulaW,
    ich weiß, nur gibt es leider einige die nicht wissen wo die Stadtbezirksgrenze direkt verläuft. Aber jetzt was anderes. Wenn es so weiter geht, dann müssten wir wohl uns daran gewöhnen müssen nur noch mit kugelsichere Weste etc. außer Haus zu gehen. Und ein Kommentar sprach das Thema der Abschiebung dieser Straftäter an. Ich frage mich allen ernstes warum die noch hier sind.
    Mit freundl. Grüßen

  4. 24.

    Da muss der RBB nicht bei der Polizei nachfragen. Der Grund für die Messer- und Schussattacken ist laut Angaben der Polizei auf einen Konflikt zwischen verschiedenen einschlägigen Großfamilien zurückzuführen. In der Gemengelage war gestern Abend ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Nun weiß die Polizei offensichtlich mehr und hat den Tatverdächtigen auf freien Fuss gesetzt, weil sich die Tatverdächtigung nicht erhärtet hat, So funktioniert das in einem Rechtsstaat.

  5. 23.

    Mein ausdrücklicher Dank geht nicht nur an die besonnen handelnden Mitarbeiter und Führungskräfte des Baumarktes, die sich trotz der momentanen Schrecksituation um die Kundschaft kümmerten und diejenigen, die nicht sofort fortkonnten, mit kostenlosen Getränken aus dem hauseigenen Kühlschrank versorgten. Dass der weitere Verlauf des Abends etwas unter Informationsmangel litt, ist den polizeilichen Maßnahmen geschuldet. Die lässt sich nun einmal während ihrer Arbeit ungern in die Karten gucken.

  6. 22.

    Die Kommentare hier sind ein schönes Beispiel dafür, warum die Möglichkeit, eine Meldung kommentieren zu können, überflüssig ist. Da dreht sich einem, der, wie ich, zu jenem Zeitpunkt live dabei war, der den Mut und die Courage sah, mit dem den Verletzten von Umstehenden noch vor Eintreffen der Rettungskräfte erste Hilfe geleistet wurde, teilweise unter Einsatz persönlicher Gegenstände, der Magen um.

  7. 21.

    "Der 16-Jährige war noch auf dem Parkplatz festgenommen worden." - Vielleicht möchte der RBB mal bei Polizei nachfragen (ich weiß: Arbeit) aus welchen Gründen ...? Falsche Hautfarbe mal wieder?:
    Also 1. sind die Ermittlungen von Polizei und LKA nicht abgeschlossen. Weshalb sollte das RBB24- Team da JETZT nachhaken?
    Wenn Sie Ihre Sensationsgier? nicht bändigen können, finden Sie im Netz etliche Berichte mit wagen Vermuten. Mehr kann es ja auch grad nicht geben.
    Und was soll das schon wieder mit der Rassismuskarte?
    Als Journalist wären Sie aber auch weit entfernt von neutral.

  8. 20.

    "Der 16-Jährige war noch auf dem Parkplatz festgenommen worden." - Vielleicht möchte der RBB mal bei Polizei nachfragen (ich weiß: Arbeit) aus welchen Gründen ...? Falsche Hautfarbe mal wieder?

  9. 19.

    Dumm nur, wenn man so gar keine Ahnung hat. Wohin wollen sie deutsche Staatsbürger ausweisen?

  10. 18.

    Es geht hier nicht um geocaching sondern um Kriminelle,die sich bewaffnet auf einem öffentlichen
    Kundenpatkplatz gegenseitig angreifen und damit jeden gefährden,der sich dort aufhält. Geht ja wohl gar nicht,egal ob nun der Baumarkt zu Reinickendorf oder Wedding gehört. Den Kutschi kennt wohl fast jeder Berliner. Was für die Bewertung des Vorfalls auch unerheblich ist.

  11. 17.

    "in Zusammenhang mit arabischstämmigen Groß-Familien". Hier sollte die Möglichkeit der Ausweisung in Betracht gezogen werden.

  12. 16.

    Kapweg: Fahrtrichtung Kurt-Schumacher-Damm zur Scharnweberstraße: Wedding. Umgekehrt. Scharnweberstraße - Kurt-Schumacher-Damm: Reinickendorf. Bauhaus auf Weddinger Seite.

  13. 15.

    Die Nachrichten waren etwas irreführend. Zuerst hieß es "am Kurt-Schumacher-Platz" in Wedding (was schon falsch ist). Da war von dem Bauhaus noch nichts zu hören. Als ich es jetzt mit dem Bauhaus gelesen habe wurde mir klar warum immer von Wedding die Rede war.

  14. 14.

    Wir sollten eine Diskussion über Parallelgesellschaften und ihre Auswirkungen in Berlin, im Interesse beider Seiten, nicht vermachlässigen.

  15. 13.

    Bei so einem Ereignis sollte die genaue Lage in Berlin ausgiebig diskutiert werden.
    Recht so!

  16. 12.

    Ich fasse es kaum!! Da wird sich in den Kommentaren über die Ortsangabe des Geschehens ausgelassen...Außerdem stimmt die Ortsangabe. Der Kapweg 1 ist schon Wedding, das Bauhaus befindet sich aber eben auch in der Nähe vom "Kutschi".. Aber wirklich wichtig ist aus meiner Sicht, dass die verletzten Menschen gesund und die Täter gefasst werden.

  17. 11.

    Leute, Leute…. Da geschieht am helllichten Tag ein Verbrechen und die meisten Kommentatoren geben ihr „Wissen“ bzgl. Der Bezirks Zugehörigkeit zum Besten???? Es ist doch völlig egal, ob Wedding oder Reinickendorf, den „Kutschi“ kennt fast jeder und das Bauhaus dürfte auch bekannt sein. Eure Kommentare haben absolut nichts mit dem Geschehen zu tun, sondern ihr beklagt die evt. nicht korrekte Orts Angabe? Echt jetzt?

  18. 10.

    Da lassen aber einige den Besserwessi raushängen. Der Kutschi ist schon in Reinickendorf, aber wie mir ein Blick ins www zeigt, ist der KAPWEG, wo alles passierte, die Bezirksgrenze zu Wedding.
    Wer genau lesen kann, bemerkt, dass das im Bericht auch so geschrieben steht (...nahe Kurt-Schuhmacher-Platz).
    Dabei hätte ich eigentlich inhaltsbezogene Kommentare lieber gelesen. Zum Beispiel über die mittlerweile gefühlte Alltäglichkeit solcher Gewalttaten.

  19. 9.

    Da steht "nahe dem Kurt-Schumacher-Platz".
    Das kann also auch Wedding sein. Und der Baumarkt liegt genau da.

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