Auch in Berlin - Apple startet Tests für Kamera-Aufnahmen in Großstädten

Symbolbild: Ein Mann mit Rucksack am 10.07.2019 in Berlin. (Quelle: dpa/Robert Guenther)
Audio: Inforadio | 05.07.2021 | Michael Ernst | Bild: dpa/Robert Guenther

Der US-Konzern Apple startet am Montag Tests in Berlin, um seinen Kartendienst zu verbessern. Ab dem 26. Juli bis voraussichtlich Ende September sollen dann Menschen mit Kamera-Rucksäcken Fotos von schwer zugänglichen Orten machen. Vorgesehen ist, dass etwa in Fußgängerzonen, Parks oder Bahnhöfen fotografiert wird, wo Kamera-Autos nicht gut hinkommen.

Anwohner können Antrag auf Verpixelung stellen

Die Rucksäcke sind mit mehreren Kameras und einem Laserradar ausgestattet, der die Umgebung auch bei schlechten Sichtverhältnissen abtasten kann. Gesichter und Autokennzeichen sollen unkenntlich gemacht werden, hieß es.

Anwohner können beantragen, ihr Haus in den Aufnahmen zu verpixeln. Der Konkurrent Google verwendet bei Aufnahmen zur Verbesserung seiner Kartendienste ebenfalls Kamera-Rucksäcke, aber auch große Dreiräder.

Sendung: Inforadio, 05.07.2021, 6:00 Uhr

13 Kommentare

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  1. 13.

    Zum Glück ist beim Navi nicht jede Laterne markiert. So können Leute, die nur auf ihr Smartphone glotzen, weiterhin dagegen rennen, und wir haben unseren Spaß!

  2. 12.

    "...schwarzen Lack auf die Optik sprühen..."

    Scheint Ihnen schon passiert zu sein!

  3. 11.

    Es gibt auch nicht öffentliche Gelände / Höfe, die nicht offensichtlich durch Zäune abgegrenzt oder abgeschlossen sind. Und bei der Impertinenz, die solche Unternehmen an den Tag legen, würde es mich nicht wundern, wenn solche Fotorucksacktragenden überall dorthin gehen, wo sie nur hinkommen können.

  4. 10.

    Huhu Eve,
    nutzen Sie doch Ihre Augen und arbeiten mit Kartenmaterial, welches regelmäßig publiziert wird. Das hat den Vorteil, dass durch Mitdenken das Hirn auch gefordert und fit bleibt, hingegen die bloße Nutzung von Maps und diesem ganzen Quatsch das Mitdenken zum Erlahmen bringt, somit die Denkfähigkeit nachlässt. Ich orientiere mich lieber an Karten und nicht an digitalem Zeug - und im Zielbereich kann man auch nocht was anderes machen: Leute nach dem Weg fragen. Das nennt man soziale Interaktion. Und ein weiterer Aspekt: man wird entschleunigt und achtsamer. Ich finde es jeden Morgen immer wieder faszinierend, die gleichen Leute Tag für Tag, Woche für Woche in ihren Karren immer mit Navi fahren zu sehen - ich finde das eine Vorstufe der totalen Verblödung. Gibts n Stau, wird er umfahren - nicht nach Navi, sondern nach Ortkenntnis bei gleichen Wegen - oder?
    Und dank "Leuten wir mir" ist es gut, dass nicht jeder Quadratmeter meines Kiezes für "Leute wie Sie" kartografiert wurde.

  5. 9.

    Sollte da ne rückwärtige Kamera dransein - von hinten rantreten und schwarzen Lack auf die Optik sprühen - fertig. und vorne am Besten auch gleich.

  6. 8.

    Wenn mich sonstwer einfach fotografiert, bekommt derjenige ne Ansage und die Aufforderung zu löschen, ansonsten mache ich von meinem Recht gebrauch und fotografiere denjenigen, der mich ablichtet um dann bei der Polizei (die ich dann anrufe) entsprechend aussagekräftig zu sein.

  7. 7.

    Fahrt, lauft oder beamt Euch doch da hin, wo ihr hinwollt und schaut DANN nach. Meine Güte - was haben bloß die gemacht, die vor dieser Technik gelebt haben? Ich finde: Navi und Maps machendurch jede erdenkliche Unterstützung, selbst zum Finden öffentlicher Toiletten, mittlerweile komplett doof - ich orientiere mich lieber mit meinen Augen anstatt mit Navi & Co. immer ahnungsloser werdend durch die Welt zu latschen.
    Macht doch einfach mal die Augen auf - dann sieht man auch was von der Umwelt - schon auf dem Weg zum ersehnten Ziel.

  8. 6.

    Da können die noch so viele losschicken, aber immer wenn ich mal was suche, ist genau das nicht drin oder super alt. Aber man sucht ja auch selten was in Großstädten, eher auf dem Land.

    Schlauer wäre doch, da eh alles in der Cloud ist, die privaten Fotos der Menschheit die alles in der Cloud speichert auszulesen und daraus sowas zu bauen...

  9. 5.

    Dann bitte aber auch nicht meckern, wenn das Kartenmaterial von Berlin komplett veraltet ist und Sie, falls Sie es mal benötigen sollten, wer weiß wo landen. Die Streetview von Google Maos ist in Berlin so gut wie unbrauchbar, da über 10 Jahre veraltet. Ich würde mich freuen, wenn es da endlich ein Update geben würde. Leider wird es das aber wegen Menschen wie Ihnen nicht geben.

  10. 4.

    Die werden sicherlich nicht - private - Gelände und Innenhöfe aufnehmen, sondern nur ÖFFENTLICH zugängliche Bereiche, die nur zu Fuß erreichbar sind...
    Außerdem kann man ja die Verpixelung des "eigenen" Hauses beantragen.

    Und es geht auch nur um genauere / bessere Aufnahmen von Orten, die eh schon - per Satellitenaufnahme via Google/Apple-Maps von oben kartografiert wurden. (und da kann man private Bauten - glaube ich - auch per Antrag nicht verpixeln lassen)...

  11. 3.

    Warum sollen wir eigentlich einen Antrag auf Verpixelung stellen? Warum müssen Apple und Google eigentlich keinen Antrag bei uns, den Bewohnern der Straßen stellen, die sie fotografieren wollen?

  12. 2.

    Deutschland ist übrigens das einzige Land in der Welt welches derart viele verpixelung und blurs bei Street View hat, dass es praktisch unbenutzbar ist :(
    Daher hat Google diese Daten auch seit damals nicht mehr aktualisiert, vielen Dank an die ganzen Nasen, die wahrscheinlich jede Art von Daten in Luca app und Co schießen.

  13. 1.

    Sollte einer von denen durch unseren Hof latschen, sollte er schnell sein können wenn der da irgendwas fotografiert. Das nimmt ja immer mehr ünerhand mit diesem Map-Wahnsinn.

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