Berlin - Unbekannte verletzen zwei Menschen mit Druckluftwaffen

Auf einem Polizeiwagen leuchtet ein Blaulicht, Archivbild (Quelle: HMB Media/Heiko Becker)
Bild: HMB Media/Heiko Becker

Die Berliner Polizei meldet zwei Fälle, in denen Personen wohl durch Schüsse aus Druckluftwaffen verletzt worden sind. Beide ereigneten sich am Samstag, ein Zusammenhang besteht aber offenbar nicht.

Frau in Wilmersdorf angeschossen

Im Ortsteil Wilmersdorf sollen demnach gegen 23.50 Uhr zwei Unbekannte auf eine 31-jährige Frau geschossen und sie dabei verletzt haben. Die Frau alarmierte die Polizei und gab an, dass sie mit ihren Hunden in der Nachodstraße unterwegs gewesen sei, als zwei Maskierte aus Schusswaffen auf sie geschossen hätten. Anschließend seien beide geflüchtet.

Die Frau habe Platzwunden an den Armen und im Brustbereich erlitten, die ambulant behandelt werden mussten, hieß es. Am Tatort fanden die Polizeikräfte Projektile, die den Verdacht erhärteten, dass die Schüsse aus Druckluftwaffen abgefeuert worden waren. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

Mann auf Balkon angeschossen

Einen ähnlichen Fall gab es im Bezirk Reinickendorf. Ein Mann habe die Polizei alarmiert, nachdem er angeschossen worden war, hieß es. Der 38-Jährige gab an, gegen 3.40 Uhr auf seinem Balkon in der Lindauer Allee gestanden zu haben, als er plötzlich einen stechenden Schmerz in der Schulter verspürte.

In der Schulter steckte ein Geschoss aus einem Luftdruckgewehr. Wer auf ihn geschossen haben könnte, konnte der Mann nicht sagen. Er musste ambulant behandelt werden. Auch in diesem Fall ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Sendung: Inforadio, 25.07.2021, 12.40 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    Sie haben recht. Die Opfer stehen im Mittelpunkt, nicht das Tatwerkzeug. Glücklicherweise bzw hoffentlich sind keine bleibenden Schäden zu erwarten. Abgesehen natürlich von der physiologischen Wirkung. Ohne Grund beschossen zu werden, egal wo mit, muss man erst einmal verarbeiten. Gute Besserung.

  2. 10.

    Ja, wäre im Sinne der professionellen Recherche und Berichterstattung vielleicht sinnvoll, die Überschrift zu bearbeiten. Denn im Text, der wohl aus den polizeilichen Meldungen entnommen ist, werden die korrekten Begriffe verwendet. Wenn man mit Schusswaffen zu tun hat, schmerzt es ein wenig in den Augen beim Lesen der Überschrift :-p

  3. 9.

    Ist die 100%ig korrekte Bezeichnung der Waffe wirklich der bedeutendste Aspekt dieser Meldung, ja?
    Ich denke, es wissen wohl alle, was gemeint ist, oder? Mann, Mann, Mann …

  4. 8.

    Vielen Dank für die vielen Antworten. Meine Frage sollte eigentlich nur auf die journalistische Glanzleistung des RBB hinweisen. Das passiert wenn der Azubi Korrektur liest.

  5. 7.

    Wie wäre es denn, da die gefunden Projektile klar auf Luftdruck betriebenes Gerät deuten, aber natürlich nicht daraus zu folgern ist, ob Kurz oder Langwaffe, da beide Versionen die gleichen Projektile verwenden, mit Luftdruckwaffe? Dann wäre es fachlich klar.

  6. 6.

    Den Begriff Luftfeuerwaffe gibt es nicht und er wird auch nirgends verwendet.

  7. 4.

    'Luftgewehr' passt aber auch nicht, denn das kommt von "sich wehren" - was hier offenbar nicht passierte; leider ganz im Gegenteil.

  8. 3.

    Nix, da der Begriff Feuerwaffe sich auf die Entzündung einer Explosionsladung bezieht, die ein Projektlil durch ein Rohr treibt.

  9. 2.

    Kann mir mal jemand erklären was Luftfeuerwaffen sein sollen?

  10. 1.

    Nur beklopfte n dieser Stadt. Das schlimme ist den Tätern passiert so gut wie nichts

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