Tegeler Forst - Berliner Eiche "Dicke Marie" ist jetzt Nationalerbe-Baum

Dicke Marie, ältester Baum von Berlin (Quelle: dpa)
Bild: dpa

Einer der ältesten und bekanntesten Berliner Bäume, die rund 600 Jahre alte Eiche "Dicke Marie" im Tegeler Forst, ist zum Nationalerbe-Baum erklärt worden. Bei der "Dicken Marie" handle es sich um den ersten Baum in einem Forst, der dieses Prädikat erhalte, teilte die Senatsumweltverwaltung am Freitag in Berlin mit. Generell stünden deutschlandweit bislang neun Bäume auf dieser Liste.

Ein Baum mit Berliner Geschichte

Die "Dicke Marie" steht am Ufer des Tegeler Sees. Den Namen erhielt die Stieleiche von den Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, die in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts ihre Jugendjahre im Schloss Tegel verbrachten. Er soll eine Anspielung auf die wohlbeleibte Köchin des Schlosses sein. Der 15 Meter hohe Baum hat den Angaben zufolge einen Umfang von etwa sechseinhalb Metern und kann mehr als 1.000 Jahre alt werden.

Gerade uralte Waldbäume seien aufgrund "waldbaulicher Dynamiken" und unterschiedlicher geschichtlicher Nutzungsformen selten. Mit der Erklärung zum Nationalerbe-Baum werde langfristig der Erhalt, Schutz und die Pflege des ausgezeichneten Baumes gesichert. Dies sei für die Artenvielfalt und auch für Waldbesucher wichtig.

In Deutschland sollen künftig 100 Uralt-Bäume ausgewiesen werden. Alle sollen mindestens 400 Jahre alt sein.

Sendung: Inforadio, 09.07.2021, 13:40 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Bei uns am Eingang zur Hasenheide steht die Jahn-Eiche. Auch wenn sie "nur" auf ca. 300 Jahre geschätzt wird, der Baum ist ebenfalls sehr beeindruckend. Solche Naturdenkmäler müssen geschützt werden.

  2. 3.

    Diese Nationalerbe-Bäume sind schon beeindruckend."
    Und wenn man dann noch bedenkt, das künftig wohl kein Baum die Chance haben wird so alt zu werden, dann wird das noch beeindruckender.

  3. 2.

    "... "Dicke Marie"... Er soll eine Anspielung auf die wohlbeleibte Köchin des Schlosses sein."
    .... und das jetzt in Zeiten von "Schwarzfahrdiskussionen" ... Ob, das auf Dauer gut geht mit dem Namen ...
    Ok, im Ernst. Diese Nationalerbe-Bäume sind schon beeindruckend. Eine Liste mit Fotos und weiteren Infos gibt es bei https://nationalerbe-baeume.de/ . Selbst die Berliner Naturdenkmäler versetzen einen oftmals ins Staunen.
    https://gesetze.berlin.de/bsbe/document/jlr-NatDenkmSchVBE2021pP9 (Aktuelle Gesamtausgabe, Anlage 1)

  4. 1.

    Der RBB könnte ja auch al in seinem Archiv nach "Bilderbuch Grunewald" suchen. Dort gibt es auch noch alte Eichen zu sehen, die den Wechsel zur Kiefernmonokulrtur überlebt hatten.

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