Keine Gefahr für Menschen - Süßwasserquallen vermehren sich in der Havel

Süßwasserqualle. (Quelle: dpa/A. Hartl)
Bild: dpa/A. Hartl

In der Havel in Brandenburg schwimmen derzeit zahlreiche Süßwasserquallen, beispielsweise bei Ketzin oder im Zernsee bei Werder (beide im Havelland). Darauf macht der Landesfischereiverband aufmerksam.

Für Menschen sind die kleinen Lebewesen aber harmlos, wie Lars Dettmann vom Landesfischereiverband am Montag dem rbb erklärte. Er wohnt in Töplitz bei Werder an der Havel und beobachtet die Quallen dort seit fünf Jahren.

Beleg für gute Wasserqualität

Normalerweise sind die Lebewesen nur zwei Millimeter klein, bei Wassertemperaturen von mehr als 25 Grad bilden sie sich aber vollständig aus. "Die Medusen, die jetzt bei uns herumschwimmen, sind so groß wie ein zwei Euro Stück", so Dettmann. Oft bemerke man sie nur, wenn man hinabtauche und genau hinsehe.

Ihre Nesselfäden seien lediglich für ihre winzigen Beutetiere gefährlich, beispielsweise für Wasserflöhe. "Für Menschen sind sie überhaupt keine Gefahr. Auch Angler brauchen sich durch sie nicht gestört fühlen, denn diese kleinen Quallen sind kein Fischfutter", erklärt der Experte.

Grundsätzlich seien Süßwasserquallen ein Gütesiegel für eine gute Wasserqualität, denn sie entwickelten sich nur dort, wo ausreichend Pflanzen wachsen. "Wenn in einem Gewässer am Grund Pflanzen wachsen, dann weiß ich, ich habe dort eine Top-Wasserqualität mit einer Sichtweite von mindestens einem Meter. Also - einfach reinspringen und genießen", rät Dettmann.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26. Juli 2021, 14:42 Uhr

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