Unfall auf A13 - Verunglückter Bus überschlug sich - sechs Menschen in Lebensgefahr

Archivbild: Rettungskräfte sind an der Unfallstelle im Einsatz. Auf der Autobahn 13 bei Schönwald (Dahme-Spreewald) südöstlich von Berlin ist ein Reisebus verunglückt. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. (Quelle: dpa/BLP)
Bild: dpa/BLP

Nach dem Busunglück auf der A13 in Brandenburg sind weitere Einzelheiten bekannt geworden. Nach Angaben der Polizei überschlug sich der verunglückte Reisebus, bevor er auf der Seite liegenblieb. Sechs der 19 Insassen wurden lebensgefährlich verletzt.

Bei dem schweren Reisebusunfall am Freitag auf der A13 bei Schönwald in Brandenburg hat sich der Bus einmal überschlagen und ist dann auf der Seite liegenblieben. Das teilte die Polizei am Samstag mit. Demnach wurden alle 19 Insassen verletzt, sechs von ihnen lebensgefährlich.

Zunächst hatte es widersprüchliche Angaben darüber gegeben, ob der Bus umgekippt war oder sich tatsächlich auch überschlagen hatte.

Der Inhaber des Busunternehmens erklärte, dass das Fahrzeug technisch auf dem neuesten Stand gewesen sei. Der Fahrer habe die Lenk- und Ruhezeiten eingehalten.

Reisende aus Deutschland, Schweden, Israel und Serbien

Der Reisebus verunglückte auf der A13 zwischen Freiwalde und Staakow (Dahme-Spreewald). Unter den 19 Verletzten - darunter neun Schwerverletzte - waren auch internationale Fahrgäste. Die Insassen im Alter zwischen 21 und 64 Jahren kommen den Angaben zufolge aus Schweden, Serbien und Israel.

Die Schwerstverletzten waren mit Hubschraubern in Krankenhäuser in Cottbus und Berlin gebracht worden, wie der Landrat des Dahme-Spreewald-Kreises, Stephan Loge, am Freitag mitgeteilt hatte.

Busunternehmen: Fahrer sind routiniert

Nach ersten Angaben eines Unfallgutachters der Prüfgesellschaft Dekra gegenüber dem rbb fuhr der Bus ungebremst gegen die Leitplanke. Ob zum Beispiel Sekundenschlaf, Unaufmerksamkeit oder andere Gründe zum Unfall geführt haben, könne noch nicht gesagt werden, hieß es. Das Busunternehmen erklärte gegenüber dem rbb, dass es sich um zwei sehr routinierte Busfahrer handle.

Zunächst war die Polizei davon ausgegangen, dass der Reisebus im Bereich des Parkplatzes Krausnicker Berge Ost auf eine beginnende Schutzplanke gefahren und dann umgestürzt war. Später hieß es, es sei sehr unwahrscheinlich, dass der Bus auf den Parkplatz Krausnicker Berge fahren wollte.

Bus fuhr nach Berlin

Über das Fahrziel gingen die Angaben weiterhin auseinander: Der Bus war nach Polizeiangaben auf dem Weg von Belgrad über Berlin nach Stockholm. In Berlin sollten danach weitere Reisende aufgenommen werden.

Nach Darstellung des Busunternehmens Rhein Main Express, das nach eigenen Angaben "nur Beförderer" gewesen ist, sollte die Reise in Berlin enden.

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.07.2021, 14:00 Uhr

2 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 2.

    Es gibt einfach keine Zugverbindung von Belgrad nach Berlin ! Das war einmal wo der Meridian diese Relation bis Malmö lief! Heute muss man da ziemlich oft umsteigen und warten da kann man schon mal Tage für planen!

  2. 1.

    Echt schlimm, was dort passiert ist. Den Verletzten gute Besserung!
    Im Prinzip ist dieser Unfall aber nur das, was fast täglich irgendwo in Europa passiert. Sollten wirklich alle Regeln eingehalten worden sein, wirft das die Frage auf, ob ein Bus für derart lange Strecken ein geeignetes Verkehrsmittel ist. Warum sind die Fahrgäste nicht mit der Bahn gefahren? Vermutete Antwort: weil es viel zu teuer ist.

Nächster Artikel