Anschlag auf Flüchtlingsheim in Nauen - Ex-NPD-Politiker Schneider ignoriert Aufforderung zu Haftantritt

Der ehemalige NPD-Politiker Maik Schneider (r) (Quelle: dpa/Bernd Settnik)
Bild: dpa/Bernd Settnik

Der Ex-NPD-Politiker Maik Schneider hat eine Ladung zum Haftantritt wegen des Brandanschlags auf eine Turnhalle in Nauen ignoriert.

Schneider hätte sich am 14. Juli in der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben melden müssen, um dort seine Gefängnisstrafe anzutreten. Dort ist er aber nicht aufgetaucht. Das bestätigte sein Rechtsanwalt am Mittwoch dem rbb. Die Staatsanwaltschaft kann nun einen Haftbefehl gegen Schneider beantragen.

Der Neonazi aus Nauen ist wegen des Brandanschlags im Jahr 2015 bereits rechtskräftig verurteilt. Über die genaue Höhe der Gesamtstrafe muss das Landgericht Potsdam demnächst noch entscheiden.

Korrekturhinweis: In einer früheren Version des Textes hießen es: "Er [der Strafverteidiger] rechne nun mit einem Haftbefehl gegen Schneider." Dies ist nicht der Fall, wir haben die entsprechende Stelle korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 2107.2021, 19:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    Der Typ verarscht doch alle. Die Skrubellosigkeit dieses Nazis ist erschreckend und macht mir echt Sorgen.

  2. 2.

    Bei versäumtem Haftantritt sollte so etwas wie Säumniszuschläge beim Finanzamt geben. Die Haft sollte sich dadurch verlängern oder Hafterleichterungen sollten später möglich werden.
    Ach ja, Gefängnisausbruch ist ja auch nicht sanktioniert und wahrscheinlich aus demselben Grund wie versäumter Haftantritt: Freiheitsdrang ist menschlich. Also muss behördlich nachgeholfen werden, indem er der Haft zugeführt wird.
    Wenn man sich als Deutscher in ein Land ohne Auslieferungsabkommen mit D absetzt, hat man sich selbst in seiner Freiheit beschränkt und zusätzlich wartet noch die Haft in D. Das halte nur wenige bis zum Lebensende durch. Eher Ausländer, die hier verurteilt wurden.

  3. 1.

    Neonazi und Feigling...passt doch.

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