Nach Rat von Ex-THW-Präsident Broemme - Berlin prüft Wiederaufbau von Sirenen zur Warnung vor Katastrophen

Archivbild: Eine Sirene auf einem Hausdach vor dem Stadtpanorama. (Quelle: dpa/R. Vennenbernd)
dpa/R. Vennenbernd
Video: Brandenburg Aktuell | 21.07.2021 | K. Zummack | Bild: dpa/R. Vennenbernd

Wie warnt man Menschen vor Gefahren, wenn der Strom ausfällt? Ex-THW-Präsident Albrecht Broemme plädiert für analoge Sirenen. Die wurden in Berlin schon in den 1990er-Jahren abgeschafft - doch jetzt prüft der Senat, sie wiederzubeleben.

Der ehemalige Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, hat sich dafür ausgesprochen, beim Katastrophenschutz analoge Sirenen einzusetzen. Das Hochwasser in mehreren Bundesländern habe die Notwendigkeit der eigentlich in die Jahre gekommenen Technologie bewiesen, sagte Broemme dem rbb. "Der Stromausfall, der Ausfall der Kommunikationssysteme, hat gezeigt: Etwas Unabhängiges wäre gut, um die Bevölkerung zu informieren, als Weckruf."

Eine Anschaffung solcher Sirenen will Berlin jetzt prüfen. Die Innenverwaltung werde dem Senat ein entsprechendes Konzept vorschlagen, sagte ihr Sprecher Martin Pallgen am Mittwoch. Bis Ende des Jahres soll es erste Ergebnisse zur Frage geben, ob und an welchen Stellen akustische Warnungen wieder sinnvoll seien.

Sirenen bis in die 1990er-Jahre in Berlin

Die kosten- und wartungsintensiven Sirenen wurden in Berlin laut Innenverwaltung bis in die 1990er-Jahre vom Bund betrieben und dann nach dem Ende des Kalten Krieges abgeschafft. In Brandenburg dagegen sind nach Aussagen des Innenministers Michael Stübgen (CDU) 2.500 Sirenen noch vorhanden. "Trotzdem hat im letzten Jahr der Warntag gezeigt, dass sie nicht hinreichend funktionieren", sagte er am Mittwoch im rbb Fernsehen. Probleme gebe es insbesondere mit alten Sirenen, die nicht direkt von der Leitstelle geschaltet werden können und nicht über alle Notsignale verfügen.

Broemme betonte, es komme darauf an, die Bevölkerung auch ohne digitale Technik zu erreichen. Das Warnsignal würde automatisch den Ernst der Lage deutlich machen, so Broemme. "Dann muss man wissen, was zu tun ist: Radio einschalten, eines mit Batterien und Kurbel." Allerdings seien Sirenen allein nicht ausreichend für den Katastrophenschutz. Broemme sprach sich auch dafür aus, eine bundesweite Analyse zum Abfließen von Regenwasser zu machen.

Schon vor einigen Monaten hatte der Bund ein Förderprogramm für Sirenen aufgelegt. "Die Sirene ist wegen der Einzigartigkeit der Weckfunktion vor allem nachts wichtig", sagte der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) geht davon aus, dass die Bevölkerung vor Gefahren künftig auch per SMS gewarnt wird. Das sagte der Politiker am Mittwoch.

Broemme rät bei Wiederaufbau zu alternativen Standorten

Beim Wiederaufbau von zerstörten Eigenheimen und historischen Innenstädten rät Broemme dazu, die Lage genau zu untersuchen. "Wir werden noch mehr Unwetter bekommen, in noch kürzeren Abständen", so Broemme. Gegebenenfalls müsse auch über alternative Standorte der Neubauten nachgedacht werden.

Broemme wurde 1992 mit erst 39 Jahren Leiter der Berliner Feuerwehr, 2006 erfolgte die Ernennung zum Präsidenten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Im März 2020 beauftragte ihn die Senatsverwaltung für Gesundheit, das Corona-Notfallkrankenhaus in der Messe Berlin aufzubauen. Später organisierte Broemme auch den Aufbau der sechs Berliner Impfzentren.

Sendung: Inforadio, Nachrichten, 21.07.2021, 16 Uhr

83 Kommentare

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  1. 83.

    Mit Sirenen ist es ja wohl nicht getan. Folgen müssten Sicherheitskonzepte für den Katastrophenschutz und die auch nicht nur auf dem Papier.

  2. 82.

    Die Sirenen sind ein erster Schritt; viel wichtiger wäre aber eine holistische Betrachtung.

    Wie kann im Katastrophenfall die Bevölkerung a) schnellstmöglich über eine Gefahrenlage informiert werden und b) mit weitergehenden Informationen versorgt werden, wie sie sich zu verhalten haben (z.B. ob, wann, wo und wie evakuiert werden muss).

    Klar, in Japan existiert eine andere Lebenswirklichkeit, aber ich war mehr überrascht wie gut ihr "J-Alert"-System funktioniert. Sowohl bei einem Raketenalarm, als auch bei einem Taifun wurden sofort und über alle Kanäle informiert. Deren System is so gut, dass selbst Radios und TV-Geräte (als visuelle Hilfe) automatisch angehen um die Bevölkerung zu informieren, auch wenn die omnipräsenten Lautsprecheranlagen vielmals ausreichen würden. Für Ausländer gibt es zusätzlich eine App, die in der Besuchersprache über weitere informiert, z.B. wo die nächste Turnhalle/Schule ist, wie ich mein Konsulat erreiche etc. etc.

  3. 81.

    Früher gab es in jeder Dorfkirche die Feuerglocke....

  4. 79.

    Die „Hardware“ ist das eine, das Wieder-vertraut-machen der Bürger damit, was die Signale bedeuten, die viel schwerere Aufgabe!

  5. 78.

    Oh, ja!
    Ich habe es auch einmal nach der "freien" Wirtschaft in einer Behörde "versucht"!
    Habe leider nicht durchgehalten ... "hanebüchen" teilweise noch nett ausgedrückt.
    Halten Sie bitte durch - der ÖD kann Sie sicherlich gut gebrauchen ;-)

  6. 77.

    Leider sind Hörgeschädigte nicht oder nur unzureichend - während des Schlafens gar nicht - durch Sirenen erreichbar. Radio und TV - sofern sie funktionieren nützen nicht, wer nicht hören kann, hört auch kein Radio. Ansonsten sind Sirenen eine gute Sache. Es MUDS an Hôrgeschädigte gedacht werden - betroffen sind gut 20% der Einwohner Deutschland. In allen Altersgruppen!

  7. 76.

    Was es hier so schwer macht? Ich nenne das Zauberwort "Bürokratie" - ich arbeite in einer Behörde und kenne mich als jemand, der mal aus der Wirtschaft kam, da bestens aus...... Es ist hanebüchen......

  8. 75.

    Haarsträubend finde ich nicht nur die ständige Befragung von Hr. Broemme, sondern sein Plädoyer für die Neuanschaffung, wo er doch als damaliger LBD den Abbau mit zu verantworten hat.

  9. 74.

    Sirenen sind nicht schlecht, aber man sollte darüber den SMS Cell Broadcast nicht vergessen. Das nutzen schon viele Länder erfolgreich, USA, Japan, Litauen, Griechenland, Rumänien..! Und es wird kaum neue Infrastruktur gebraucht, alle Handys können es bereits - und alle Mobilfunknetze auch, wenn sie nur einmal richtig konfiguriert werden. Der Bund muss nur eine Stelle schaffen, die Meldungen z.B. vom europäischen Hochwasser-Warnsystem EFAS dort auch einspielt. Zum Beispiel beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz, das, wie wir ja jetzt lernen mussten, bisher nicht mit so etwas beauftragt wurde.

  10. 73.

    Ihre Argumentation geht an meinem Anliegen vorbei. Sirenen und Radio sind nützlich, aber leider nicht für Hörgeschädigte. Wie ich das automatische SMS-Warnsystem nach der Beschreibung verstanden habe, läuft das nicht über das übliche Netz und hat damit auch bei Ausfall der üblichen Funknetze eine Chance, Menschen zu erreichen. Das wäre eine gute Ergänzung.

  11. 72.

    Ich habe nichts gegen Sirenen. Sie reichen nur nicht aus. Das automatische SMS-Warnsystem könnte diese Lücke füllen.

  12. 71.

    Tut mir leid, aber Sie scheinen meinen Beitrag mit einem anderen verwechselt zu haben. Bei mir ging es um die Lage der Hörgeschädigten. Darauf hatten Sie ja auch reagiert

  13. 70.

    Sie haben einfach Recht. Spätestens mit der Ernennung der neuen Bundesregierung landen alle guten Vorschläge, welche finanzielle Mittel erfordern, in irgendeiner Akte in einem riesigen Aktendepot und werden so weit wie möglich schnellstmöglich vergessen... :-(

  14. 69.

    Da sind Sie im Irrtum. Sehgeschädigte profitieren im Unterschied zu Hörgeschädigten sowohl von Sirenen als auch Radios.

  15. 68.

    Antwort an Partymaus
    Ihre Antwort zeugt von totaler Unkenntnis der Situation der Hörgeschädigten. Wenn es um Gefahrensituationen geht, brauchen die eine schriftliche Warnung, weil akustische Signale durch Sirenen und Radios von ihnen schlicht nicht wahrgenommen werden können. Das ist kein Meckern sondern eine Tatsache.

  16. 67.

    Lange nicht mehr in Berlin gewesen, Prenzlauer, stimmt's? Die Mauer, die das Hochwasser vom Regentief zuverlässig am Ausreisen nach West-Berlin gehindert hat, ist seit 30 Jahren weg! Seither können Regen, Sturm, giftige Gase und Rauchentwicklung bei Bränden auch Stadtteilgrenzen zügig passieren, ohne dabei einem Sachsen die Ausweispapiere zeigen zu müssen..

    Wir Berliner schätzen das übrigens sehr. Auch, wenn die Feuerwehr in Friedrichshain Kreuzberg nicht nur den Westteil des Bezirks löscht...

  17. 66.

    Schon mal was von Suchmaschinen gehört? EInmal eingegeben, viele Ergebnise. Gern geschehen.

  18. 65.

    Sehr gut kommentiert. Ich kenne Sirenen noch aus meiner Grundschulzeit. Und sie zeigten durchaus auch ihre Wirkung.

  19. 64.

    > "Also die Sirenen in der DDR dienten garantiert nicht der Vorwarnung vor einem Atomschlag."
    Doch auch, weil dies ebenso ein Katastrophenereignis wäre:
    Sirenenton auf und abschwellend 1 Minute lang.

    > "Wir wurden damals als Kinder sogar darüber an den Schulen informiert."
    Jepp! Ich kann mich auch an 2 Großübungen mit allem Sirenengeheule während meiner Schulzeit erinnern.

  20. 63.

    Und es wird wie immer sein, es wird nichts passieren. Jetzt der Aufschrei von allen Seiten, dieses Mal muss lauter geschrien werden, denn es ist nicht nur eine Katastrophe sondern auch noch Wahl ist. Aber am Ende wird vielleicht symbolisch eine Sirene in Dienst genommen und das war es. Vorheriges Jahr hat der Bundeswarntag überhaupt nicht geklappt und auch da gab es große reden, was war die Konsequenz dieses Jahr wurde er abgesagt.

  21. 62.

    Sirenen gab es bereits vor (!) dem zweiten Weltkrieg nicht nur auf beiden kriegführenden Seiten, sondern in jedem halbwegs zivilisierten Land der Welt. Früher waren Feuer mit vielen Toten, bedingt durch mangelhaften Brandschutz dem häufigeren Umgang mit offenem Feuer und durch die Bauweise der Häuser, wesentlich häufiger. Da brauchte man ein einfaches effizientes Alarmsystem. Zuerst gab es nur den Feueralarm. Die weiteren Sirenensignale wurden je nach Bedarf eingeführt, es war und ist richtig diese wieder aufzubauen bzw. weiter zu nutzen!

  22. 61.

    Bei mir im Ort gibt es immer noch Sirenen und sie werden sogar noch benutzt. Das finde ich einfach toll! Begründung : Nicht alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben einen eigenen Funkpieper. Falls bei einem z. B. Brand alle Mitglieder gebraucht werden, werden die Sirenen aktiviert. Das Gleiche gilt für den Probealarm dienstags um 18.00 Uhr, ein kurzes einmaliges aufheulen der Sirenen für rund 10 - 15 Sekunden. Klar es ist nicht schön, wenn man daneben wohnt oder sich dort aufhält. Die verschiedenen Warnapps habe ich ebenfalls seit Jahren auf meinem Handy, diese arbeiten aber erst seit diesem Jahr halbwegs brauchbar... Rühmliche Ausnahme ist die vom DWD, diese funktioniert richtig, solange ich sie schon auf dem Handy habe (Vollversion seit mindestens 8 Jahren). Zu den Sirenentönen und deren Bedeutung käme auch eine Merkseite in Papierform (Zustellung und Verteilung z. B. über Amtsblätter) in Betracht, diese müsste nur regelmäßig wiederholt werden. Punktgenaue Auslösung ist ohne weiteres möglich. Satellitengesteuert über Solarzellen und Pufferbatterie, ein sehr guter Ansatz von einem anderen Kommentierenden! Da muss allerdings dann auch die Informationskette vollständig funktionieren und nicht Informationen (wie jetzt bekannt wurde) unterschlagen werden. Die Warn-SMS als Ergänzung und gesundheitlich eingeschränkte Verwandte sowie die Nachbarn zu informieren, muss selbstverständlich sein!

  23. 60.

    Ich fände es super wenn die Alarmsignal Sierren wieder kommen

    Und funktionieren

  24. 59.

    Ohne Quatsch, das wurde schon gesagt, Radio anmachen, welches und auf welchem Gerät auch immer.

  25. 58.

    egal, ob Sirene oder SMS oder der rbb unterbricht seine dauernden Coronastandsmeldungen oder meinetwegen Rauchsignal zur Warnung bei Gefahren - es muß nur eine kompetente Selle geben, die - 24 Stunden besetzt - überhaupt eine Warnung veranlaßt. Und die darf nicht nur bestehen aus Amtsrat Schlapp - Dienstzeit von Montag bis Freitag von 8.30 bis 16.45.

  26. 57.

    Naja, wenn man es nicht besser weiss. Also die Sirenen in der DDR dienten garantiert nicht der Vorwarnung vor einem Atomschlag. Es gab bei den Sirenen mehrere unterschiedliche Lang- und Kurzeitsignale-Intervalle, die ankündigten, welche Art einer Gefahr besteht. Wir wurden damals als Kinder sogar darüber an den Schulen informiert.

  27. 56.

    Also bei uns in Pankow gibt es noch die Sirene der Freiwilligen Feuerwehr und bei der Übung im letzten Jahr hörte man sie gut. Schon bei der Übung wurde deutlich, dass andere Warnsysteme nicht ausreichend funktionieren. Aber Übungen werden ja von unseren Politikern einfach ignoriert. Es müssen immer erst Menschen sterben damit gehandelt wird, traurig.

  28. 55.

    "Warum sollten in ganz Berlin die Sirenen angehen, wenn in Spandau eine Brücke einstürzt..."
    Wenn es "die Eine" ist .....
    Weil die Berliner dann mit der Bimmelbahn nicht mehr ohne "Paris-Rom-Pape Str. (alt. Erkner)" nach z.B. Hamburg kommen. Immer dieses Spandaubashing.
    Aber Prenzlau hat ja auch Brücken
    https://www.brueckenweb.de/2content/datenbank/bruecken/3brueckenblatt.php?bas=74556
    Naja ...

  29. 54.

    Wo kaufe ich ein Radio mit Kurbel? Bei Mckatastrophe?

  30. 53.

    Was soll immer dieser Sinnlos-Vergleich mit der DDR?
    Klar fanden wir Kinder die Sirenen cool.
    Aber sie dienten einem Atomaren Erstschlag.
    Warum sollten in ganz Berlin die Sirenen angehen, wenn in Spandau eine Brücke einstürzt oder in Hellersdorf ein paar Keller vollaufen???
    Diese Sirenen- oder Warn-SMS sind typische Sommerloch-Debatten bzw. Politische Nachläufer, wenn es irgendwo ein Unglück gab.

  31. 52.

    Eine Sirene die vor der Verklärung der "DDR" warnt wäre auch nicht schlecht.
    Ohne Selbstschussanlage natürlich.

  32. 51.

    Vor allem muss man davon ausgehen, dass diese Sirenen dann für Politische Zwecke missbraucht werden:
    - 19Uhr Sirenen als Klatsch-Ersatz für das Klinikpersonal
    oder wie wär's mit
    - Sirenen gegen die Erderwärmung? Am besten mittags um 12. Damit die Sonne weiß, was hier los ist.

  33. 50.

    Wer bitte weiß was die verschiedenen Sirenentonfolgen bedeuten, ich denke die wenigsten.
    Die Landschaft, insbesondere die Täler, wurden in den zig tausenden Jahren nicht durch friedlich dahin pläschernde Bäche und Flüsse geformt sondern immerfort durch starke Wassermengen in Unwetterlagen.Nur waren die Gewässer früher nicht in Ufermauern und Deichen eingefercht, was deren Fließgeschwindigkeit dramatisch erhöht. Die Fluten konnten sich in der Fläche ausbreiten. Und wir werden sehen, die Menschen werden wieder in ihre alten Häuser zurückkommen und andere werden wieder an gleicher Stelle neu bauen. Dazu kommt, dass diese Häuser nicht von den Versicherungen gegen Elementarschäden abgesichert werden.
    So wie in der Vergangenheit wird es wieder neue Unwetter und Überschwemmungen geben, nur vielleicht stärker und öfter. Was sollen die Leute also in den gefährdeten Lagen tun? Wegziehen? Wohin aber - Grundstücke sind teuer und der Bestand endlich.
    Die Menschen sind in einer Zwickmühle.

  34. 49.

    Die Sirenen werden in Berlin an vielen GRÜNRn scheitern.
    1. Wir brauchen Sie nicht, weil bei Uns in Berlin regnet es Nie und unsere Flüsse sind viel kleiner.
    2. Die öffentliche Verwaltung ist nicht der Eigentümer der von ihr genutzten Gebäude. Wo also aufstellen ?
    3. Wir wollen Sie nicht, weil Sie UNS daran erinnern, daß wir hilflos ausgeliefert sind. Da könnten Wir ja auch gleich Kirchenglocken läuten.
    4. Es gibt eh zu viele Menschen die Sie nicht ernst nehmen.
    5. Uns kann nichts passieren, wenn Wir nur den Kopf tief genug in den Sand stecken.
    6. Wir wollen Uns auf keinen Fall in ein Ordnungssystem einfügen lassen.
    Die Erde kann auch ohne Berlin Alt werden.

  35. 47.

    Warum nicht kombinieren? Sirene ertönt > Inforadio anmachen > auf das (wenn vorhanden) Handy schauen > Fenster aufmachen, um Lautsprecherwagen zu hören...

  36. 46.

    Ohne Quatsch: Ich frage mich auch, was man dann konkret tun würde, wenn die Sirenen angehen: Beispiel Unwetterwarnung mit Starkregen. Komplett im Keller von EFH Strom abstellen und gfs wer weiß wie lang im Obergeschoss im Dunkeln (gfs im Winter dann ohne Heizung) sitzen, aus der Erdgeschosswohnung mit Kind und Kegel ins obere Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses gehen und dort stundenlang sitzen und warten? Sofortiges Gehen in andere Bezirke/ins Umland? Müssen körperlich Beeinträchtigte dann auf die reine Eventualität sofort etwas veranlassen?
    Was macht man wirklich? Wie konkret/zielsicher sind die Voraussagen? Das Problem ist nicht die Warnung selbst, sondern das, was Bürger damit anfangen können.
    Man braucht aber sicher ein mehrstufiges Warnsystem, neben Handymeldungen, die mit Nennung der konkreten Gefahrenlage und Anweisungen aufwarten, auch für nachts und für alle, die kein Handy (in Hörweite) haben, auch Sirenen.

  37. 45.

    Ohne Quatsch: Ich frage mich auch, was man dann konkret tun würde, wenn die Sirenen angehen: Beispiel Unwetterwarnung mit Starkregen. Komplett im Keller von EFH Strom abstellen und gfs wer weiß wie lang im Obergeschoss im Dunkeln (gfs im Winter dann ohne Heizung) sitzen, aus der Erdgeschosswohnung mit Kind und Kegel ins obere Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses gehen und dort stundenlang sitzen und warten? Sofortiges Gehen in andere Bezirke/ins Umland? Müssen körperlich Beeinträchtigte dann auf die reine Eventualität sofort etwas veranlassen?
    Was macht man wirklich? Wie konkret/zielsicher sind die Voraussagen? Das Problem ist nicht die Warnung selbst, sondern das, was Bürger damit anfangen können.
    Man braucht aber sicher ein mehrstufiges Warnsystem, neben Handymeldungen, die mit Nennung der konkreten Gefahrenlage und Anweisungen aufwarten, auch für nachts und für alle, die kein Handy (in Hörweite) haben, auch Sirenen.

  38. 44.

    Sehen wir es positiv: Wir haben durch den Abbau die Chance, jetzt zeitgemäße und vor allem bessere Lösungen umzusetzen. In Teilen der Hochwassergebiete gab es Sirenen, aber ohne Strom oder Datenkabel, die Sirene zu starten... Kommt auch kein Ton.

    Also Solarzelle + kleine Batterie + Satelliten-Internet. Lösungen dafür gibt es, z.B. um Internet in entlegene Dörfer Afrikas zu bekommen. Zudem spart man sich so ggf. die Verkabelung an entlegeneren Orten.

    Da entwickelt man einmal eine Basiskonfiguration, die man ggf. noch um mehr Sirenen o.ä. modular erweitern kann und das kann man dann in Masse relativ günstig (pro Stück) bestellen.

  39. 43.

    Bitte keine Sirenen sondern gleich Lautsprecher, damit auch jeden klar ist was los ist (Feuer, Flut, Terror, Meteorit..)
    und nicht das nach Jahren - ohne Katastrophe - einigen von einen Test-Alarm ausgehen. Da darf es keine Missverständnisse in der Alarm-Kommunikation geben.

  40. 41.

    Glocken Sirenen alles alt hergebrachte Instrumente. Ob zum Gottesdienst rufen oder die Feuersbrunst melden sind schon damals probate Mittel gewesen für solche Einrichtungen.

  41. 40.

    Ach deshalb war im letzten Jahr beim bundesweiten Warntag nichts zu hören. Na Berlin ist natürlich auch eine Insel der Glückseligen, wo in den nächsten 1.000 Jahren keine Naturkatastrophe vorkommen wird. Was sind wir doch naiv!

  42. 39.

    " Wie wäre es mit Kirchenglocken als Alarmsystem ? "

    das gab es in vergangenen Jahrhunderten ebenso wie Feuerrufer ,andere Alarmmöglichkeiten gab es damals nicht.
    Heute sind wir etwas weiter

  43. 38.

    Mein Gott, so einen Kommentar abzuschicken wäre mir echt peinlich, hat rbb24 wohl als Abschreckung freigeschaltet :-)))

  44. 37.

    „ Bürger müssten Warnungen auch ernst nehmen.“ Der Witz war gut. Wir hatten ja in den letzten Monaten genug Warnungen und man hat gesehen, wie Ernst die von einigen genommen wurden.

  45. 36.

    " Berlin prüft Wiederaufbau von Sirenen... "
    da gibt es nicht viel zu prüfen , die Kosten sind überschaubar , die Sirenen sind auch für Hörgeschädigte deutlich wahrnehmbar und haben sich im Krieg bei Fliegeralarm bestens bewährt . Die digitalen Warnungen sind zu störanfällig

  46. 35.

    In der DDR gab es jeden Mittwoch um 13 Uhr in der GANZEN DDR einen Funktionstest der Sirenen. Gesteuert wurde er aus Petersdorf. Mein Bruder durfte sich mal den Bunker ansehen.

    https://www.moz.de/lokales/fuerstenwalde/warntag-frueher-kam-der-alarm-aus-dem-bunker-fuchsbau-in-petersdorf-51220876.html

    Aber nach der Wende musste alles aus der DDR weg ...

  47. 34.

    Ne, ist weg. Mein Beitrag wurde wegzensiert. Nur weil ich Hr. Broemme Recht gab und auf die Versicherungspraxis verwies, dass nur Häuser am selben Standort wieder aufgebaut werden dürfen. Beim nächsten Hochwasser bezahlen sie dann nix mehr.

    Das könnte man auch mal regeln...

  48. 33.

    Hatten wir das nicht schon diskutiert als der Strom in Köpenick weg war?

  49. 32.

    Da hat man wohl wieder am falschen Ende gespart! Und das bundesweit! Ich habe nie verstanden, warum man solche Sirenen damals abgerissen hat!

  50. 31.

    Glockengebimmel an Feiertagen - naja, Ok; aber Sonntags, morgens, möglicherweise noch vor dem Aufstehen - geht gar nicht. Da könnte mal einer doch 'ne Bimmelapp entwickeln.

  51. 30.

    Ist doch alles da. Die Redaktion will doch auch mal was essen.
    Keep calm and eat Chocolate ;-).

  52. 29.

    Ich kann Ihnen sagen wie das Land Berlin mit seinen Katastrohenschutz umgeht. Nicht gerade besonders gut.

    Ein paar Millionen Taler im Doppelhaushalt und das war es dann auch schon. Die Fahrzeuge sind teilweise älter wie mancher Helfer. Ersatz? Na da ist Ostern Weihnachten und Himmelfahrt auf einen Tag ... ja dann gibt es mal Ersatz.

    Und jetzt will der Senat wieder Heuljulen anschaffen? Oh das hagelt dann wieder Klagen von Menschen die sich gestört fühlen. Ach ich freu mich schon auf den Tag wenn es mal in Berlin so richtig abgeht. Mal gucken was das kommt.

  53. 28.

    Akkus gepuffert oder per Handkurbel, gibts alles, kein Teufelszeug nur einheitlich in Ganz Dt. muss es sein, vielleicht in Ganz Europa

  54. 27.

    Huch - wo ist denn mein Kommentar von heute morgen? Sicher ein Versehen dass der nicht freigeschaltet wurde...
    Was ich angemerkt hatte war meine Verwunderung darüber dass immer (nur) Herr Broemme befragt wird, viel mehr würde mich die Haltung des in Berlin zuständigen Bereichs Katastrophenschutz bei SenInn interessieren- vielleicht könnte der RBB dort mal nachhaken.
    Ergänzend kann ich berichten dass Sirenen Anfang der 90er nach dem Ende des kalten Krieges in (ganz) Berlin nicht mehr als sinnvoll erachtet wurden und angesichts der Kosten für den Unterhalt "abgeschafft" wurden. Zu der Zeit war das auch nachvollziehbar - zusätzlich wollte man gerade den Generationen die Kriegssirenen kannten diese traumatisierten Töne nicht zumuten.
    Heute haben wir eine andere Situation und es müssen neue und zeitgemäße Wege gefunden werden. Und egal welcher Weg gewählt wird: Bürger müssten Warnungen auch ernst nehmen.

  55. 26.

    ....außerdem, es könnte ja sein, dass der papst krank ist. kirchenglocken, sollten mal am sonntagmorgen und zu feiertagen bimmeln, aber nicht im katastrophenfall, meine meinung.
    gruß

  56. 25.

    schon richtig, aber auch diese werden wohl heute nicht mehr ala "ein zombie hängt am glockenseil" betrieben.
    klappt alles nur mit notstromversorgung/akku - aber dass ist bestimmt das kleinste problem.
    gruß

  57. 24.

    ......und in berlin rudow bis ende der 80er jahre garantiert auch. bei der feuerwache rudow funktinierte diese jedenfalls.
    gruß

  58. 23.

    Wie wäre es mit Kirchenglocken als Alarmsystem ? Davon haben wir doch wahrlich viele in dieser Republik . Bin mir sicher, wenn diese pausenlos bimmeln hört es auch irgendwann der letzte Tiefschläfer.

  59. 22.

    Weshalb wurde mein Kommentar zensiert? Weil ich sagte im 2.Weltkrieg hat das Sirenensystem funktioniert?
    Traurig, wenn dies der Grund sein soll.
    Nicht alles was in kriegen entwickelt wird bzw zum Einsatz kommt ist furchtbar.

  60. 21.

    Doch. Sirenen kann man mit unabhängiger Energieversorgung ausstatten.

  61. 20.

    Diese lassen sich -unabhängig vom Stromnetz- mit Verbrennungsmotoren betreiben. Entweder als lokale Stromerzeuger oder die Sirene wird direkt vom Motor angetrieben.
    Und ja: Auch kleinere Sirenen lassen sich mit einer Handkurbel betreiben.

  62. 19.

    Für die digitalen Systeme werden sicherlich auch Sendemasten benötigt und da gibt es doch die ach so schädlichen Strahlen. Ich glaube bis zum nächsten Katastrophenfall werden wir auch kein Warnsystem haben und die ganze Diskussion beginnt von vorn. Deutschland einig Jammerland.

  63. 18.

    Das ist ein Irrtum, nicht alles wurde abgeschafft, weil es aus dem Osten kam. In westdeutschen Städten und Gemeinden gab es diesen Probealarm auch.

  64. 16.

    Jammer, Jammer, Jammer. Vielleicht könnten Sie ja mit einer Fahne wedelnd durch die Straßen laufen, wenn die Sirenen heulen. Aber, Moment: Was ist dann mit den Hörgeschädigten mit Sehschwäche?

  65. 15.

    Was denn nun - sollen Sirenen aufgestellt werden oder nicht? Falls ja, kostet es Geld. Fertig. Versteht (fast) Jeder. Übrigens wurden im Westen in den Neunzigern auch die Sirenen abgebaut, von wegen "weil es aus dem Osten kam". Wie kommen Sie auf die Idee, Sirenen seien eine ostdeutsche Erfindung? Und natürlich wäre Ihr Beitrag nicht komplett ohne den Verweis auf die Bundestagswahl.

  66. 14.

    Sirenen und Cell Broadcast, so wie in andren Ländern auch. Was ist daran so schwer? Warum braucht es Apps, die dann doch nicht funktionieren? Man hat doch beim "Warntag" gesehen, dass das deutsche System überhaupt nichts bringt.

  67. 12.

    Ja Herr Dr. was ist aber wenn kein Sendemast Strom hat oder wie in der Behindertenhilfe dort in Erft Was ist da. Katastrophenschutzy/warnung muss Technik sein die ohne Technik funktioniert. Zur Not mit Handkurbel und Kurbelinduktor aus der Zeit der Erfindung der Telegraphie. Ich kenn alle Ihre Gegenargumente und lasse keine gelten. SMS + Hightech kann trotzdem sein.

  68. 11.

    Der Probealarm am Samstag Mittag war keine Sache, die es nur im Osten gab. Gab es in meiner Kindheit in Südniedersachsen auch. Meiner Meinung nach sollten sowohl der Sirenenalarm als auch die SMS-Warnung eingeführt werden.

  69. 10.

    Der Stromausfall in Köpenick hat doch gezeigt das Systeme mit Zugriff auf das handynetz relativ schnell aussteigen.
    @ Dr R. Sprigade
    Wenn diese Sirenen angehen, dann wird auch ein Hörgeschädigter dieses mitkriegen bzw die Nachbarschaft wird ihm es mitteilen. Klingt jetzt etwas hart, aber im 2.Weltkrieg waren die Sirenen das Standardmittel und ich denke mal auch schon damals war es möglich Hörgeschädigte zu informieren.

  70. 8.

    Ich bin auch 60+, und habe NINA und KATWARN auf meinem Smartphone. Aus dem Stromausfall in Köpenick habe ich gelernt und mir einen kleinen Vorrat an Batterien, Powerbanks und Kerzen angelegt. Aber für all die, die sich um nix kümmern finde ich eine Sirene als Weckruf schon angebracht.

  71. 7.

    Genau damit habe ich gerechnet, die ewigen Mekerer finden immer etwas zu meckern.
    Als es um die Warnung per Smartphone ging hieß es, was machen die die kein Smartphone haben?
    Jetzt bei den Sirenen, was machen die Hörgeschädigten …
    Bei der SMS-Warnung werden die Möchtegerndatenschützer und die „ich will sowas nicht auf meinen Handy“ wieder rumnörgeln.

  72. 6.

    Die Sirenen gab's im Westen auch. Nach meiner Erinnerung wurden die in den 50er und 60er Jahren auch regelmäßig getestet, zweimal im Jahr.
    Der Zivil- und Katastrophenschutz ist dann ab den 90er Jahren deutlich abgebaut worden. Warum? Tja, das müßten die Regierungen in Bund und Ländern beantworten.

  73. 5.

    Sorry, aber sind die Sirenen jetzt schlecht, da es Hörgeschädigte gibt?
    Gibt es vielleicht einen Nachbarn, der da "einspringen" kann oder gibt es das heute nicht mehr?
    Erstmal meckern ist das NEUE Motto und jede kleinste Kleinigkeit vor dem großen Ganzen diskutieren.
    So langsam verstehe auch ich, warum in Deutschland alles ewig dauert!

    P.S. Bitte auch an die denken, die keine SMS empfangen können oder durch eine Sehschwäche damit Schwierigkeiten haben!
    (Nicht ganz ernst gemeint!)

  74. 4.

    In der ehemaligen DDR gab es in jedem Ort eine Sirene. Jeden Sonnabend um 12.00 Uhr gab es in allen Orten eine sogenannte Funktionsprobe.
    Alles wurde abgeschafft, weil es aus dem Osten kam. Heute erfindet man das Fahrrad ein 2 x mal.
    Da werden wieder Million von Euro bereitgestellt.
    Das muß noch kurz vor Bundestagswahl auch nicht verstehen?.

  75. 3.

    Das mit der Warnung durch Sirenen ist ja nicht schlecht, aber wo bleiben da die Hörgeschädigten, denen eine akustische Warnung nichts nützt? Da ist das automatische SMS-Warnsystem, das noch nicht eingerichtet ist, die bessere bzw. zusätzliche Variante.

  76. 2.

    Er hat natürlich völlig Recht mit dem Wiederaufbau an alternativen Standorten. Aber Versicherungen zahlen gerne nur die Sanierung des vorhandenen Standortes, nicht aber den kompletten Neubau auf einem neu zu kaufenden Grundstück. Und den nächsten Wasserschaden am alten Grundstück zahlen sie auch nicht mehr, schließlich wusste man um die Gefahr erneuter Überflutungen.
    Ich sehe da Regelungslücken, die der Gesetzgeber bearbeiten muss...

    Und ja, eine Sirene ist die einfachste, schnellste und günstigste Lösung vieler Probleme in Deutschland, wo es mit der Digitalisierung ja nicht so klappt..

  77. 1.

    Ich bin der Meinung, Herr Broemme hat vollkommen recht. Was nutzen uns digitale Kommunikationssysteme, wenn diese im Katasprophenfall nicht funktionieren? Plan B wären analoge Systeme, sprich Sirenen und das gute alte Batterieradio (Menschen unter 30 wissen evtl. nur durch die Eltern, wie´s geht). Zur Versorgung im Katastrohenfall dient eigentlich auch die Zivile Notfallreserve, von der hier jedoch niemand redet. Besondere Ereignisse wie die Corona- Pandemie und nun wieder einmal das Hochwasser zeigen uns die Schwächen im System. Ich bin 60+ und kann mich noch gut daran erinnern, dass es bis zum Ende der 1980er Jahre jd. Mi. um 12 Uhr einen Zivilschutz-Probealarm gab. Auch hatten wir regelmäßig (so 3-4x jährlich) Zivilschutz-Übungen, die von den Arbeitsstätten organisiert wurden. Aus heutiger Sicht eine nach wie vor sinnvolle Maßnahme. Aus Kostengründen hat der Bund diese nach der Wende eingestellt und, wie ich finde, damit an falscher Stelle gespart. Wie immer...

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