Berlin und Brandenburg - Gewitter und Sturmböen in Region möglich - aber kein Dauerregen erwartet

Dunkle Wolken eines Gewitters sind am Nachmittag über den Feldern zu sehen. (Quelle: dpa/Jan Eifert)
dpa/Jan Eifert
Audio: Fritz | 15.07.2021 | Anja Haufe | Bild: dpa/Jan Eifert

Eine neue Gewitterfront soll ab Donnerstagnachmittag über der Region aufziehen. Lokale kräftige Gewitter mit Starkregen sind möglich - von sintflutartigen Regenfällen wie in Westdeutschland soll die Region aber verschont bleiben.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in den kommenden Tagen in Berlin und Brandenburg keinen Dauerregen wie im Westen Deutschlands. Am Freitag und Samstag gebe es nachmittags und abends jedoch das Potenzial für kräftige Gewitter mit Starkregen, sagte ein Meteorologe des DWD in Potsdam am Donnerstag.

Es sei nicht ausgeschlossen, dass örtlich bei einem "Gewittervolltreffer" auch mal der eine oder andere Keller volllaufe. Weggespülte Straßenzüge wie in Teilen Westdeutschlands seien aber nicht zu erwarten, sagte der Meteorologe weiter.

tagesschau.de

Ab Nachmittag kommt von Südosten Gewitterluft

Lokale Gewitter sind in Berlin und Brandenburg bereits am Donnerstagnachmittag möglich. "Denkbar ist punktuell Starkregen mit Niederschlägen von 15 bis 30 Litern pro Quadratmeter", sagt Ronny Büttner von DTN Wetterwelt. Möglich sei räumlich und zeitlich eng begrenzt auch kleinkörniger Hagel. Von sintflutartigen Regenfällen wie im Südwesten Deutschlands bliebe die Region aber verschont, sagt auch Büttner voraus.

Bis zum Mittag bleibt es in Berlin und Brandenburg überwiegend trocken - am längsten bleibt das Wetter zwischen Prignitz und Havelland stabil. Zum Nachmittag hin ziehen dann vom Südosten Brandenburgs labile, feuchtwarme Luftmassen Richtung Berlin. Die Luft hat laut Wetterwelt subtropischen Charakter und ist sehr gewitteranfällig. Wann und wo Gewitter auftreten, sei jedoch erst 20 bis 60 Minuten zuvor genau vorhersehbar.

Sonntag kommt die Sonne wieder

Auch in der Nacht zum Freitag soll es bei schwachem Wind weiterhin verregnet und wolkig bleiben. Vereinzelt kann es noch zu Gewittern kommen. Die Höchsttemperatur liegt am Donnerstag bei 28 Grad und kühlt sich in der Nacht auf 15 bis 18 Grad ab.

Bis zum Samstagabend bleibt das Wetter in Berlin und Brandenburg unbeständig, weiterhin ist mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Zum Sonntag ziehen die subtropischen Luftmassen ab. Mit deutlich kühleren Temperaturen ist dann wieder mit heiterem Wetter zu rechnen. Auch die kommende Woche beginnt kühl, aber sonnig bei 20 bis 23 Grad Tagestemperatur.

Viele Tote in Hochwassergebieten im Westen

Nach den schweren Unwettern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen haben die Rettungskräfte am Donnerstag zahlreiche Todesopfer geborgen [tagesschau.de]. Viele Menschen werden noch vermisst.

Die starken Überflutungen verursachten schwere Schäden. Die Folgen der Hochwasserkatastrophe blieben im Verlauf des Donnerstags in vielen Orten unübersichtlich. In der Katastrophenregion stürzten Häuser ein oder sind vom Einsturz bedroht. "So eine Katastrophe haben wir noch nicht gesehen. Es ist wirklich verheerend", sagte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), in Mainz.

Brandenburg schickte einen Spezialhubschrauber in die betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz, auch Berlin hat Hilfe für die Katastrophengebiete angekündigt.

Die mit einer Drohne gemachte Aufnahme zeigt die Verwüstungen, die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort Schuld angerichtet hat.Die mit einer Drohne gemachte Aufnahme zeigt die Verwüstungen, die das Hochwasser der Ahr in dem Eifel-Ort Schuld angerichtet hat.

Sendung: Inforadio, 15.07.2021, 6 Uhr

12 Kommentare

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  1. 12.

    Meiner bescheidenen Meinung nach ist der Drop mit der kurzen oder längerfristigen Rettung der Erde schon seit 100 Jahren gelutscht. Alle politischen Entscheidungen bzgl. Klimaschutz die in 2021 getroffen werden, wirken erst in ein paar hundert, wenn nicht 1000 Jahren. Und bis dahin? Müsste so viel Geld in Dämme, Abwasserkanäle aus Städten etc. investiert werden was sich kein Land leisten kann. So siehts leider aus!


    "Natürlich sind diese Starkregen zum Teil auch die Folge des Klimawandels, aber Flächenverbrauch, Flussbegradigung und Versiegelung machen die Folgen eben noch schlimmer."

  2. 11.

    Hallo Neuköllnerin, vielen Dank für den nützlichen Tip. Da bin ich wirklich sehr dankbar für!

  3. 10.

    Zunächst mal Zustimmung, aber eine Sache müssen Sie mir erklären:
    In den Medien läuft gerade rauf und runter, dass durch die Erderwärmung immer mehr Starkregen entstehen wird.
    Bis vor einer Woche hieß es:
    Es werden immer heftigere Dürren kommen, Wasserknappheit droht.
    Also die ganzen Klimaideen mit Elektroautos und Windrädern, die womöglich noch Flächen versiegeln, werden wohl am Wetter und den Katastrophen der nächsten 1.000 Jahre gar nichts ändern.
    Wir sollten lieber der Umwelt Raum zur Entfaltung lassen.

  4. 9.

    Genau.
    Hoffen wir mal, dass die Infrastruktur und das Personal für die Daseinsvorsorge noch ausreicht.
    Aber statt dieser ganzen Klimapanik, die schon wieder läuft, sollten endlich mal die wirkungsvollen Dinge gemacht werden.
    Flüssen Raum lassen, mehr Personal in der Landschaftspflege anstatt 1.000 Experten und Klimademos.
    Man muss dem Wetter Raum geben und sich anpassen sowie den Katastrophenschutz aufstocken.

  5. 8.

    Ich schau deshalb immer auf den Agrarwetterbericht, z.B. Proplanta. Für Landwirte ist die Zuverlässigkeit auch sehr wichtig und ich bin auch als Radlerin sehr zufrieden damit ... vielleicht hilft es Ihnen ja auch!

  6. 7.

    Angesicht dessen,was den Menschen in NRW und natürlich auch Rheinlandpfalz grad passiert,ist es doch echt schnuppe,ob oder welchen Vorteil Politiker davon haben oder haben könnten. Wichtig ist, dass den Menschen schnell geholfen wird und ob sich das an der Wahlurne bemerkbar macht,muss sich erst noch zeigen.

  7. 6.

    Hallo hdittmar! Ich würde mir sogar wünschen, dass man den Großraum Berlin in der rbb Vorhersage explizit hervorhebt. Als Berliner finde ich es jetzt nicht so wichtig, wie das Wetter in der Prignitz oder der Uckermark ist. Ist zwar für die dort lebenden schön, aber Berlin ist so eine große Stadt, dass man die Vorhersage in jedem Fall auch für Berlin hervorheben sollte. Als Berliner können wir uns regelmäßig was von den Vorhersagen aussuchen. Wir liegen in der Mitte und wenn ich beispielsweise lese "Von Westen aufziehende Gewitter", dann weiß ich nie, ob es bis Berlin kommt oder nicht. Ist jetzt nur so ein Beispiel.

  8. 5.

    Hallo Paula! Er leistet aber für Laschet Wahlkampfhilfe. Er kann jetzt ganz den besorgten und mitfühlenden Landesvater geben. Erinnert ein wenig an Schröder und die Oderflut. Hat damals sehr viel zur Wiederwahl beigetragen. Wenn man in Regierungsverantwortung ist oder zumindest eingebunden, dann ist solche Situation von Vorteil im Wahlkampf. Baerbock kann da nicht von profitieren.

  9. 4.

    Ich stimme "Falk" (Kommentar 1) zu.
    Möchte aber noch anmerken, dass mich die Wetter"prognosen" mancher Wetterportale echt nerven. Dort stimmen quasi 99% der "Vorhersagen" nicht, das Wetter wird dann hinterher eingetragen, wie es WAR. Sowas kann ich auch.
    Wenn das nur noch Würfeln und Zufallsprinip ist, wo ist dann da die PROgnose drin versteckt?
    Für heute war erst zu 11:00 Uhr, dann zu13:00 Uhr und nun zu 17:00 schlimmes Gewitter " voraus"gesagt. Als Radler bin ich aber auf halbwegs Zuverlässigkeit angewiesen. Habe deswegen heute den gesamten Tagesplan umgeschmissen und Erledigungen auf morgen verlegt. Weil FR den ganzen Tag trocken angesagt war. Heute morgen. Nun auch morgen "schlimme Gewitter". Ich glaube denen echt gar nichts mehr und guck da bald auch nicht mehr rein. Es nervt echt enorm. Wenigstens für die nächsten 8 Stunden sollte es doch einen brauchbaren Wetterbericht geben.

  10. 3.

    Nein, Petrus leistet grad keine Wahlkampfhilfe für die Grünen,denn Klima und Umwelt geht uns alle an und JEDER kann seinen Beitrag leisten, ohne Wahlprogramm,Vorschriften, schon jetzt und freiwillig. Wir sind Gast auf dieser Erde,es gibt nur die EINE und so sollten wir uns auch benehmen. Die Umgebung nicht vermüllen, keine Energie verschwenden etc. Mutter Natur braucht UNS nicht und sie ist stärker als wir,wie sie uns immer wieder beweist. Die Bilder und Berichte aus den Übetschwemmungsgebieten sind schrecklich. Erreichten mich im letzten Jahr auch von Freunden aus England. All diese Menschen stehen plötzlich vor dem Nichts und verlieren sogar Familienangehörige und Freunde. Ich drücke allen die Daumen,dass sie schnell Hilfe bekommen und bald in einen normalen Alltag zurückfinden können. Den Hinterbliebenen der Überschwemmungsopfer mein herzlichstes Beileid und allen Rettungskräften zolle ich größten Respekt.

  11. 2.

    Noch eine kurze Anmerkung bezüglich des Artikels. Den letzten Satz kann man eigentlich so nicht stehen lassen. Bei 20-23 Grad beginnt die Woche nicht kühl. Wer auf Temperaturen über 30 Grad steht, der mag dies sicher als kühl empfinden. Aber diese Temperaturen sind nicht kühl. Würden es 15-17 Grad sein, könnte man von "kühl" sprechen.

  12. 1.

    Über unser normales Sommerwetter kann man in diesem Jahr wirklich froh sein. Hoffentlich bleibt der Herbst auch so durchwachsen, damit die Trockenheit in den Böden wenigstens etwas reduziert wird. Auch die Temperaturen für Montag und Dienstag sind ja herrlich. Leider können nicht alle in der Bundesrepublik solch ein angenehmes Sommerwetter genießen. Teile des Westens kämpfen sich durch die Überflutungen. Schlimme Situation.

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