Hotlines und Spendenaktionen - Wie Sie den Menschen im Hochwassergebiet helfen können

Bagger beseitigen nach dem Hochwasser den Schutt auf den Straßen des Örtchens. Die Flut hat auch hier zahlreiche Häuser zerstört. (Quelle: dpa/Thomas Frey)
Bild: dpa/Thomas Frey

Mehr als 170 Menschen sind bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen, viele der Überlebenden stehen vor dem Nichts. Mit Spenden kann geholfen werden. Am Freitag gibt es einen Benefiz-Tag in der ARD.

Bei der Flutkatastrophe nach den schweren Unwettern im Westen Deutschlands sind mehr als 170 Menschen ums Leben gekommen. Eine Woche nach den verheerenden Überschwemmungen steigt die Zahl der Opfer immer noch an.

Im besonders betroffenen rheinland-pfälzischen Kreis Ahrweiler sind die meisten Toten zu beklagen. "Die Situation ist eine solche Ausnahme, die die Bundesrepublik noch nicht erlebt hat", sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD).

Dramatische Szenen spielten sich auch im südlich von Köln gelegenen Erftstadt-Blessem ab. Die über die Ufer getretene Erft unterspülte zahlreiche Häuser und brachte diese ganz oder teilweise zum Einsturz. Es kam zu Erosion, wodurch der Boden in größeren Bereichen wegbrach. Ob und wann viele Betroffene in ihre Häuser zurückkehren können, ist noch nicht absehbar.

Die "Aktion Deutschland hilft", ein Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, hat ein Spendenkonto eingerichtet. Die gesammelten Gelder werden genutzt, um Opfern der Flutkatastrophe zu helfen.

ARD-Benefiz-Tag am 23. Juli

Die Programme der ARD werden am Freitag, den 23. Juli, von 7 Uhr bis Mitternacht ein Zeichen für Zusammenhalt in Deutschland setzen. Gemeinsam mit "Aktion Deutschland hilft - Bündnis deutscher Hilfsorganisationen" rufen die Radiowellen den gesamten Freitag und abends Das Erste zu Spenden auf, um die Menschen in den Hochwassergebieten weiter zu unterstützen und Mut zu machen.

Für den rbb nehmen Antenne Brandenburg und rbb 88.8 am Benefiz-Tag teil. Für Spenden werden Musikwünsche erfüllt.

Das Erste sendet von 20:15 bis 22:15 Uhr die Charity-Show "Wir halten zusammen!", live aus Köln und Leipzig. Alle dritten Programme übernehmen die Sendung.

Viele Künstler haben spontan für den Benefiz-Abend zugesagt und werden vor allem in Leipzig live auftreten. Mit dabei sind unter anderem Herbert Grönemeyer, Sarah Connor, Peter Maffay, Roland Kaiser, Die Prinzen, Max Giesinger, Max Mutzke, Jeannette Biedermann, Yvonne Catterfeld, Joris, Frida Gold und Brings.

Die Menschen räumen in Kordel die Schäden nach dem Hochwasser der Kyll vor zwei Tagen auf.dpa/Harald Tittel

Millionenschwere Hilfe für Hochwasserregion zugesagt

Die Bundesregierung habe einen Betrag von 200 Millionen Euro für Soforthilfe zur Verfügung gestellt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag vor der Presse. In den nächsten Tagen und Wochen werde mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer darüber gesprochen, wie sich ein gemeinsamer Aufbaufonds organisieren lasse.

Das nordrhein-westfälische Landeskabinett beschloss am Donnerstag Soforthilfen für Privatbürger, Wirtschaft, Landwirte und Kommunen in Höhe von 200 Millionen Euro.

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hatte für Betroffene der Hochwasserkatastrophe am Dienstag Soforthilfen bis zu 3.500 Euro pro Haushalt beschlossen. Mainz rechnet mit 100 Millionen aus den Soforthilfen des Bundes und will den selben Betrag noch oben drauflegen.

 

Sendung: Inforadio, 17.07.2021, 11:00 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 17.07.2021 um 20:30 Uhr geschlossen

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32 Kommentare

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  1. 32.

    Helfen, auch mit Geldspenden

  2. 31.

    Fand das von Herrn Laschet im Interview sehr amüsant, als er ganz stolz erzählte, dass sinngemäß durch die Abschaltung von Braunkohlekraftwerken (wohlgemerkt in NRW), dem Klimawandel nun damit entgegnet werden kann und zukünftige Katastrophen verhindert werden können. Wenn's nicht so traurig wäre man könnte drüber laut lachen. Man muss sich wohl oder übel dem Klimawandel anpassen. Sofortiger Stopp von Flächenversiegelungen, großzügige Rückhalteflächen (frei von jeglicher Bebauung) etc., all das wären geeignete Maßnahmen!

    Ich wünsche allen Betroffenen viel Kraft und schnelle Hilfslösungen. Die Spendenbereitschaft vieler Bürger ist nach wie vor vorhanden. Möglichkeiten müssen bspw. durch die Landesregierungen organisiert werden.
    Es wäre eine gute Möglichkeit für die öffentlich-rechtlichen Sender, Spendengalas vorzubereiten.

  3. 30.

    Oh der Bundespräsident privat spendet oder nicht, ist allein seine Sache. Und was soll der Hinweis auf den Lottogewinn? Immer schön, wenn die Gelder andere gefordert werden.

  4. 29.

    Naivität hilft auch keinem. Lottogelder kann man nicht mal eben so umschichten. Meine Güte.

  5. 28.


    "Es gibt da ein schönes Zitat von John F. Kennedy: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann. Frage, was du für dein Land tun kannst."
    An dieses Zitat muss ich heutzutage oft denken.
    Schön,dass sich doch noch auch andere daran erinnern.

  6. 27.

    Und was wenn jemand den Behördlich ausgestellten Anti-Gaffer-Transit-Schein fälscht???
    Bürokratie hilft nicht.
    Ganz ehrlich: Ich würde zu den Gaffern sagen "Legt das Handy weg und helft mit". Soll man dafür noch Polizeikräfte und Gerichte binden?
    Der Mensch an sich ist Sensations-GEIL + neugierig.
    Gerade im Lockdown waren ja auch für einige Leute die Anti-Lockdown-Demos ein Event.
    Ich könnte mir auch vorstellen, dass einige Einsame einfach nicht allein sein wollen und dort mit dem Handy rumlaufen.
    Einfach die zum Sandsäckefüllen schicken anstatt immer nur Empörung + Entsetzen kundtun.

  7. 26.

    Wir bleiben am Ball, liebe Toska,
    bei Mensch und bei Tier.
    Dieser Artikel hat mich auch sehr bewegt.Da werden manche Leute sagen,sind doch nur Tiere. Tiere sind auch Lebewesen und Haustiere eben auch Familienmitglieder.
    Unser Berliner Tierheim unterstütze ich auch regelmäßig mit Spenden ,denn auf unseren Berliner Senat ist kein Verlass. Nicht das einzige Tierheim mit einem riesigen Spendenbedarf. Werden ja nun nicht " nur" Tiere zur Ferienzeit ausgesetzt oder abgegeben sondern auch " Coronaopfer" ,die plötzlich nach den Lockerungen nicht mehr ins Leben ihrer Besitzer passen.
    Ich sage nur: " Der Hund bleibt mir im Sturme treu,
    der Mensch nicht mal im Winde,"
    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/tiere-im-hochwasser-auch-rehe-pferde-und-hunde-kaempfen-in-den-fluten/27429888.html

  8. 25.

    Es gibt da ein schönes Zitat von John F. Kennedy: "Frage nicht, was dein Land für dich tun kann. Frage, was du für dein Land tun kannst."

  9. 24.

    Man muss nun einmal juristische Gesichtspunkte berücksichtigen, wenn es mir auch leid tut, einen guten Kommentar "in seine Einzelteile zu zerlegen." Gerade als ehemaliger DDR-Buerger, der wegen seines Engagements fuer die Umwelt unter der Staatssicherheit zu leiden hatte, weiß ich einen funktionierenden Rechtsstaat zu schaetzen. Was nichts daran ändert, daß mein Bauchgefuehl Gaffer und Pluenderer am liebsten in den Gulag stecken würde. Aber in politischen Dingen kann das Bauchgefuehl nicht alleiniger Ratgeber sein.

  10. 23.

    Deutschland hat die Oderflut 1997 und die Elbeflut 2002
    bewältigt und das sollte allen Hoffnung machen,dass der Wiederaufbau auch in diesen Flutgebieten klappt. Die Betroffenen haben trotzdem einen langen Weg vor sich,weil nicht nur jeder Haushalt Hilfe braucht sondern auch die Infratruktur wiederhergestellt werden muss.
    Straßen,Gas- und Strom,Be- und Entwässerung, Kommunikationstechnik etc. Auch bleibt die Frage zu klären,ob dort neu gebaut werden kann,wo Häuser standen und was mit völlig zerstörten Orten wie " Schade" passiert,der von einem Fluss umgeben ist.
    Wie muss Hochwasserschutz künftig aussehen. Abgesehen vom Klimawandel wird es auch weiterhin Wetterlagen mit Starkregen gegen,die sich lange nicht weiterbewegen und deshalb solche Wassermassen an einem Standort produzieren. Überflutungsfächen schaffen,nicht alles zubauen und betonieren etc.
    Die absolute Soforthilfe brauchen vor allem die Menschen,die plötzlich absolut nichts mehr haben.
    Wie nach einem Tsunamie.

  11. 22.

    Alternativ kann man ja Hunde-und Katzenfutter spenden. Immerhin sind das dann weder AFD Wähler noch Versicherungsverweigerer.

  12. 21.

    Liebe @ Paula
    ich bin völlig bei Ihnen und habe auch so gut es ging mit Sach- und Geldspenden versucht etwas die Not dort zu lindern.
    Was mich immer so auf die Palme bringt das die Politiker nur quatschen , sich mal das anschauen , so als Sonntagsnachmittagsspaziergang und dann versprechen dass sich die Balken biegen. Politiker versprechen viel vergessen aber auch viel.
    Und darum müssen wir beide und alle anderen am Ball bleiben und helfen.
    Es ist das Schlimmste sich vorzustellen das man keine Wohnung , kein Eigentum sondern nur noch das Leben hat.

  13. 20.

    Paula, ich bin absolut bei Ihnen und es ist erstaunlich bzw. wie immer, wie sehr hier jeder Kommentar in seine Einzelteile zerlegt wird.

    Helfen, so gut es eben geht, ist nunmehr angesagt. Da wir wissen, wie lange die Politiker brauchen, bis sie aus dem Quark kommen,
    sollte erstmal jeder Bürger nachdenken, wie er helfen kann.

    Vielleicht schwingt Hr. Steinmeier nicht wieder nur herzzerreißende Reden, sondern öffnet seine eigene Geldbörse.

    Und wie wär's, wenn Lotto Brandenburg mal ganz unkompliziert den nicht abgeholten Gewinn von 46 Millionen Euro ins Katastrophengebiet schickt. Beim nächsten Hochwasser ist vielleicht Brandenburg betroffen...und braucht Hilfe aus anderen Bundesländern.

  14. 19.

    Gaffer sind schon schlimm genug doch noch schlimmer sind ja Typen , die die Notlage ausnutzen und mit Plündern anfangen wie gestern zu hören war. Das ist ja wirklich das aller letzte. Ich hoffe sehr das die entsprechenden Behörden das mit auf dem Schirm haben trotz der noch unübersichtlichen Lage.
    Den Menschen dort wünsche ich Durchhaltevermögen und nicht den Mut zu verlieren.

  15. 18.

    RTL-Stiftung

    https://wirhelfenkindern.rtl.de/aktuelles/news/unwetter-katastrophe-in-westdeutschland-familien-brauchen-ihre-hilfe

  16. 17.


    "Helfen ist eine gute Sache, aber erst muss man ja mal wissen was dringend gebraucht wird und zweitens, auch wenn ich mir hier den Zorn aller User zuziehe, Sache des Staates unkompliziert zu helfen.:
    Ja,da haben Sue Recht. Ehe aber die staatliche greift,auch schnelle Hilfe,müssen sich viele Gemeinden erst mal untereinander helfen und zu Spenden aufrufen. Alle, die plötzlich NICHTS mehr haben,brauchen ja umgehend Unterstützung.
    Hier nur ein Beispiel:
    https://www.radioerft.de/artikel/alle-hilfsangebote-zum-hochwasser-1010214.html

  17. 16.


    "Wo haben Sie denn Gaffer gesichtet? Das ist kein Unfall, an dem Leute vorbeikommen, es ist eine ganze Region betroffen. Da sind keine klassischen Gaffer in der Nähe"
    Die Presse berichtet schon die ganze Zeit von Gaffern in den Überflutubgsgebieten,egal ob online, im Radio oder Fersehen:
    https://web.de/wetter/polizei-appell-hochwassertouristen-gaffer-drohnenbesitzer-36001512

  18. 15.

    Und wer nicht persönlich helfen kann oder möchte,null Problemo. Abgesehen von den bekannten ,veröffentlichten Spendenmöglichkeit findet man auch online örtliche Tafeln, Tierheime und Gemeinden,die für die schnelle Hilfe Vorort viel finanzielle Unterstützung brauchen. Es wurden auch schon viele Haustiere gerettet,die von ihren Besitzern bei der eigenen Rettungsaktion zurückgelassen werden mussten und nun von den örtlichen Tierheimen betreut werden. Zusätzlich den tierischen Corona- und Urlaubsopfern. Die Tierrettung kümnert sich auch um Wildtiere die Opfer der Fluten wurden/ werden.

  19. 14.

    „Die Hilfskräfte leisten übermenschliches und Gaffer/ Hochwassertouristen nicht das ALLERLETZTE und sollten hart bestraft werden. Hohe Geldstrafen ,die dann den Hochwasseropfern zugute kommen.“ Wo haben Sie denn Gaffer gesichtet? Das ist kein Unfall, an dem Leute vorbeikommen, es ist eine ganze Region betroffen. Da sind keine klassischen Gaffer in der Nähe

  20. 13.

    "Nur muss die Absicht einer Gafferei nachgewiesen werden können. Ich stelle mir hier etwa Freunde oder Vewandte vor, die wirklich zum helfen gekommen sind und erschrocken stehen bleiben, wenn sie sehen, was das Wasser angerichtet hat."
    Also ehrlich gesagt glaube ich schon das man erkennt,wer zu gaffen und wer zum helfen kommt.
    Und wer dort hinfährt und hilft könnte von der jeweiligen Gemeinde eine entsprechende Bescheinigung bekommen. Im Lockdown hatte ich auch einen Nachweis meines Arbeitgebers,dass ich aus systemrekevanten Gründen im Büro und nicht im Homeoffice arbeite.
    Besser wäre, die Gaffer bleiben gleich weg. Es ist doch schon schlimm genug.

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