Steigende Einwohnerzahlen MV - Mehr Berliner und Brandenburger ziehen nach Mecklenburg-Vorpommern

Eine große Menschenmenge geht durch die Einkaufstraße im Zentrum von Stralsund. (Bild: dpa/Sauer)
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Im Zuge der Corona-Pandemie sind deutlich mehr Menschen aus Berlin und Brandenburg in das benachbarte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern gezogen. So geht aus Angaben des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern hervor, dass 1.734 Frauen, Männer und Kinder aus Berlin und Brandenburg in die Landkreise Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte gezogen sind. Das sei knapp zwei Drittel des gesamten Zuzugs in das Bundesland. Durch den Zuzug stieg die Einwohnerzahl erstmals in beiden Landkreisen seit Jahren wieder - um etwa 130 Einwohner.

Grund könnte Corona-Pandemie sein

Der hohe Nettozuzug aus der Metropolregion Berlin-Brandenburg ist laut Industrie- und Handelskammer (IHK) darauf zurückzuführen, dass die Corona-Maßnahmen in dicht besiedelten Regionen als besonders einschränkend wahrgenommen wurden. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lebten Ende 2020 in beiden Landkreisen insgesamt 493.830 Einwohner, rund 130 mehr als 2019. Davon entfielen auf Vorpommern-Greifswald 235.773 Menschen, 150 mehr als 2019 und auf den nach Fläche bundesweit größten Kreis - die Seenplatte - 258.057 Einwohner, 17 weniger als Ende 2019.

Beide Regionen leiden seit 1990 unter Abwanderung junger Leute, so dass die Geburten stark sanken und der Altersdurchschnitt stark gestiegen war.

2 Kommentare

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  1. 2.

    >Es könnten aber auch steigende Mietpreise sein ...
    Ich schätze, das ist wohl der Hauptgrund wenn selbst im Umland Neuvermietungen bei knapp 10m² Kaltmiete für "Allerwelts-Wohnungen" beginnen, die eigentlich nur dem Standard genügen. Berlin und Umland entwickeln sich seit einiger Zeit zum Betoninvestmentparadies, überzogene Bauvorschriften, Normen und Baukosten tragen sicherlich auch noch viel dazu bei.

  2. 1.

    Es könnten aber auch steigende Mietpreise sein oder ist MV davon genauso betroffen?

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