Berlin-Schöneberg - Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Rohrbombenbauer

Archivbild: Polizeibeamte stehen an der Fritz-Reuter-Straße. Eine heftige Explosion hat in Berlin-Schöneberg Fensterscheiben und Autos beschädigt und einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. (Quelle: dpa/P. Zinken)
Bild: dpa/P. Zinken

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat einen 29-Jährigen angeklagt, der acht Rohrbomben gebaut und gezündet haben soll. Dem Mann werden Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gefährliche Körperverletzung sowie weitere Straftaten vorgeworfen, teilte die Anklagebehörde am Mittwoch mit. Konkrete Hinweise auf sein Motiv hätten sich bislang nicht ergeben.

Die Sprengsätze soll der Tatverdächtige zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 zum Teil aus dem Fenster seiner Wohnung in Berlin-Schöneberg geworfen, manche im Innenhof des Wohnhauses oder auf öffentlichem Straßenland gezündet haben. In einem Fall soll ein ferngezündeter Sprengsatz, der an einem Verkehrsschild befestigt war, einen Passanten verletzt haben.

Zudem wird dem Beschuldigtem vorgeworfen, eine Vielzahl selbstgebauter Rohrbomben sowie einzelne Bestandteile an verschiedenen Orten, unter anderem in Motorrollern, versteckt zu haben.

Der Angeschuldigte ist laut Staatsanwaltschaft nicht vorbestraft. Er wurde demnach am 4. Februar festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Sendung: rbb um 6, 21.07.2021, 18:00 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Es sind immer die Gleichen, die linksextreme Gewalt nicht sehen, bzw. wahrhaben wollen.
    Schnell aber im Fingerchen nach rechts zeigen.
    Ich wundere mich schon, dass von diesen "Experten" noch keiner aufgetaucht ist. NickEliasRayImmanuel, Vertreter dieser Gattung.

  2. 5.

    Ja, das gibts es wirklich ! Kaum zu glauben. Besonders Interessant : Kein Aufheulen, keine Hasskommentare und keine Verurteilung von " Links " ! Normalerweise erhalten solche Leute " Besuch " und werden abgemahnt, wie z.B. der Journalist Schupelius.

  3. 4.

    Dass die beiden Täter Linksradikale sind, konnte man verschiedentlich lesen. Finanziert teilweise durch den "Kampf gegen Rechts" war auch zu lesen. In der Bundesdrucksache der Anfrage der AfD sind Details nachzulesen.

  4. 3.

    Woher wissen Sie daß der Täter linksradikal ist? Konnte ich im Artikel nicht lesen.

  5. 2.

    Das Thema war bereits im Bundestag.
    Die AfD-Fraktion im Bundestag kritisierte, der Verdächtige habe für zwei linke Initiativen und Beratungsstellen gearbeitet, die sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus einsetzten.

  6. 1.

    Linksradikale vor Gericht?
    Gibt's denn soetwas?

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