Spree-Neiße setzt Belohnung aus - Diebe stehlen Stromgeräte von Schutzzäunen gegen die Schweinepest

Archivbild: Ein Elektrozaun auf dem Hochwasserschutzdeich an der Oder etwa fünf Kilometer nördlich von Reitwein Landkreis Märkisch-Oderland im Oderbruch soll verhindern, dass hier Wildschweine aus Polen über die Oder nach Deutschland kommen und hier die Afrikanische Schweinepest weiter verbreiten. Aufnahme vom 29.12.2020. (Quelle: imago images/Volker Hohlfeld )
Bild: imago images/Volker Hohlfeld

An Wildschutzzäunen, die das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verhindern sollen, sind zahlreiche Stromgeräte gestohlen worden.

Der Landkreis Spree-Neiße hat eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Die Diebstähle seien bei Kontrollgängen des Veterinäramts entdeckt worden, teile der Landkreis am Mittwoch mit.

Wenn die Schutzzäune nicht mehr unter Strom stünden, sei die Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet. Landrat Harald Altekrüger (CDU) bezifferte den Schaden auf mehrere tausend Euro.

Ein Schutzzaun wurde an der Brandenburger Grenze zu Polen errichtet, um das Einschleppen der Seuche durch infizierte Wildschweine zu verhindern. Auch um die Fundgebiete von infizierten Tieren werden Schutzzäune aufgestellt.

Erst am Mittwoch kritisierte Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel (Grüne) im Fachausschuss des Landtags den zum Teil rücksichtslosen Umgang und den Diebstahl an den Schutzzäunen.

In Brandenburg war die Afrikanische Schweinepest im September 2020 ausgebrochen. Seitdem wurden nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts insgesamt mehr als 1400 Tiere in dem Gebiet positiv auf ASP getestet. Vor rund vier Wochen sind erstmals auch Fälle bei Hausschweinen in Brandenburg aufgetreten.

7 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 7.

    Kann man die Stromgeräte nicht mit Wildtierkameras überwachen, die so angebracht werden, dass sie nicht auch noch “weggefunden" werden ?Ist nur so ne blöde Idee von mir.

  2. 6.

    In Weidezaunnetzen, ist schon lange kein Kupfer mehr,es geht da um die Geräte, die werden auf Flohmärkten angeboten.

  3. 5.

    "Christian"; wie recht du hast. Als ich die Aufzählung las bekam ich erst mal einen Schreck. Wäre ich jetzt Verantwortlicher für die Erfassung der/ des Täter(s) würde ich alle Mittel einsetzen, die machbar sind. %min nach Diebstahl muss sich ein Minisender einschalten, der an vielen Stellen immer wieder erfasst wird. An Ausfahrwegen wäre eine sich einschaltende Lichtquelle mit Fotoeinrichtung das letzte Glied. Alarm bei der Polizei mit Ortungsangabe. Es geht nicht so weiter; die Diebe leben ja vom Diebstahl. Den Weg der geklauten Autos hat man ja mal aufgezeigt. Niemand wird so ein Gerät hier in D einsetzen. Der Weg scheint vorgezeichnet.

  4. 4.

    Es wird alles geklaut was sich verkaufen, also "zu Geld" machen lässt.
    Pferde, Kühe, Hunde und Katzen; Gullydeckel, Metalltüren von Autobahntoiletten und Stromkabel um nur einiges Ungewöhnliches zu nennen. Es werden Blumen und Utensilien von Friedhöfen geklaut.
    Warum sollten gewissenlose Diebe nicht diese Stromgeräte stehlen?

  5. 3.

    Scheinbar ist den Dieben nichts heilig und alles egal, Hauptsache es kann irgendwie evtl. brauchbares zu Geld machen. Der Preis welcher für soviel Idiotie die Viehwirtschaft und den einzelnen Verbraucher noch zahlen müssen, ist ein Vielfaches vom Wert! Meinetwegen können diesen Dieben die Hände abf.. len, aber besser wäre, sie wochenlang zur Arbeit bei einer Tierkörperbeseitigungsanstalt heranzuziehen. Dann würden sie sehr schnell lernen, was sie angerichtet haben!

  6. 1.

    Sind denn in diesem Land nur noch "Verrückte und Idioten" unterwegs?
    Ich kann nur hoffen, dass es keine Tierschützer waren, die etwas gegen Stromstöße haben.

Nächster Artikel