Insgesamt 16 Fahrzeuge beschädigt - Brandanschläge auf mehrere Vonovia-Firmenautos in Berlin verübt

In der Schaffhausener Straße in Tempelhof wurde am 11.08.2021 ein Auto von Vonovia angezündet. (Quelle: rbb/Christina Rubarth)
Audio: rbb 88.8 | 11.08.2021 | Juliane Kowollik | Bild: rbb/Christina Rubarth

Mehrere Brandanschläge sind in der Nacht auf Mittwoch auf Autos des Immobilienkonzerns Vonovia in Berlin verübt worden.

Fünf Autos wurden an verschiedenen Orten in der Stadt angezündet. Insgesamt wurden dabei durch die Flammen mindestens 16 Fahrzeuge zerstört oder beschädigt, wie die Polizei mitteilte. Die Anschläge auf die Firmenwagen ereigneten sich in Wedding, Tempelhof, Steglitz sowie Friedrichsfelde und Alt-Hohenschönhausen.

Fast zeitgleich brannten Autos

Offenbar handelte es sich um eine geplante Aktion, weil die Brandstifter fast zeitgleich an den weit auseinanderliegenden Orten zuschlugen: Alle Taten geschahen laut Polizei zwischen 1:45 Uhr und etwa 2 Uhr.

Der für Straftaten von politischen Extremisten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei im Landeskriminalamt (LKA) ermittelt.

Autos von Immobilienfirmen und Logistikunternehmen werden in Berlin immer wieder angezündet. Oft finden sich anschließend Bekennertexte auf Internetseiten der linksradikalen Szene. Bei zahlreichen weiteren Brandstiftungen an Autos in Berlin haben die Täter kein politisches Motiv, Gründe sind oft Vandalismus oder persönliche Racheakte.

Sendung: rbb 88.8. 11.08.2021, 09:00 Uhr

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15 Kommentare

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  1. 15.

    Mit Täuschungsmanövern kennt sich Marcel Luthe gut aus.

    "Zu seinen Themen als Abgeordneter zählt unter anderen der Flughafen Berlin-Tegel, zu dessen Erhalt er den Verein Pro Tegel gründete.[...] Am 3. Juli 2020 schloss die FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus Luthe ohne Angabe inhaltlicher Gründe einstimmig aus ihrer Fraktion aus."

  2. 14.

    Mit der Bildung dürften Sie nicht mal ganz so falsch liegen. Ein nicht unerheblicher Teil der linksextremistischen Anhängerschaft stammt aus gutbürgerlichen, behüteten Verhältnissen. Mit klaren Worten: satter, unausgelasteter und verzogener Nachwuchs, der sich lieber in Revolution und Rebellion gegen das System übt, statt endlich mal Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, weil immer die Anderen an allem Schuld sind und Kapitalismus mit National(sozial)ismus gleichgesetzt wird. Dass das sozialistische Schlaraffenland nicht funktioniert, ist denen nie beigebracht worden. Man wähnt sich für die gute Sache und kennt dafür auch keine Grenzen. Da weite Teile der Parteienlandschaft das auch nicht klar benennen und ablehnen, stärkt man diese Strukturen noch, denn Schweigen wird als Zustimmung empfunden. Selbst versteckte Zustimmung a la "die Opfer sind doch selbst schuld" kommt nicht selten vor.

  3. 13.

    Ich glaube solchen Leuten ist es nicht bewusst dass sie dadurch nix weiter erreichen außer das die Mieter wieder für den Schaden aufkommen müssen. Diese Extremisten verstehen einfach nicht das man mit solchen Aktionen nur sich selbst und teile der Bevölkerung schadet

  4. 12.

    Ich würde denjenigen, die hier organsiert Angst und Schrecken zur Durchsetzung politischer Ziele verbreiten, nicht unbedingt mangelnde Bildung vorwerfen. Daswäre zu einfach. Eher sollte man sich hierin Berlin fragen, warum bei den mutmaßlichen Taten des einen Packs nach dem Generalbundesanwalt gerufen, beim anderen Pack aber das bestenfalls mit allgemeiner Gewaltabgetan wird.

  5. 11.

    Das ehrt Sie und der Ärger ist nachvollziehbar. Aber wer vom Staat lebt, den juckt es eh nicht, selbst eine Erhöhung der Umlagen wird deren Verstand nicht erhöhen.

  6. 10.

    Der Berliner Politiker Marcel Luthe sieht die Schuld für die hohen Zahlen auch beim Senat. „Gewalt – bis hin zu Terrorismus – geht in Berlin objektiv primär von Linksextremisten aus, die – bestärkt durch die demonstrative Untätigkeit des Senats – mittlerweile doppelt so viele Straftaten begehen wie vor Rot-Rot-Grün im Jahr 2015.“ Steine werden auf Polizisten geworfen, Autos werden angezündet Scheiben von Geschäften werden eingeschmissen , S-Bahn Kabel durchtrennt, nie hört man ein Ermittlungserfolg. Ich bin weder rechts noch links, aber es ist schon etwas auffällig, dass hier mit zweierlei Maß ermittelt wird.

  7. 9.

    Ich bin zwar keine der Linken besonders zugeneigte Person, jedoch ist es nicht schwer zu erraten wieso solche Dinge passieren. Wenn der Berliner Wohnungsmarkt ohne Not verteuert wird indem die Treuhand Staatsbauland verramscht und kaum noch Sozialwohnungen baut, wenn linke Szenekultur durch die hirnlose Räumung verschiedener Orte immer mehr eingeschränkt wird und wenn auch nur darüber diskutiert wird ob - meine Meinung- Verbrecher Vereine wie Deutsche Wohnen und Vonovia fusionieren dürfen, ja was genau erwartet man dann vom extremen Flügelder Linken als Reaktion darauf...? Ist wie mit unserer Bildungspolitik, seit Jahrzehnten immer schlechter, weniger finanziert und Huch, Deutschland fällt bei der Pisastudie regelmäßig auf die Nase... Wer hätte das bloß gedacht... dieser extreme Flügel reagiert auf die völlig falsche Art und Weise, aber dass sie reagieren - lässt man mal das "wie" weg- ist nur richtig und konsequent, denn wir verschlafen hierzulande eine ganze Menge.

  8. 8.

    Diese "revolutionäre" Tat hilft ja nun niemanden. Am wenigsten den Mietern, die jetzt auf Handwerker oder Reinigungskräfte warten müssen, da die jetzt 5 KFZ weniger haben.

    Aber man sollte auch mal darüber nachdenken, dass offensichtlich extremistische Kräfte hier Oberwasser bekommen, da die Berliner Politik durch einige Regierungsparteien und auch DWE & Co. enteignen zunehmend für ein Umfeld aus Hass, Missgunst und Neid gegenüber Vermietern sorgen. Dieses politische Umfeld tut der Stadt nicht gut.

  9. 7.

    Großartig, ihr ach so "sozialen" Linksextremisten!
    Als Vonovia-Mieter "freue" ich mich schon, wenn die Anschaffung neuer Firmenwagen in die zukünftige Mietenkalkulation einfließt und die Vonovia-Mitarbeiter dringende Handwerkertermine bei Mietern nicht wahrnehmen können, weil ihr Arbeits- und Transportgerät abgefackelt wurde. Solche Taten sind durch nichts zu rechtfertigen. Leider ist meine Hoffnung, dass die Täter, oh Entschuldigung, die derartige "Taten Ausführenden", gefasst und angemessen bestraft werden, nur gering ausgeprägt.

  10. 6.

    FALSCH! JEDE Form der Gewalt, egal ob von rechts, links, oben, unten ... ist eine große Gefahr für den Frieden in einem demokratischen Land!

    Ansonsten scheint jeder Gewalt aus der ihm politisch angenehmeren Richtung für "legitimer" anzusehen.
    Also wie immer: die "Bösen" sind immer die Anderen...

  11. 5.

    Das ist doch Unfug! Keine der Extremismusarten steht derart im Fokus der Politik, Öffentlichkeit und Strafverfolgung, wie der Rechtsextremismus. Sogar die Strafen vor Gericht fallen hier vergleichsweise härter aus, was auch richtig ist. Aber Verharmlosung oder Vertuschung zu unterstellen, kommt wiederholt von Linksaußen, um vom ebenfalls existierenden und nicht weniger zimperlichen, im Übrigen auch stetig zunehmenden Linksextremismus abzulenken. Bei Extremismus ist aber das Motto "Guck mal, die sind noch schlimmer!" für die Demokratie der falsche Weg, denn Feind der Demokratie bleibt Feind der Demokratie, egal ob links, rechts oder religiös. Das Gewaltpotential von linker Seite hat in den letzten Jahren extrem zugenommen, auch vor körperlichen Angriffen und Mordversuchen wird längst nicht mehr zurückgeschreckt. Da gibt es schlicht nichts zu verharmlosen und Sympathien haben die genau so wenig verdient, wie die rechten Dumpfbacken.

  12. 4.

    Da verdrehen Sie tatsächlich die Situation im Land. Der Rechtsextremismus wurde bisher verschleiert und verharmlost. Haben Sie anhand von Quellen Argumente, die meine Aussage widerlegen? Ich habe viele, fangen wir mit den NSU Morden an und hören wir mit den vielen Toten auf, die man unter der Amadeus Antonio Stiftung findet. Extreme sind nie gut, aber rechte Gewalt ist die größte Gefahr im Land.

  13. 2.

    Da es sich um Linksextremistische Taten handelt, wird es wie immer nie irgendwelche Ermittlungen geben.

  14. 1.

    Alle entstehenden Kosten werden in die (Mieten)Kalkulation einfließen. Auch die Lebensentwürfe der Brandstifter werden wohl etwas "durcheinandergewirbelt", wenn sie gefasst sind. Der Begriff Eigentum ist nicht auf den eigenen "Rucksack oder Lederjacke" begrenzt.

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