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Quelle: dpa/Andreas Gora

Berlin-Altglienicke

Bewaffneter Mob will nach Maskenstreit Imbiss stürmen

Nach einem Streit um die Maskenpflicht hat ein bewaffneter Mob versucht einen Berliner Imbiss zu stürmen. Am Dienstagnachmittag wurden Einsatzkräfte zu dem Imbiss im Ortsteil Altglienicke (Treptow-Köpenick) gerufen, wo Augenzeugen zufolge bis zu 100 Menschen in das Geschäft eindringen wollten und die Mitarbeiter bedrohten, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Vorausgegangen war der Eskalation ein Maskenstreit: Zwei junge Männer hatten laut Polizei den Imbiss ohne Mund-Nasen-Schutz betreten und waren von Mitarbeitern auf die Hygieneregeln hingewiesen worden. Sie reagierten aggressiv, es kam zu einer Schlägerei. Anschließend flüchtete das Angreiferduo, kündigte aber an, mit einer größeren Gruppe zurückzukehren.

Urteilsspruch im Berliner Amtsgericht

Haftstrafe für Clanmitglied nach Angriff auf Tschetschenen

Die blutige Fehde im November 2020 war der vorläufige Höhepunkt eines Bandenkriegs in Berlin, jetzt muss einer der Beteiligten für mehrere Jahre ins Gefängnis. Ein Clanmitglied wurde am Mittwoch schuldig gesprochen.

Einige Stunden später tauchten die Männer mit Verstärkung auf - zum Teil mit Messern, Schreckschusswaffen und Pfefferspray bewaffnet. Es kam zu einer erneuten Auseinandersetzung, bei der einer der beiden jungen Männer, die zuvor bereits in den Streit verwickelt waren, im Gesicht verletzt wurde. Als die Polizei eintraf, flüchtete der Großteil der Gruppe.

Der Verletzte kam vorübergehend ins Krankenhaus, eine Alkoholmessung ergab einen Wert von 2,6 Promille. Vor dem Geschäft beschlagnahmten die Einsatzkräfte einzelne Bewaffnungen, wie es hieß. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, des Verdachts der einfachen und gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Sendung: Abendschau, 04.08.2021, 19:30 Uhr

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