Schul-Digitalisierung - Berlin bekommt ein neues zentrales Schulportal

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) spricht am 03.06.2021 in der aktuellen Fragestunde in der Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Bild: dpa/Annette Riedl

Berlin soll ein zentrales Schulportal bekommen. Es ist für Schulen, Schulaufsicht, Schulträger, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern gedacht, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Mittwoch bei der Vorstellung der "Digitalisierungsstrategie Schule" sagte. Das Portal unter der Adresse "schulportal.berlin.de" soll das zentrale Mittel für die Digitalisierung der Schulen sein.

Es werde viele verschiedene Angebote bündeln, sagte Scheeres. Von Lehrkräften entwickelte Lehrmaterialien sollen dort ebenso zu finden sein wie Lernprogramme etwa für Mathematik und Fremdsprachen oder Software für Videokonferenzen. Die derzeit zentrale Plattform für digitalen Unterricht in Berlin, der sogenannte Lernraum, ist bereits Bestandteil des neuen Portals.

Die gesamte Digitalisierungsstrategie Schule soll Scheeres zufolge bis 2025 umgesetzt sein. Neben dem Schulportal soll die Ausstattung mit Endgeräten wie Tablets in Berlin deutlich vorankommen. Scheeres sagte, dass alle Berliner Schülerinnen und Schüler in den nächsten fünf Jahren davon profitieren sollen.

Kritik am Stand der Digitalisierung an Berliner Schulen hatte es inder Vergangenheit regelmäßig nicht nur aus dem Kreis der Oppositionsparteien gegeben.

Sendung: Inforadio, 11.08.2021, 11:20 Uhr

8 Kommentare

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  1. 8.

    @ Kalle: Als Vater zweier Schulkinder muss ich aber ehrlicherweise sagen: das Versagen liegt nicht nur bei Frau Scheeres. Das Versagen fängt im föderalen Bildungssystem, geht über einzelne Bildungsminister der Länder aller Parteien und endet bei ihrem Berufsstand, dem Schulpersonal (was zum Teufel ist Schulpersonal? Hausmeister?). Egal, ich nehme sie alle in meine Kritik. In der Schule meiner Kinder gab es z.b. nur Maskenpflicht. Es gab und gibt zu keiner Zeit Desinfektionspender oder (obwohl problemlos) zu berwerkstelligen Einbahnstraßen-System.
    Schweden wird in Erdkunde zum10. Nachbarland von Deutschland gemacht und, und, und... .
    Wohlgemerkt richtet sich meine Kritik nicht gegen Sie persönlich sondern an das System >Bildung< in Deutschland. Und das fängt nun mal bei Frau Karliczek(CDU) geht über Frau Scheeres(SPD) und endet natürlich mit einzelnen Schuldirektoren und deren Lehrer.

  2. 7.

    Frau Scheers sollte erst einmal ausreichend Lehrkräfte für jede Schule/ Klasse generieren! Das was in Berlin an den Schulen passiert ist der absolute Horror. Meine Tochter ist in die 3te Klasse kommen nach 4 (!) Klassenlehrer/innen in 2 Schuljahren stehen wir aktuell ohne da. Die Bildungspolitik in Berlin ist der letzte Müll.

  3. 6.

    Zu 3. Es ist ein kommerzielles Angebot einer Münchener GmbH und wird keinen Bestand bezgl. Datenschutz haben.
    Zu 4. Zu 100% Zustimmung...nur: Freitags 15.00 wäre ein Traum gewesen, da sind ja noch etliche Kollegen und Kolleginnen in der Schule. 23.00 Freitag abends war häufiger oder Montag früh um 6.30 mit der Bitte um Rückmeldung bis 9.00 ....was aber letztendlich auch egal war.

  4. 5.

    Und warum dauert dies jetzt wieder so lange? 2025?

  5. 4.

    Treten sie ab Frau Scheeres und lassen das ihren Nachfolger aufbauen. Als Schulpersonal kann ich nur sagen, sie haben nichts, aber auch wirklich nichts in ihrer Amtszeit aus die Reihe bekommen. Außer einer typischen großen Klappe natürlich. Die Schulen haben sie allein mit ihren Problemen gelassen und durch wirre, viel zu kurzfristige Weisungen, meist Freitag gegen 15.00 Uhr, völlig verunsichert und damit ohne Vorbereitungen des Kollegiums gelassen. Kein Mitarbeiter der Schulaufsicht und des Personals wird ihnen eine Träne nachweinen. Sie waren unfähig diesen Posten auszufüllen!

  6. 3.

    Ein Schritt in die richtige Richtung - viele Lehrkräfte haben mühevoll Arbeitsblätter und Material entwickelt, aber Zugriff ist meist nur innerhalb der Schule (wenn überhaupt) möglich. Eine zentrale nicht kommerzielle Plattform für solche "open source" Materialien hat gefehlt!

  7. 2.

    Ist ja alles gut gemeint. Versprechungen und Versuche gab es schon viele. Demnächst gibt es eine/n neue/n Senator/in - vielleicht nach 25 Jahren von einer anderen Partei - aber die Beamten in der Verwaltung bleiben und werden nicht schneller werden. Und dann?

  8. 1.

    "Von Lehrkräften entwickelte Lehrmaterialien sollen dort ebenso zu finden sein wie Lernprogramme etwa für ... Fremdsprachen" - also lieber rbb24: welche digitalen Lerninhalte für welche Fremdsprache(n) (Achtung Mehrzahl ist mehr als eine) wurden denn bei welchen Verlagen "eingekauft"? Dies ist insofern wichtig, weil ja die Verlage am liebsten einzelne Lektionen an Schüler/Eltern und Lehrer verkaufen wollen. Bei diesem Punkt sollte man die BV nicht aus der Pflicht nehmen und "dran bleiben", damit es keine Phrasen sind...

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