Rund 10.000 Teilnehmer erwartet - "Zug der Liebe" zieht am Samstag durch Berlin

Sa 28.08.21 | 09:11 Uhr
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Archivbild: Teilnehmer beim "Zug der Liebe" 2018 tanzen durch Berlin. (Quelle: imago-images/Christian Mang)
Bild: imago-images/Christian Mang

Immer wieder wird er als Nachfolger der "Love Parade" bezeichnet - doch die Organisatoren des "Zugs der Liebe" sehen die Veranstaltung als politische Demonstration. Am Samstag ziehen Technofans und Clubgänger durch Berlin.

Mit House- und Technoklängen führt am Samstag der "Zug der Liebe" durch Berlin. Der Veranstalter der Demonstration rechnet mit etwa 10.000 Teilnehmern.

Das Motto in diesem Jahr lautet "Wir für euch". Dies soll laut den Organisatoren dafür stehen, "allen Menschen dieser Stadt ein Gefühl des Aufschwungs nach der Zeit der Pandemie zurückzugeben, und zu zeigen, wie vielfältig die Berliner Kultur ist". Die Clubszene ist derzeit immer noch durch Corona ausgebremst. Auch bei der Demo gelten die Hygieneregeln.

Route vom Mauerpark über Danziger Straße zur Karl-Marx-Allee

Nach einer Auftaktkundgebung soll sich der Zug gegen 14:00 Uhr in Bewegung setzen. Die geplante Route startet nahe dem Mauerpark und führt dann über die Danziger Straße Richtung Landsberger Allee. Gegen 19:15 Uhr soll sie ihr Ziel vor dem Kino International auf der Karl-Marx-Allee erreichen. Insgesamt sind 15 Wagen angemeldet.

Der "Zug der Liebe" hat sich auf die Fahne geschrieben, "ein Zeichen für mehr Nächstenliebe und soziales Engagement" zu setzen. "Wir wollen eine Demo sein und nicht die Loveparade", sagte Sprecher Jens Schwan. Die Veranstaltung zog 2015 erstmals durch die Stadt - als Gegenpol zu den damals aufkommenden Pegida-Demonstrationen. Ihren bisherigen Höhepunkt erreichte die Demonstration 2018, als nach Veranstalterangaben rund 50.000 Menschen mitfeierten.

Sendung: Abendschau, 27.08.2021, 19:30 Uhr

110 Kommentare

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  1. 110.

    Ich bin mir ziemlich sicher,dass du genau weißt,dass ich das enge Zusammenstehen der Ultras ohne Maske meine. Es war vorher klar,dass es so kommen würde.
    Da du dich vor einer Antwort auf meine eigentliche Frage drückst,bin ich mir auch sicher,dass dir der Widerspruch auffällt. Es ist aber oft ideologische Verbohrtheit,die ein Eingestehen von solchen Tatsachen verhindert.

  2. 109.

    In den meisten Beiträgen geht es darum, wer "demonstrieren" (wie gesagt halte ich diesen Ringelpiez eh nicht für eine Demonstration) darf und wer nicht, und es geht um Corona.
    Schade, dass hier eine Gruppe so unterrepräsentiert ist:
    Die derjenigen, die einfach nur ihre Ruhe haben wollen.

  3. 108.

    Sinnhaftigkeit sucht man in Ihren Beiträgen wirklich vergebens. Im Stadion war auf den Wegen von und hin zum Platz Maskenpflicht angesagt, dort angekommen konnte man diese abnehmen. Ob Sie das nun sinnlos finden oder der sprichwörtliche Sack Reis umfällt, rangiert in seiner Relevanz etwa auf gleichem Level.

    Und muss ich Ihnen wirklich noch erklären, dass auch "durchgeimpfte" Personen nicht vor einer Ansteckung gefeit sind, sondern dies nur die Krankheitsverläufe signifikant abmildert?! Solange nicht eine erheblich höhere Impfquote als aktuell zu verzeichnen ist, wird man mit Abstands- und Maskenpflicht in weiten Bereichen leben müssen - und präziser: die Impfverweigerer werden auch in Zukunft Einschränkungen hinnehmen müssen, die für Geimpfte dann hoffentlich bald nicht mehr gelten.

  4. 107.

    Auweia! Stellt Euch vor, sämtliche Regeln gegen Corona haben gewirkt, oder auch nicht, aber wie dem auch sei, stellt Euch vor, dass morgen früh Corona eingedämmt wäre! Vorsichtshalber sollte Herr Spahn deshalb heute noch schnell massenweise Antidepressiva ordern und bunkern, denn dann wird vielleicht RBB24 abgeschaltet, in jedem Fall zerfällt aber die 'querdenken-bewegung' ins bedeutungslose, weil diese Gruppe endgültig nicht mehr mit 'demos' und ähnlichen 'grundrechten' auffallen kann (was wirklich schön wäre).

  5. 106.

    Genau - Am Wahlabend ist klar, welchen Parteien die Wähler ins Parlament verholfen haben. Als erstes sind dann die Wahlprogramme und Koalitionsankündigungen (wer mit wem - wer nicht mit wem) Makulatur, wegen der notwendigen Verhandlungskompromisse. Im Koalitionsvertrag und der Regierungserklärung steht noch viel weniger aus den Wahlprogrammen. Am Ende der Wahlperiode braucht es eine Lupe, um zu finden, welches stückchen Wahlprogramm umgesetzt wurde. Und: Lautes Oppositions-Getöne vor dem Wahlabend gegen Regierungsparteien sind schnell verebbt, schlecht gefundene Gesetze bleiben stillschweigend in Kraft. So geht es in den Alt-Bundesländern seit 1949 und im vereinigten Deutschland regelmäßig bis heute, morgen und übermorgen.

  6. 105.

    " Zug der Liebe" also.
    Okay.........
    Meine Definition von Liebe ist tatsächlich eine andere als dafür zu demonstrieren und sich dabei so zu verhalten, dass möglichst viele Menschen sich während einer Pandemie mit weltweit Mio. Toten mit dem Virus infizieren.
    Liebe ist für mich Fürsorge. Wertschätzung. Aufeinander aufpassen.
    Rücksicht. Zuwendung. Auch selbst einmal zurück stecken zum Wohle Anderer.
    Also genau das Gegenteil.

  7. 104.

    Dann lies richtig.
    Es geht um die Einhaltung von Regeln und nicht um Sinnhaftigkeit. Trotz 3G war im Stadion Abstandsgebot bzw Maskenpflicht. Es gab sogar eine Durchsage. Und?

    Für mich ist beides sinnlos.

  8. 103.

    Zitat: "Da du ja Unioner bist,würde mich eines interessieren,hätte das Spiel im Olympiastadion auch ohne Zuschauer stattfinden sollen,da man im Vorfeld davon ausgehen musste,dass sich die Ultras nicht an die Maßnahmen halten werden?"


    Oje, das tut ja schon beim lesen weh. Mal zur Info für Sie: Die Tickets waren personalisiert und Zugang erhielten nur 3G gecheckte Personen, die dem H-Konzept des Vereins zugestimmt haben.
    Das mit einer Anti-was-auch-immer-Demo vergleichen zu wollen, ist ja wohl mehr als lächerlich, "issooo".

  9. 102.

    Das dauert bei den Querdenkern bis man es versteht das man keine Demos in Berlin will! Der "Groschen" fällt in Cent-Stücke. Und so lange die Masken nicht drauf sind, wird es schwieriger und schwieriger mit der erlaubten Demo.
    Berlin wäre ohne 1000 Demos die nix bringen attraktiver.
    Für mich haben die Querdenker zu viel Freizeit.

  10. 101.

    Die offensichtliche Ungleichbehandlung fällt schon auf.

    Da: Kritiker der Maßnahmen der Regierung gegen die Pandemie. Verbote von Demonstrationen, massive Polizeieinsätze, um diese Verbote durchzusetzen.

    Hier: Wohlwollende Berichterstattung der öffentlich-techtlichen Medien. Ein Verbot der Veranstaltung stand nicht zur Debatte.

    Dabei kann man im Grunde kein unterschiedliches Verhalten in Bezug auf Maskenpflicht, Abstände etc. erkennen. Die Regeln werden gleichermaßen mißachtet. Wie übrigens ungeahndet auch im ÖPNV.

    Man macht sich seine Gedanken...

  11. 100.

    @ Benny: Jo, hier hat man von der noch stattfindenden Demo vorab schon mal ein Foto veröffentlicht. Sie sind ja richtig helle, Herr Krüger.

  12. 99.

    Moin,
    ich wusste gar nicht, dass wir schon beim Du sind;-), ist aber okay.
    Ich hab die rechten Demos nicht vergessen. Denn das dürften ja in der allgemeinen Wahrnehmung (ob das tatsächlich so ist sei dahingestellt) inzwischen die von Lotte als "Querköppe" bezeichneten sein. Lotte wollte aber ein Verbot damit begründen, dass diese Demos regelmäßig aggressiv und gewalttätig seien. Daher mein Verweis zu den Aufmärsche der Linksextremen. Ich symphathisiere mit keinen von beiden. Ich finde ehrlich gesagt beide doof. Das offensichtliche verrennen der Politik zu diesem Thema finde ich auch doof.
    VG

  13. 98.

    Wäre die Regierung damals bloß in Bonn (in ihrem Dorf) geblieben. Jetzt will sie die einzige Großstadt auch zum Dorf machen mit ihren ganzen Verboten z. B. Auto. Fliegen aber selbst ständig im Land hin und her (nach Bonn) oder mit Auto. Wie wäre es mit dem Zug?

  14. 97.

    Erlaubt wird was gefällt.

  15. 96.

    Da du ja Unioner bist,würde mich eines interessieren,hätte das Spiel im Olympiastadion auch ohne Zuschauer stattfinden sollen,da man im Vorfeld davon ausgehen musste,dass sich die Ultras nicht an die Maßnahmen halten werden?

    Die Polizei muss heute sehr genau auf die Einhaltung der Regeln achten,da man ihr sonst,und zwar zu Recht,unterschiedliche Standards vorwerfen kann. In diese Bredouille hat sie sich durch die Verbote anderer Demos leider selbst gebracht.

    Meiner Meinung nach ist es komplett lächerlich wegen einer fehlenden Maske draußen auch nur irgendetwas verbieten zu können. Dass so etwas weithin akzeptiert wird,zeigt wie weit wir schon vom Weg abgekommen sind..

  16. 95.

    Bisher darf noch jeder seine Meinung haben, aber muss er sie auch überall äußern? Schließlich heißt es MEINung und nicht DEINung oder EURung. So lange hier und in anderen Medien, in Kneipen und auf der Straße Meinungen frei geäußert werden dürfen, seh ich die Meinungsfreiheit nicht in Gefahr. Vielleicht sollte aber nicht gefühlt jede Demo in Berlin stattfinden, denn wie RBB24 letztes Jahr im Dezember schrieb, wird täglich rund 14 Mal in der Stadt demonstriert. Das beeinträchtigt das Alltagsleben in einigen Gebieten doch stark und sorgt trotzdem nicht für allgemeine Aufmerksamkeit.

  17. 94.

    Oooch .... ist 'ne Fernbeziehung der anderen Art ;-).

  18. 93.

    Noch Fragen? Hat aber nichts mit der Kritik an der Regierung zu tun. Es geht um den Schutz der Kritiker vor sich selbst. Irgendwo im Elfenbeinturm: “Warum muss der Pöbel aber auch immer seine Meinung kundtun. Ach komm, wir verbieten es einfach.”
    Und ich bin mir absolut sicher: Beim Zug der Liebe wird es zu keinem einzigen Verstoß gegen die Infektionsschutzregeln kommen! Außerdem ist das Virus ja clever und kann eine gute Demo von einer schlechten unterscheiden, von daher geht das schon so in Ordnung...

  19. 92.

    Gefährlicher sind die, die Schweigen und im dunklen agieren und dann die ungewollte Partei wählen. Es muss einfach eine offenere Communikation möglich sein, und unterschiedliche Sorgen und Ängste wahrgenommen und thematisiert werden. Das ist anstrengend, aber nur so können wir dem Zulauf der AFD entgegenwirken. Ob diese Demo geeignet ist oder eher kontraproduktiv, wird sich zeigen.

  20. 91.

    Warum das Tempelhofer Feld auch noch vollmüllen?
    Dann lieber in Kreuzberg die autofreien Bereiche zu Demozonen erklären, dann müssen die Protestler nicht so weit laufen.

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