Prozess gegen Clanchef Abou-Chaker - Bushidos Ehefrau vorerst nicht verhandlungsfähig

Archivbild: Rapper Bushido und seine Frau Anna-Maria Ferchichi in Berlin nach ihrer Hochzeit. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)
Bild: dpa/Jens Kalaene

Im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido kann die Befragung der Ehefrau des Musikers vorerst nicht fortgesetzt werden. Anna-Maria Ferchichi, die mit Drillingen schwanger ist, werde voraussichtlich nicht vor Ende November erscheinen können, hieß es am Montag nach einer vierwöchigen Prozesspause am Landgericht Berlin.

Ferchichi sagte bereits drei Tage lang aus

Anna-Maria Ferchichi hatte im Juni als Zeugin berichtet, dass Arafat Abou-Chaker ihren Mann kontrolliert, dirigiert und diktiert habe. "Der Einfluss, den Arafat Abou-Chaker hatte, machte mir Angst", sagte die 39-Jährige. Sie wurde dabei im Gerichtssaal wie auch ihr Mann von Personenschützern bewacht.

Zum geplanten vierten Tag ihrer Befragung war die Frau des Musikers dann nicht erschienen - wegen Komplikationen in der Schwangerschaft, teilte ihre Anwältin damals mit. Einer der Verteidiger erklärte, aus seiner Sicht seien die bislang vorgelegten ärztlichen Atteste nicht ausreichend, um eine Verhandlungsunfähigkeit zu begründen.

Vor seiner Frau hatte der Rapper, bürgerlich Anis Ferchichi, in dem seit Mitte August 2020 laufenden Verfahren an 25 Tagen als Zeuge Rede und Antwort gestanden. Der 42-jährige Bushido hatte seine Beziehung zu Arafat Abou-Chaker mit einer Zwangsheirat verglichen. Er ist in dem Verfahren auch Nebenkläger.

Alle Angeklagten schwiegen bisher

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Mitangeklagt sind auch drei Brüder des Berliner Clanchefs. Die vier Männer haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Zu den Straftaten soll es gekommen sein, nachdem Bushido 2017 die Beziehungen zu seinem langjährigen Geschäftspartner aufgelöst hatte. Arafat Abou-Chaker habe dies laut Anklage nicht akzeptieren wollen. Der Rapper sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit einer Wasserflasche und einem Stuhl attackiert worden.

Nächster Zeuge soll Mitte August aussagen

Als nächster Zeuge soll ein Musikmanager befragt werden, der einer anderen arabischstämmigen Großfamilie angehört. Der Mann werde für den 16. August geladen, wie der Vorsitzende Richter ankündigte.

Sendung: Inforadio, 02.08.2021, 14:45 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Drillinge? Wow ! Ich wünsche den werdenden Eltern alles Gute, viel Kraft und vor allem Gesundheit für die Zwerge und die Mama.

  2. 1.

    Wenn der B vorher von Dr.Faust gehört hätte und das auf sich bezogen, wäre uns der Shit erspart geblieben. Wie viele Kids sind seiner Gequirlten Hühnerkakke gefolgt, aber eben nicht vermögend geworden, Sondern Handlanger seiner Peiniger geblieben.

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