Halbjahresvergleich zu 2020 - DLRG zählt mehr Badetote in Berlin

Feuerwehr Köln gemeinsam mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bei einer Notfall-Übung (Quelle: dpa/Christoph Hardt/Geisler-Fotopres)
Bild: dpa/Christoph Hardt/Geisler-Fotopress

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat es in Berlin mehr Badetote gegeben als im Vorjahreszeitraum. Mindestens fünf Menschen kamen bei Badeunfällen ums Leben, zwei mehr als 2020, wie aus einer vorläufigen Bilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hervorgeht, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt worden ist.

In Brandenburg ging die Zahl der Badetoten hingegen zurück: Waren es zum Stichtag 21. Juli dieses Jahr zwölf Menschen, die ertranken, waren es 2020 14 Menschen. Insgesamt ging die Zahl der Badetoten bundesweit leicht zurück. Insgesamt ertranken mindestens 184 Menschen, acht weniger als im Vorjahr.

Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Alkoholeinfluss

Zu den Hauptgründen für das Ertrinken zählen den Angaben der DLRG zufolge unbewachtes Baden, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Alkoholeinfluss.

In Berlin sind im vergangenen Jahr elf Menschen bei Badeunfällen gestorben, das waren deutlich mehr als im Jahr davor. 2019 waren laut DLRG zwei Menschen ertrunken. In Brandenburg ging die Zahl der Badetoten hingegen zurück: Im Jahr 2020 kamen mindestens 24 Menschen bei Badeunfällen ums Leben, 10 weniger als im Jahr zuvor.

Tödliche Badeunfälle in Spandau und Pankow

In Brandenburg ereignete sich Ende Juli an sechs Tagen hintereinander ein tödlicher Badeunfall. In Berlin ertrank Anfang Juli ein Mann in der Scharfen Lanke im Ortsteil Spandau und Mitte Juni ein weiterer Mann im Weißen See in Pankow.

Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt.

Sendung: Inforadio, 05.08.2021, 11:01 Uhr

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