Hallenbad-Saison startet parallel - Berliner Olympiabad bleibt bis Ende September geöffnet

Do 12.08.21 | 08:35 Uhr
Im Sommerbad Olympiastadion sind die beiden Tribünen mit Wetterschutzdächern überbaut. (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Audio: rbb 88.8 | 11.08.2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/Annette Riedl

Das Sommerbad Olympiastadion in Berlin bleibt bis zum 30. September geöffnet. Grund für die verlängerte Öffnung ist das defekte Dach am Stadtbad Charlottenburg, wie die Berliner Bäder mitteilten. Noch ist unklar, wann die Schäden beseitigt werden. Deshalb können die Besucher bis Ende September auf das Sommerbad Olympiastadion ausweichen.

Die Hallenbad-Saison ist schon gestartet

Der Schwimmunterricht für die Schulklassen wurde ins Stadtbad Wilmersdorf verlegt. Die meisten Sommer- und Strandbäder schließen Anfang bis Mitte September. Seit Anfang dieser Woche nehmen nach und nach auch wieder die Hallenbäder ihren Betrieb auf. Ganz neu an den Start geht in dieser Saison die Schwimmhalle Kreuzberg auf dem Gelände des Prinzenbades.

Den Auftakt bei den Hallenbädern hatte am 9. August die Schwimmhalle Helene-Weigel-Platz in Marzahn gemacht. In der kommenden Woche nehmen nach Angaben der Bäderbetriebe zwei weitere Hallenbäder den Betrieb auf: die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) und die Schwimmhalle Schöneberg am Sachsendamm (SSH).

Für alle Hallenbäder gilt die 3-G-Regel: Der Zutritt ist ausschließlich für genesene, geimpfte oder getestete Personen möglich.

Tribünen eingehüllt - Sanierung nicht absehbar

Im Olympiabad bietet sich Besuchern seit Monaten ein ungewöhnlicher Anblick: Die Tribünen sind mit Wetterschutzdächern überbaut, Schilder warnen vor einer möglichen starken Erhitzung der Oberflächen. Die Dächer sollen die Tribünen vor Regen und weiteren Schäden schützen, teilte der Sprecher der Sportverwaltung, Martin Pallgen, mit.

"Die Wetterschutzdächer verbleiben bis zum Beginn der grundhaften Sanierungsarbeiten", so Pallgen. Wann diese starten, lasse sich aber noch nicht einschätzen, erläuterte der Sprecher mit Verweis auf Planungs- und Ausschreibungsverfahren.

Die Tribünen des 1934 bis 1936 errichteten Schwimmstadions sind denkmalgeschützt, aber in schlechtem Zustand und ungenutzt. In einem Entwicklungskonzept von 2020 für den Olympiapark wurden die Sanierungskosten allein für die Tribünen auf etwa 33 Millionen Euro geschätzt.

Sendung: rbb 88.8, 12.08.2021, 08:00 Uhr

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