Testphase in zwei Bezirken - Pilotprojekt "Berliner Hausbesuche" für ältere Menschen startet

Ein alter Mann (92 Jahre) sitzt im Garten auf einer Bank. (Quelle: dpa/Frank Hoermann/)
Bild: dpa/Frank Hoermann

Das Pilotprojekt "Berliner Hausbesuche" für ältere Menschen ab 70 Jahren startet Ende August in zwei Berliner Bezirken. Dabei handelt es sich um eine Beratungsinitiative der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit in Zusammenarbeit mit den Maltesern, wie der Malteser Hilfsdienst am Montag in Berlin ankündigte.

Über 70-Jährige werden angeschrieben

In einer ersten Testphase ist das Projekt auf die Bezirke Charlottenburg-Nord und Neu-Hohenschönhausen begrenzt. Berlinerinnen und Berliner, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag begehen, erhalten ein Schreiben des Bezirks. Darin wird das Pilotprojekt "Berliner Hausbesuche" vorgestellt und darüber informiert, wie das kostenfreie Gesprächsangebot in Anspruch genommen werden kann. Menschen ab 70 Jahren können bei Interesse telefonisch oder per E-Mail den persönlichen Gesprächstermin mit den Maltesern daheim oder an einem anderen Ort vereinbaren.

Infos und Hilfestellung im Alltag

"Einsamkeit im Alter sehen auch wir Malteser als eine der großen sozialen Herausforderungen unserer Zeit, aber auch zukünftig", erklärte die zuständige Abteilungsleiterin der Berliner Malteser, Susanne Karimi. "Unsere für diese Aufgabe besonders geschulten Lotsen und Lotsinnen verstehen sich als Wegweiser für ältere Menschen. Sie informieren und helfen so, Möglichkeiten für ein vielfältiges Leben im Alter zu entdecken", so Karimi. Bei Bedarf werden auch direkt Kontakte zu Sport-, Freizeit- oder Beratungsangeboten hergestellt.

Sendung: Abendschau, 23.08.2021, 19:30 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Gern hätte ich einen freundlichen Mitmenschen, den ich zu Alltags Fragen befragen kann. Die jungen Menschen, die ich hatte, sagten mir, wenn ich etwas nicht weiß soll ich Google fragen oder ist doch ganz einfach. Das mag ich nicht mehr hören. Ich benötige auch etwas länger Zeit, bis ich einen neuen Techniktrick verstanden habe

  2. 2.

    Das ist doch aber nichts Neues. Es hat schon viele, viele solcher Projekte gegeben, mit mehr bzw. weniger Erfolg.
    Neu ist, dass die Leute persönlich angeschrieben werden und das wird nicht bei jedem Senior gut ankommen.
    Diese Menschen sind alt genug, um selbst zu bestimmen. Dieses " auf- der- Nase- Tanzen" empfinde ich in Teilen als respektlos.

  3. 1.

    Super Sache! Sehr gut! Hätte es schon lange geben müssen!
    Hauptsache es wird kein Rentnercafè / -treff wegen Geldmangel geschlossen!

    Aber:
    Warum erst jetzt?
    Wahlgeschenk - Berlin hat momentan Geld ohne Ende?
    Warum Pilotprojekt (sollte Wort des Jahrs werden!)?

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