Wolkiges, aber warmes Wochenende - Altweibersommer treibt Temperaturen am Wahlsonntag auf bis zu 25 Grad

Sommerwetter in Berlin (Quelle: dpa/Global Travel Images)
Bild: dpa/Global Travel Images

Aus kalendarischer Sicht hat der Herbst zwar schon begonnen, doch was das Wetter angeht hat der Altweibersommer noch ein Wörtchen mitzureden. Am Wochenende soll es ingesamt trocken bleiben - und sogar noch einmal sommerlich werden.

Wer am Wahlsonntag nicht auf die Briefwahl setzt, kann sich auf einen entspannnten Spaziergang zur Wahlurne einstellen. Denn der sogenannte Altweibersommer wird den Menschen in Berlin und Brandenburg ein wärmeres und trockenes Wochenende bescheren. Temperaturen von bis zu 25 Grad seien zu erwarten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag rbb|24 mit.

Bereits im Laufe des Freitags mache sich die ruhigere Wetterlage immer mehr bemerkbar. Zwar würden Wolken aufziehen, doch so windig wie in den vergangenen Tagen soll es nicht mehr werden, sagt DTN-Metereologin Bettina Güldi. "Saharastaub macht sich über Spanien und Frankreich auf den Weg nach Deutschland, den Südwesten von Brandenburg dürfte dieser auch erreichen", prognostiziert die Expertin. Dadurch werde es insgesamt bewölkter, jedoch bleibe es bei Temperaturen von 16 bis 19 Grad.

Hoch Kerstin bringt warme Luftströme

Am Samstag erwartet Güldi dann im Nordosten Brandenburgs stabile 19 bis 20 Grad, im Südwesten des Landes 21 bis 22 Grad. In Berlin werden es ihrer Prognose zufolge 20 Grad.

Von seiner besten Seite werde sich der Altweibersommer aber erst am Wahlsonntag zeigen. "In Berlin und Brandenburg werden es bis zu 25 Grad", sagt Güldi. In der Nacht zu Sonntag erwartet sie Temperaturen von 9 bis 12 Grad. Tagsüber sei dieser sommerliche Ausklang möglich, weil das Hoch Kerstin südwestliche Luftströmungen auslöse, die von der Sahara bis nach Deutschland reichten.

Trotz des angehmeren Wetters am Sonntag, steht der Herbst unverkennbar vor der Tür. Bereits in der Nacht zu Montag könne es laut der Metereologin vereinzelt regnen. Nächste Woche müssten sich die Menschen in Berlin und Brandenburg auf ein wechselhaftes und kühleres Wetter einstellen.

Sendung: Radioeins, 24.09.2021, 8:10 Uhr

3 Kommentare

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  1. 3.

    Ich finde es doch mutig und Sie haben es gut begründet, warum. So gesehen sind wir uns einig. Im Übrigen empfinde ich das Wort "Weib", wie viele meiner "weib"lichen Bekannten, nicht als diskriminierend eher im Gegenteil. Das Gegenstück "Kerl" ist ja auch nicht a priori negativ behaftet.

    Ebenfalls allen einen wunderschönen Altweibersommer!

  2. 2.

    Ich benutze den Begriff " Altweibersommer" auch weiterhin und fühle mich mit 65 nicht diskriminiert.
    Hat für mich auch nichts mit Mut zu tun sondern mit Selbbewusstsein,wenn man nicht jede Änderung der Windrichtung mitmacht. Was gestern galt wird heute oft als politisch nicht korrekt bezeichnet und kann doch morgen wieder richtig sein. Der Zeitgeist lässt grüßen,der unterliegt aber auch einem regelmäßigem Wandel. In diesem Sinne, schönen "Altweibersommer" für alle und mit etwas Glück bekommen wir noch einen Indian Summer,so Petrus will.

  3. 1.

    Ich danke für den guten, alten, mittlerweile mutigen Begriff "Altweibersommer". Eine wunderbare Umschreibung!

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