Haftbefehl wegen versuchten Mordes - Polizei nimmt Tatverdächtigen nach Schüssen in Lichtenberg fest

Di 28.09.21 | 17:11 Uhr
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Polizei steht am 20.09.2021 nach Schüssen auf der Köpitzer Straße und Skandinavischen Straße in Berlin-Friedrichsfelde. (Quelle: Morris Pudwell)
Bild: Morris Pudwell

Nachdem zwei Menschen in Berlin-Lichtenberg Mitte September durch Schüsse auf offener Straße verletzt worden sind, ist nun ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Das teilte die Polizei am Dienstag in einer Pressemitteilung mit. Er werde für einen der beiden Angriffe verantwortlich gemacht, hieß es. Zwischen beiden Fällen bestehe aber kein Zusammenhang.

Die Mordkommission habe in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Berlin einen 31 Jahre alten Tatverdächtigen aus Neukölln ermitteln können, so die Polizei. Er soll am Abend des 19. September in der Köpitzer Straße einen 27-Jährigen angeschossen haben. Gegen ihn erging ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Am Montag sei er dann in Niedersachsen festgenommen worden. Die Tathintergründe sollen im persönlichen Bereich liegen. Bezüge zur organisierten Kriminalität seien bisher nicht erkennbar, teilte die Polizei weiter mit.

Schüsse im Abstand von 90 Minuten

Am späten Abend des 19. September wurde in Lichtenberg zwei Männern im Abstand von 90 Minuten in die Beine geschossen. Die Tat in der Köpitzer Straße ist nach der Festnahme offenbar aufgeklärt. Wer die Schüsse auf dem Gehweg der Skandinavischen Straße abgab, ist derweil noch unklar. Die Ermittlungen der Mordkommission dazu laufen weiter. Die Tat ereignete sich unterhalb der Lichtenberger Brücke, nordöstlich vom Bahnhof Lichtenberg.

Sendung: Abendschau, 28.09.2021, 19:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Von MÜSSEN hat nie jemand was behauptet, nur dass es so sein KÖNNTE. Kleiner aber feiner Unterschied und vorverurteilt wurde damit niemand. Die diversen Vorkommnisse in der letzten Zeit in Berlin ließen eine derartige Vermutung nämlich durchaus zu.

  2. 1.

    Armutszeugnis für Polizei und viele Berliner Medien, dass es nach den Taten zunächst hieß, diese müssten mit der Organisierten Kriminalität zusammenhängen. Dabei waren die einzigen Hinweise darauf offensichtlich die Beinschüsse und die Herkunft der Opfer.

    Letztere wurden somit ohne jeglichen belastbaren Anhaltspunkt diskreditiert. Kein Wunder, dass man seitdem in den Berliner Medien kaum noch was zu diesen Taten gelesen hat und vor allem die Gewerkschaft der Polizei nach der lautstarken Vorverurteilung plötzlich ganz kleinlaut war. Der drölfte Hinweis darauf, dass aus dem NSU nichts gelernt wurde... Schlimm und traurig!

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