Täter noch flüchtig - Zwei Männer in Berlin-Lichtenberg auf offener Straße angeschossen

Schüsse Schussverletzungen Skandinavische Straße Köpitzer Straße Friedrichsfelde (Bild: Morris Pudwell)
Video: Abendschau | 20.09.2021 | Holger Trzczak | Bild: Morris Pudwell

Zwei Mal binnen kurzer Zeit sind in der Nacht zu Montag in Berlin-Lichtenberg Schüsse auf Männer abgefeuert worden. Beide Opfer wurden schwer verletzt. Die Polizei sucht nach dem Täter oder den Tätern. Die Hintergründe der Taten sind noch unklar.

Zwei Menschen sind in Berlin-Lichtenberg durch Schüsse auf offener Straße verletzt worden. Die Schüsse gegen die Männer fielen in der Nacht zu Montag im Abstand von 90 Minuten, wie die Polizei am Montag mitteilte. Den Opfern wurde in die Beine geschossen.

Nach Polizeiangaben wurde zunächst gegen 22:25 Uhr auf dem Gehweg der Skandinavischen Straße ein 36-jähriger Mann niedergeschossen. Die Tat ereignete sich unterhalb der Lichtenberger Brücke, nordöstlich vom Bahnhof Lichtenberg.

Gegen Mitternacht fielen dann vor einem Wohnhaus in der Köpitzer Straße unweit der Kreuzung Alt-Friedrichsfelde / Am Tierpark Schüsse. Dabei wurde ein 27-jähriger Mann getroffen, so die Polizei. Beide Opfer wurden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Ob die Taten zusammenhängen, werde derzeit geprüft. Die Mordkommission habe Ermittlungen übernommen.

Schüsse Schussverletzungen Skandinavische Straße Köpitzer Straße Friedrichsfelde (Bild: Morris Pudwell)
Zunächst wurde ein Mann in der Skandinavischen Straße angeschossen. | Bild: Morris Pudwell

Täter flüchtete offenbar über eine Brücke

Ein Sprecher der Polizei sagte am frühen Montagmorgen, dass die Fahndung nach flüchtigen Tätern laufe. Man wisse noch nicht, ob es einen oder mehrere Täter gibt, sagte ein Polizeisprecher auf rbb|24-Nachfrage.

Nach rbb-Informationen war die Polizei mit schwer bewaffneten Einsatzkräften vor Ort und riegelte beide Tatorte ab. Die B1 war für mehrere Stunden von Friedrichsfelde in östliche Richtung gesperrt. Auch mit einem Hubschrauber wurde am späten Sonntagabend gesucht.

Der "Tagesspiegel" zitierte Augenzeugenberichte, wonach der mutmaßliche Täter zu Fuß über die Brücke, also die Bundestraße 1 und 5, geflüchtet sein soll. Im zweiten Fall berichteten Augenzeugen davon, dass es laut geknallt habe - wie bei Silvesterböllern. Dort sollen mehrere Schüsse gefallen sein.

GdP geht von Organisierter Kriminalität aus

Die Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP) geht bei den Taten von einem Hintergrund der Organisierten Kriminalität aus. Der bisher bekannte Tatablauf deute darauf hin, teilte GdP-Sprecher Benjamin Jendro auf Twitter mit. Ein Schuss ins Bein gelte "als Drohung", konkretisierte er im Gespräch mit dem rbb. Die Täter hätten schwerste Verletzungen und den Tod von Menschen in Kauf genommen.

Sendung: Abendschau, 20.09.2021, 19:30 Uhr

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8 Kommentare

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  1. 8.

    Ich habe mit keinem Wort gemutmaßt - interessant, was alles einem so "in den Mund" gelegt wird. Was für lustige Menschen hier unterwegs sind - Leute lest UND versteht......
    Den Opfern gute Besserung - allen Nichtverstehern auch....

  2. 7.

    Na, " Rael" da haben Sie aber mit Hilfe von " Tanne" aber gerade so die Kurve bekommen. Sie mutmaßen so etwas im ersten Kommentar.

  3. 6.

    Herr Tetzlaf macht seinem Namen alle Ehre. Leider verkommen sämtliche Kommentarspalten immer mehr zu Mülleimern von übersäuerten Mitmenschen.

  4. 5.

    Im TV-Triell gestern zu dieser Thematik leider nichts.

  5. 4.

    Also wer lesen und verstehen kann, ist klar im Vorteil. Profiling ist Sache der Ermittler und involvierten Behörden.

  6. 3.

    Wo steht da bitte was von Clankriminalität bei Rael!?

    Damit haben SIE jetzt den Startschuss für diese ewigen heftigen aber albernen Debatten hier in den Kommentaren gegeben.

    Was dort passiert ist und warum, dafür haben wir noch immer die Polizei.

    Ich finde wir sollten vor allem froh sein, dass den beiden MENSCHEN die dort angeschossen wurden, nur in die Unterschenkel geschossen wurde, was im allgemeinen nicht lebensgefährlich ist, nur sehr sehr sehr ärgerlich und vor allem schmerzhaft.

  7. 2.

    Ohho, ein Profiler mit Diensterfahrung in den Kommentarspalten des RBB. Interessant, zwei Wadenschüsse = Clankriminalität, oder was soll ihr Unterton andeuten?
    Zwei Wadenschüsse können auch das Ergebnis eines bewaffneten Geisteskranken sein. Zumal binnen 90 Minuten bei Nacht in Lichtenberg ja auch immer so viele Menschen unterwegs sind, dass ein Täter sich bewusst auf die Lauer nach zwei Abtrünnigen hätte legen können.
    Bla bla bla.

  8. 1.

    Die Ermittler werden wissen, wie sie die beiden Opfer zueinander in Verbindung bringen können, vor allem in Bezug auf die Art der Verletzungen. Der Wahnsinn bricht sich Bahn und wird immer irrer, vor allem in dieser Stadt.

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