Täter flüchten unerkannt - Transperson in Neukölln angegriffen

: Ein Einsatzfahrzeug der Polizei mit Sondersignal Blaulicht. Quelle: dpa/Fotostand / K. Schmitt/dpa
Bild: dpa/Fotostand / K. Schmitt

Eine Transperson ist in Berlin-Neukölln am Freitagnachmittag verfolgt und angegriffen worden. Gegen 17:45 Uhr sei sie auf der Karl-Marx-Straße zunächst von einer Gruppe Männer transfeindlich beleidigt worden, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Durch Spucken auf den Boden sollen die Angreifer ihre Feindlichkeit unterstrichen haben.

Täter entkommen unerkannt

Einer der Unbekannten habe daraufhin ein mobiles Verkehrsschild aus der Halterung genommen und sei damit drohend auf die Transperson zugelaufen. Diese rannte davon, während der Mann sie mit dem schlagbereiten Schild verfolgte. Als die flüchtende Person stolperte und zu Boden fiel, bildete sich eine Menschentraube um sie, woraufhin ein Zeuge dazwischenging. Daraufhin soll sich die Gruppe unerkannt entfernt haben.

Die alarmierten Einsatzkräfte hätten die Umgebung nach den Angreifern abgesucht - aber niemanden gefunden, wie die Polizei weiter mitteilte. Die 39 Jahre alte Transperson erlitt bei dem Sturz Hautabschürfungen, lehnte den Angaben zufolge jedoch eine medizinische Versorgung ab. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung übernommen.

rbb 88,8, 25.09.2021, 12:00 Uhr

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