Prenzlauer Berg und Kreuzberg - Zwei Menschen bei transfeindlichen Übergriffen attackiert

Ein Einsatzfahrzeug der Polizei steht vor einem Gebäude. (Quelle: Paul Zinken/dpa)
Bild: Paul Zinken/ dpa

Zwei Menschen sind am Wochenende in Berlin Opfer schwerer transfeindlicher Attacken geworden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, griff am Samstagnachmittag ein Mann eine trans Frau in Kreuzberg mit Fäusten an, entriss ihr die Jacke und versuchte, sie mit einem Gürtel zu würgen. Das Opfer konnte den Angaben zufolge entkommen. Mitarbeiter einer nahe gelegenen Bibliothek hätten einen weiteren Übergriff verhindert, hieß es weiter. Der unbekannte Täter habe fliehen können.

Zudem attackierten nach Polizeiangaben in der Nacht zu Sonntag mehrere Männer in einem U-Bahnhof im Stadtteil Prenzlauer Berg eine 55-jährige Person, die Frauenkleider trug. Sie hätten sie bespuckt, mit Bier übergossen und mit Reizgas besprüht. Auch diese Täter seien entkommen, so die Polizei. Der Mitteilung zufolge handelt es sich auch in diesem Fall um einen "transphoben Hintergrund".

In beiden Fällen ermittelt den Angaben zufolge der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt.

Sendung: rbb 88.8, 12.09.2021, 17 Uhr

15 Kommentare

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  1. 15.

    Man sollte auch hier homophobe Kommentare zur Anzeige bringen. Das ist keine Meinung. Das sind hässliche Attacken in der Anonymität des Netzes und nur hier fühlen sich rechte Gruppierungen besonders mutig. Keine Chance, Homophobie ist heilbar.

  2. 14.

    Eigentlich stimmt das nicht, denn viele deutsche Männer zieht es nach Asien, damit sie dort ungestört lieben dürfen. Die Welt ist unschuldig, es sind nur einfältige und dumme Menschen, die derartigen Unsinn glauben. Die Sexualität eines Menschen ist immer Privatsache und ob ein Mann impotent ist oder gleichgeschlechtlich liebt, geht niemanden etwas an, oder stigmatisiere ich Sie, weil nix mehr funktioniert?

  3. 13.

    Vielleicht waren es rechtsradikale Gruppierungen? Der Menschenhass unter jenen ist unverkennbar nicht auf Frauen begrenzt.

  4. 12.

    Da werden Menschen brutal attackiert, weil sie für die Täter nicht ins geistig begrenzte 08/15-Schema passen, aber alles, was Sie dazu zu sagen haben, ist "Mimimimimi". Ist Ihnen das nicht peinlich? Und selbstverständlich wird auch über sonstige Kriminalität berichtet, vielleicht sollten Sie einfach mal die Augen aufmachen. Ich kann's echt nicht mehr hören.

  5. 11.

    Lieber Detlef, Deine Fragen solltest Du lieber bei Google eintippen - in einem Leserkommentar machst Du lediglich Deine Unkenntnis öffentlich aber gewinnst keine eigene Kenntnis. Die Zuständigkeit des polizeilichen Staatsschtzes ist gesetzlich geregelt. Kann man also nachlesen, warum bei diesen Delikten dieser Teil der Kriminalpolizei ermittelt. Wobei ich aber nicht ganz verstehe, warum Du Dich an seiner Zuständigkeit störst.

  6. 10.

    So etwas absurdes habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gelesen. Absolut unrealistisch was Sie hier von sich geben. Sie haben von Transpersonen nicht den blassen Schimmer.

  7. 9.

    Eine Schande ist es, wenn es in dieser Stadt immer mehr Angriffen auf Menschen gibt, und man das Gefühl hat, dass das nur noch Erwähnung findet, wenn diese einer der *-sexuellen Gruppen angehören oder der Angriff als *istisch also sexistisch, rassistisch, anisemitisch, ... bezeichnet werden kann.

    Wenn man nur der "normalen", angeblich nicht diskriminierten Bevölkerung angehört, wird das nie besonders beachtet ...

  8. 8.

    Eigentlich ist die ganze Welt transphob !
    Warum ermittelt der Staatsschutz des Landeskriminalamtes ? Wollen oder Können oder Dürfen andere Polizei-Einheiten nicht ermitteln ? Haben Die da besonders viel Personal, besondere politische Neigungen oder haben Andere zu viel Arbeit ? Vielleicht ein politisches Chefarztsyndrom ? Vielleicht sind Ermittlungs- und Erziehungserfolge deshalb so rar ?

  9. 7.

    Eine Schande ist das in dieser Stadt geworden, immer mehr Angriffe gegen Homosexuelle und Trans Menschen und alles schaut zu in diesem doch so bunten offenen Berlin!

  10. 6.

    Na klar, ein „Transkrieg“ ist ja auch so wahrscheinlich? Hör auf hier zu relativieren! Die Opfer haben mein großes Mitgefühl.

  11. 5.

    @JustaBerliner: Bei einem Angriff liegt doch eigentlich immer ein Tatmotiv vor, oder? Also Hass oder um einfach um jemanden auszurauben. Ich finde es nicht falsch die Motive - welche auch immer es sein mögen - zu benennen. Nur so kann man sich ein Bild von der Kriminalität machen und sie bekämpfen oder Prävention betreiben. Die verschiedenen angegriffenen Gruppen gegeneinander auszuspielen finde ich irgendwie unnötig und schade, davon hat niemand was, auch nicht Nicht-Queere Opfer.

  12. 4.

    Danke an die Mitarbeiter der Bibliothek, die geholfen haben.

  13. 3.

    Welches Adjektiv kommt eigentlich zur Anwendung, wenn Menschen attackiert werden, die nicht den diskriminierten Gruppen der LGBTQ+ oder nicht einer anderen diskriminierten Gruppe angehören?

    Heißt es dann "...Menschen bei allgemein-feindlichen Übergriffen attackiert?

  14. 2.

    der gesamte hintergrund ist nicht geklärt aber schon wird welle geschoben. vielleicht waren die angreifer auch transwesen!? vielleicht wurden sie beleidigt und es kam zu einem transkrieg in einem transrevier. soll vorkommen in der transszene

  15. 1.

    Einfach nur noch schrecklich, was sich in Berlin abspielt.
    Warum werden auch hier erneut Hintergründe zu den Tätern verschwiegen bzw. nicht recherchiert???
    Ich wünsche den Opfern gute Besserung!
    Am Ende bekommen die Täter vermutlich wieder Strafen aus dem Resozialisierungs-Baukasten.
    Was sagt eigentlich Rot-Rot-Grün zu dieser Kriminalitätspolitischen Schreckensbilanz???

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