Berlin-Wilmersdorf - 29-Jähriger verletzt zwei Menschen durch Messerstiche schwer

So 05.09.21 | 19:14 Uhr
Notarzt Rettungswagen der Berliner Feuerwehr (Quelle: dpa/Gobal Travel Images)
Bild: dpa/Gobal Travel Images

Bei einem Messerangriff sind am Samstag in Berlin-Wilmersdorf zwei Menschen schwer verletzt worden. Bei den Opfern handelt es sich um eine 58-jährige Landschaftsgärtnerin und einen 66 Jahre alten Mann, wie die Polizei am Sonntagvormittag mitteilte.

Angreifer war demnach ein 29 Jahre alter Afghane. Er soll laut Polizei die in einer Grünanlage tätige Landschaftsgärtnerin gegen Mittag zunächst angesprochen haben, weil er sich mutmaßlich daran störte, dass sie als Frau arbeitete. Wie die Polizei weiter mitteilte, soll ihr der Angreifer anschließend unvermittelt mehrere gezielte Messerstiche in den Hals versetzt und sie dadurch lebensgefährlich verletzt haben.

Polizei nimmt mutmaßlichen Täter fest

Ein zu Hilfe geeilter 66 Jahre alter Passant soll von dem Tatverdächtigen ebenfalls durch Halsstiche schwer verletzt worden sein. Beide Angriffsopfer kamen ins Krankenhaus und mussten operiert werden.

Der mutmaßliche Täter konnte von Polizisten festgenommen werden. Staatsanwalt Martin Steltner sagte am Sonntag, es gebe Hinweise auf eine islamistische Gesinnung des Mannes. Die Generalstaatsanwaltschaft und der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermitteln zu der Tat, auch mit Blick auf einen möglichen islamistisch motivierten Angriff.

Laut Polizei könnte eine psychische Erkrankung des seit 2016 in Deutschland lebenden Mannes bei der Tat eine Rolle gespielt haben. Dieser soll sich, so Steltner, jünst in psychiatrischer Behandlung befunden haben. Am Sonntag wurde gegen den 29-Jährigen ein Haftbefehl erlassen.

Sendung: Inforadio, 05.09.2021, 8:00 Uhr

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