Technischer Fortschritt - Flugsicherung schließt Funkfeuer und schafft Platz für Windräder

Funkfeuer auf einem Feld (Quelle: dpa/Bildagentur-online/Forkel)
Bild: dpa/Bildagentur-online/Forkel

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) macht Platz für mehr Windräder. Der technische Fortschritt bei der Flugüberwachung erlaube die Abschaltung weiterer Funkfeuer, in deren 15-Kilometer-Umkreis keine Windkraftanlagen gebaut werden dürfen, heißt es in einer Pressemitteilung der Flugsicherung vom Donnerstag.

Letztlich sollen nur 40 Funkfeuer bleiben

Von ursprünglich 70 Funkfeuern in Deutschland (Stand 2004) sind derzeit noch 57 Anlagen im Betrieb, von denen den neusten Angaben nach zehn bis 2025 geschlossen werden sollen, so die Flugsicherung. In Brandenburg ist das Funkfeuer in Fürstenwalde (Oder-Spree) betroffen, in Berlin das in Tegel.

Letztlich sollen 2030 in Deutschland nur noch rund 40 Funkfeuer betrieben werden. An die Stelle der abgebauten Anlagen kommen kleinere Antennen, die nur einen geschützten Umkreis von drei Kilometern benötigen.

Funkfeuer helfen Piloten bei Orientierung

Geschlossen werden sollen die Funkfeuer in Bayreuth (2021), Würzburg (2021), Nattenheim (2021), Tegel (2021), Gedern (2022), Roding (2022), Luburg (2023), Cola (südwestlich Flughafen Köln/Bonn, 2024), Fürstenwalde (2025) und Hamm (2025).

Funkfeuer sind Sendeanlagen, die Piloten mithilfe von elektromagnetischen Wellen Richtungs- und Entfernungsangaben übermitteln.

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