Psychologe zum Umgang mit dem Klimawandel - Warum Schuldgefühle dazu führen können, dass der Klimawandel verleugnet wird

Kinder malen mit Kreide den Schriftzug "STOPPT DEN KLIMAWANDEL" auf der temporären Spielstrasse Sprungschanzenweg im Stadtteil Dahlem. Am Mittwoch soll es in allen Berliner Bezirken temporäre Spielstraßen für Kinder geben. (Quelle: dpa/Carsten Koall)
Bild: dpa/Carsten Koall

Die Klimakrise berührt die Menschen emotional. Viele haben Angst vor der Zukunft - andere blocken ab und verdrängen das Thema. Alles sei möglich, sagt der Umweltspsychologe Gerhard Reese, und warnt vor Radikalisierung.

rbb|24: Herr Reese, mittlerweile leugnet nur noch eine Minderheit den menschengemachten Klimawandel. Dass er schwerwiegende Folgen für die Lebensgrundlagen der Menschheit haben wird, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird, ist ebenfalls kaum noch umstritten. Versetzt dieses Wissen Menschen in Panik, so wie Greta Thunberg es fordert?

Gerhard Reese: Große Panik sehe ich da bisher nicht. Es gibt allerdings durchaus eine Gruppe von Menschen, die mit sehr großer Sorge und einer gewissen Form von Angst auf die Klimakrise reagiert. Gerade letzte Woche gab es auch eine neue Studie, finanziert von der Nichtregierungsorganisation Avaaz, die 10.000 16- bis 25-jährige in verschiedenen Ländern untersucht hat. Eine Mehrheit gibt an, dass sie wachsende Sorgen und Angst vor der Klimakrise und deren Konsequenzen haben.

Zur Person

Gerhard Reese im Juni 2018. (Quelle: P. Sittinger)
P. Sittinger

Gerhard Reese

Prof. Dr. Gerhard Reese ist Professor für Umweltpsychologie an der Universität Koblenz-Landau.

Welche psychologischen Bewältigungsstrategien für diese Ängste beobachten Sie?

Es gibt ganz grob eingeteilt zwei Fraktionen. Einmal gibt es die, die die Klimakrise und deren Konsequenzen verdrängen. Da greifen verschiedene Mechanismen. Zum Beispiel die Verantwortung von sich weg oder auf andere zu schieben, oder die Krise herunterzuspielen und zu sagen, dass es schon nicht so schlimm werden wird. Das ist zwar nicht die Leugnungs-Ecke, aber schon die, die das nicht ganz so ernst nimmt.

Zweitens gibt es diejenigen, die aktiv werden. Das ist auch etwas, was man in Studien wie der noch nicht veröffentlichten "Anxiety and Xlimate Chance" der Universität Koblenz-Landau (Anm. d. Redaktion: Gerhard Reese ist Mit-Autor der Studie) sehen kann. Dass diese Sorge gar nicht unbedingt zu Ohnmacht führen muss, sondern dass sie Menschen auch dazu motivieren kann, aktiv zu werden, etwa im Rahmen einer Bewegung oder in der Bereitschaft, bestimmte politische Maßnahmen stärker zu unterstützen.

Beim Klimastreik gehen viele Kinder und Jugendliche auf die Straße und fordern ihr Recht auf Zukunft ein. Was macht das mit der Elterngeneration?

Das hängt sehr stark davon ab, wie die Eltern eingestellt sind. Es ist ja nicht so, dass sich die Elterngeneration per se nicht klimaschützend verhalten will. Da gibt es – wie in jeder Alterskohorte – Unterschiede. Unter den heute 50 bis 70-Jährigen beispielsweise gibt es ja auch ganz viele, die schon in den 80er Jahren der Umweltbewegung aktiv waren.

Wenn wir von liebenden Eltern ausgehen, unterstützen sie natürlich die Anliegen ihrer Kinder. Aber da gibt es unter Eltern natürlich eine riesige Bandbreite von Reaktionen.

Es soll auch Eltern geben, die vermeiden, mit ihren Kindern über das Thema zu sprechen.

Das ist dann vermutlich ein Thema für einen Familientherapeuten. Denn wenn man über dieses Thema nicht spricht, wird man auch über viele andere Themen nicht sprechen. Da ist die Klimakrise vielleicht kein spezifisches Phänomen.

Aber könnte es nicht sein, dass Eltern sich schuldig an der Klimakrise fühlen und deshalb so agieren?

Ja, das kann schon sein. Aber selbst das Gefühl von Schuld kann ja Menschen auch motivieren, ihr Verhalten zu ändern. Doch Schuld kann natürlich auch dazu führen, dass man abblockt, ein Thema von sich wegschiebt und solchen Gesprächen aus dem Weg geht.

Was macht das alles mit Kindern – so groß zu werden ist ja schon eine spezielle Kindheit?

Das ist richtig. Da das sehr speziell ist, gibt es dazu bisher auch kaum Forschungen. Man kann nur zurückgreifen auf Forschungen aus anderen Konfliktsituationen. Es wachsen seit Jahrhunderten Kinder in lebensbedrohlichen Situationen auf. Man weiß, dass es für sie wichtig ist, dass sie irgendeine Form von funktionierendem sozialem Umfeld haben. Und dass es wichtig ist, dass Kinder ernst genommen und gehört werden – sie und ihre Anliegen also auf Augenhöhe betrachtet werden. Das ist etwas, was bei der Klimakrise bisher nicht passiert. Wir sehen ja, dass die Politik die Sorgen der Fridays for Future-Demonstranten und Demonstrantinnen bisher nicht ganz ernst nimmt.

Da habe ich persönlich schon die Sorge, dass das zu neuem politischen Verdruss führen kann. Und bei anderen vielleicht sogar zu einer Form der politischen Radikalisierung.

Was raten Sie Menschen, die unter Zukunftsängsten wegen des Klimawandels leiden?

Mein Rat ist, sich mit anderen Menschen zusammenzutun, denen es ähnlich geht. Die also ein gemeinsames Ziel, nämlich den Klimaschutz, verfolgen. Mit ihnen kann man agieren, auf die Straße gehen und konzertierte Aktionen initiieren. Damit man zum einen das Gefühl hat, nicht allein zu sein und zum anderen das Gefühl von kollektiver Wirksamkeit erfährt. Wer sich zusammentut merkt, dass man etwas bewirken kann.

Gibt es vielleicht in der Gesellschaft besonders große Ängste bei denen, die an ihrem Leben nichts ändern wollen?

Es gibt Forschungen, beispielsweise von der Universität Uppsala in Schweden, die darauf hindeuten, dass Klimaleugner oft Menschen sind, die Sorge vor der Veränderung ihres Status Quo haben. Das sind oft dann gleichzeitig Leute, deren Status Quo vorteilhaft ist im Vergleich zu anderen Menschen. Gerade Menschen, die Sorge haben, sie könnten etwas verlieren oder müssten auf irgendwas verzichten, wollen da nicht so aktiv werden.

Aber ich würde da keine allgemeine Tendenz herauslesen. Denn es gibt eine ganz große Anzahl von Menschen, die zu Veränderung bereit sind. In Deutschland gibt es in sehr vielen Umfragen eine Mehrheit von Menschen, die mehr Klimaschutz wollen.

Wir als Nachrichtenredaktion stellen fest, dass sich regelmäßig unter unseren Nachrichten zum Klimawandel oder um Klimastreik die fiesesten Kommentare ansammeln. Was bewegt Menschen, solche Sachen zu schreiben?

Ich vermute, manche fühlen sich bedroht oder haben das Gefühl, dass das eigene Selbstbild bedroht ist. Aber ich glaube, es gibt da auch einfach eine Reihe von Trollen, die Stunk machen wollen. Bei denen inhaltlich gar nicht so viel dahinter steckt, die ihre Meinung dann aber zu einer lauten Minderheit aufblähen. Letztendlich bietet das Internet dadurch, dass man anonym agieren kann, eben auch die Möglichkeit, mal richtig auf die Kacke zu hauen.

Vielen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Sabine Priess, rbb|24

Sendung: Inforadio, 24.09.2021, 7:45 Uhr

29 Kommentare

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  1. 29.

    "Wollte". Heute ist das scheinbar nicht mehr so, sonst würde die Klimaproblem mit deutlich mehr Eifer angepackt werden.

  2. 28.

    Seinen wir doch mal ehrlich, jeder der Kind(er) hat wollte doch das seine Schützlinge es besser haben als sie selbst. Was ist daran schlimm.

  3. 27.

    Mir geht es genauso wie Ihnen! Ich habe noch bewußt die ganze Nachkriegszeit erlebt mit Lebensmittelmarken etc., wo meine Mutter aus bereits getragenen Herrenhemden, wo die Manschetten und der Kragen zweimal durchwaren, weil diese aus dem unteren Rückenteil vorher einmal erneuert wurden, noch für meinen jüngeren Bruder Kinderhemden genäht hat usw..
    Einen Vorteil hatte sogar vieles, z.B. daß ich nicht alles sofort wegwerfe wieviele andere, sondern auch noch etwas daraus mache, also Upcyceln und dies sogar sehr gerne obwohl ich mir was neues leisten könnte. Und nicht bei jeder Gelegenheit ein neues Billig-T-Shirt oder anderes Produkt etc. mir zulege, das mit viel umweltschädlichem Schweröl über die Weltmeere in riesigen Containerschiffen gekarrt wird. Da fängt nämlich bereits der Umweltschutz an!!!

  4. 26.

    Da haben sie absolut recht. Viele junge Menschen vergessen das kurz vorher ein schrecklicher Weltkrieg sein Ende fand , wo ganze Städte und Strukturen neu aufgebaut werden mussten. Die sollten mal ihre Großeltern fragen was für entbehrungen damals geleistet wurde. Verwöhnte Netflix & Facebook & Liferando Jugend

  5. 25.

    Fakt ist schon, dass spätestens seit den späten Achtzigern die Folgen des CO2 Austoßes klar und seit den frühen Neunzigern allgemein bekannt waren und seither sehr wenig passiert ist um CO2-neutral zu werden. Da waren viele der Demonstranten noch gar nicht geboren, geschweige denn wahlberechtigt. Sie geben also völlig zu Recht "den Älteren" Schuld daran "weiter so" Politik gemacht zu haben.

  6. 24.

    Sehr oft sehe ich hier das Argument die ältere Generation hat den Klimawandel wissentlich verschuldet. Da macht man sich es etwas zu einfach, ich bin mir sicher mit meinen 58 Jahren bin ich weniger mit dem Flugzeug geflogen als manch einer hier der argumentiert. Dieses dreimal im Jahr verreisen ist gerade für die junge Generation völlig normal geworden. Das Konsumverhalten hat mit uns Älteren angefangen das stimmt, jüngere Generation hat das aber auf die Spitze getrieben. Wie oft werden hier neue Klamotten einfach weggeschmissen und es muss auch immer das Neuste Handy sein. Ich selber fahre überwiegend mit der Bahn, oder mit dem Fahrrad. Ich finde es teilweise ganz schön respektlos, mir von 15-Jährigen in Jack Wolfskin Klamotten die mit dem Geländewagen zur Schule kommen vorwerfen zu lassen, ich hätte Schuld und die Welt zerstört. Jetzt sollte jeder mal darüber nachdenken.

  7. 23.

    Weil es viel besser ist, beruflich die Natur zu zerstören als privat? Manche "Argumente" hinterlassen mich kopfschüttelnd.

  8. 22.

    Als Argument dafür dass man jetzt nichts für den Klimaschutz zu tun braucht, weil man ja ach so umweltfreundlich seine Jugend verbracht hat und die Kinder heutzutage mit ihren Smartphones eh verwöhnt sind, taugen diese Erzählungen von "früher" jedenfalls nichts.

  9. 21.

    Ich bin 1963 im Ostteil Berlins geboren. In vielen Bereichen waren wir "nachhaltiger" als heute. Sicher, Ofenheizung, fehlende Filtersysteme der Kraftwerke, 2-takt Motoren haben Smog erzeugt.
    Aber es gab nichts anderes...
    Nach der Wende wurde es dann wesentlich besser.
    Aber was mittlerweile in Deutschland abgeht, kann und will ich nicht verstehen!
    Die Erde steuert auf 10 Milliarden Menschen hin! Das kann auf Dauer nicht gut gehen, denn alle wollen essen und trinken.
    In der Schule habe ich gelernt (1976), dass z. B. der brasilianische Regenwald die "grüne Lunge" der Welt ist.
    Aber Regenwälder werden abgeholzt, um Palmöl und Soja anzubauen.
    Der Mensch wird, ähnlich wie die Saurier, nur ein "Fliegenschiss" in der Evolutionsgeschichte der Erde sein...

  10. 20.

    Die Problematik ist im größeren Umfang spätestens seit Gründung der Grünen, also bereits über 40 Jahre bekannt. Die "Jute statt Plastik"-Kampagne gibt es noch länger und die Fair Trade Company schon seit 1975.
    Dies sind nur drei beliebige Beispiele von vielen.

    Niemand der älteren Menschen in Deutschland kann behaupten, nicht laaange von dieser herannahenden Katastrophe gewusst zu haben und da ist es legitim, dass alle über 40 nun von den jüngeren gefragt werden, was sie gegen die herannahende Umweltkatastrophe getan haben, politisch und auch ganz persönlich, bzw. warum sie nichts dagegen getan und lieber hemmungslos weiterkonsumiert haben ohne Rücksicht auf Verluste, welche ja bekannt waren.

    Dass nun einige hier in den Kommentarspalten versuchen, die Sache so hinzudrehen, als ob all die tollen Klimakiller-Produkte von der jungen Generation erfunden, entwickelt und massenhaft gekauft wurden, ist keine überzeugende Antwort auf diese Fragen.

  11. 19.

    Es tut mir leid, dass Sie so schwer erkrankt und nun auf Windeln angewiesen sind. Aber, warum "Windel- Verbot". An Ihren Windeln nimmt das Klima sicher keinen Schaden. Da können Sie wirklich beruhigt sein. Ihr Kommentar zum Thema Umweltschutz , ist unangemessen und unangebracht. Der Klimawandel mit all seinen katastrophalen Auswirkungen , ist die Gegenwart, ist vor allem aber die Zukunft. Wir Alten, und Mittelalten haben die Erde ausgebeutet und zerstört. Das wollen viele Menschen auch weiterhin tun. Keinen Verzicht üben. Weiter auf Kredit leben. Dafür bezahlen wird die nächste und übernächste Generation... Wir sollten uns in Grund und Boden schämen ! Da kann Jeder bei sich selbst anfangen. Nur weil andere Menschen , Menschen-Gruppen, Nationen ... noch größere Umweltsünden begehen, als ..., werden unsere eigenen Fehler nicht besser. Mit dem Finger auf Andere zu zeigen, lenkt gut ab... Aber, es hilft nicht, die Erde zu bewahren, im Gegenteil...

  12. 18.

    "absolut falsch war, bei dem ganzen "klimaspiel" aus der atomkraft auszusteigen."
    Der Ausstieg ist der einzig logische Schluss.
    "Damals" wurde Kohle en gros "verstromt" - man wusste es nicht anders und hinterließ der Nachwelt unwissend Umweltschäden in enormer Höhe.
    Heute soll auf Atomkraft gesetzt werden - man weiss aber über die Spätfolgen ausreichend bescheid und hinterlässt den nachfolgenden Generationen dann trotzdem eine "strahlende Zukunft". Das ist krank.
    Wenn nur das verfügbare Einsparpotential (seitens der Witrschaft ebenso wie im Privaten) konsequent genutzt werden würde, wären Kohleverstromer nahezu obsolet. Ich habe für mich persönlich mal einen "Umwelturlaub" gemacht - also mit dem Allerwertesten zu Hause geblieben und meine Hütte auf den Stand der Energieechnik gebracht. 50% weniger Verbrauch ohne Komforteinschränkungen - finde das ist mach- und zumutbar.
    Nicht meckern - Machen!

  13. 17.

    Ich habe keine Schuldgefühle, wozu auch. Ich mag nur von dem Thema nichts mehr hören. Es kommt mir zu den Ohren raus.

    Völlig überflüssig, das Interview. Wer nicht mitmacht, hat einen an der Waffel, oder wie?

  14. 16.

    Das ist kein "Schönreden". Es ist eine Beschreibung der damaligen Umstände und, obwohl ich in der Bretagne geboren und aufgewachsen bin, gleicht sich diese Beschreibung erstaunlich mit meinen Erlebnissen. Das Umweltbewusstsein entwickelte sich erst viel später. In den 60ern und 70ern war das nicht wirklich präsent. Selbst als ich Anfang der 70er nach Berlin mit musste, stank es hier wie in jeder Großstadt - nach schwefelhaltiger Kohle - vor allem im Winter. Manchmal hatte man den Eindruck, da werden gaaanz alte Latschen verbrannt. Die Autos - also das was hinten raus kam - hatte auch einen atemberaubenden Duft - bei allen Autos und so mancher Diesel war eher ein Nebelwerfer als ein Fortbewegungsmittel. Das war die Zeit wo die Mobilität eines Telefons noch über die Länge der Anschlussschnur definiert wurde. Das heisst nicht, das man dazulernen, seinen Lebensstil den "neuen" Erfordernissen anpassen kann / sollte / muß (Nichtzutreffendes streichen).

  15. 15.

    Nach der Lektüre des Interviews habe ich den Eindruck, dass

    a) die Psychologie eine Wissenschaft ist, die auf alles eine Antwort hat: Du hast nicht die erwünschten Schuldgefühle? Das kann nur Schuldabwehr sein!

    b) die Steuergelder für eine Professur "Umweltpsychologie" auch im Hinblick auf den Umgang mit dem Klimawandel nicht gut verwendet sind. Sollte sie (durch Hochschulwechsel oder Ruhestand des Stelleninhabers) vakant werden, ist eine Umwidmung in eine ingenieurwissenschaftliche Professur angeraten.

  16. 14.

    dann bin auch weiter ein "klimakiller", na und. suv, klimanlage usw. mußten auch erwirschaftet werden. davon lebt auch ganz deutschland.
    der strom kommt nicht nur aus der steckdose, oder doch?

    absolut falsch war, bei dem ganzen "klimaspiel" aus der atomkraft auszusteigen.

  17. 13.

    Ich gebe es zu, ich war ein Klimakiller weil ich in meinem Berufsleben auf Dampflokomotiven gefahren bin. Aber wir hatten nichts anderes. Dafür haben wir in allen anderen Bereichen des Lebens bedeutend nachhaltiger gelebt als die Generation Klimaschutz, wie es in vielen Kommentaren zu lesen ist. Schuldgefühle ? Nein.

  18. 12.

    Strom kam damals auch schon aus der Kohle und Autos fuhren auch damals mit Benzin. Da braucht man sich nichts schönreden von der guten alten Zeit.

  19. 11.

    Ein großartiger Kommentar, vielen Dank. Das, was heute alles als klimaschädlich bezeichnet wird galt immer als Fortschritt.

  20. 10.

    Genauso, ich habe auch keine Schuldgefühle. Im Gegenteil. Habe als Kind noch Lebensmittel auf Marken kennengelernt, Fernseher kannten wir noch nicht, Getränke gab es meist als Tee und die Milch gab's in Glasflaschen. Reisen gab's auch so gut wie nicht, dafür Ferienlager für 10Mark. Und das Ferien waren immer schön, weil wir mit Freunden fast den ganzen Tag draußen gespielt haben. Kleidung gab's für mich fast immer nur schon getragenes von meiner großen Cousine. Also nix mit Netflix, Facebook, Handy, jede Woche ein neues Kleidungsstück für 5Euro! Wofür sollte ich ein schlechtes Gewissen haben? Weil es mir jetzt gut geht, nach vielen Jahren schwerer Arbeit ( wöchentlich noch mit 45 Stunden), dafür mein Körper nicht mehr so gut mitmacht und wir uns hin und wieder einen schönen Urlaub leisten?! Nein, verdammt nochmal!

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