Hohe Niederschlagsmengen im August - Wassersituation in Brandenburg entspannt sich durch viel Regen

Symbolbild: Pegelhaus am Ufer des deutsch-polnischen Grenzflusses Oder im brandenburgischen Ratzdorf (Oder-Spree). (Quelle: dpa/P. Pleul)
Bild: dpa/P. Pleul

Die ergiebigen Niederschläge der vergangenen Wochen haben die Wassersituation in Brandenburg deutlich entspannt und zu einer Auffüllung der Wasserspeicher geführt. Das teilte das Umweltministerium am Donnerstag mit. Vielerorts würden überdurchschnittliche Niederschlagsmengen registriert, hieß es.

Im Spreegebiet wurden nach Angaben des Ministeriums teilweise Werte zwischen 100 und 150 Millimeter Niederschlag gemessen. Dadurch führte der Fluss mehr Wasser, die Abflüsse verzeichneten hohe Werte.

So betrug der Abfluss am Pegel Leibsch mit Stand Mittwoch 17,4 Kubikmeter pro Sekunde; der mittlere Hochwasserabfluss für den Monat September liegt bei durchschnittlich 16,0 Kubikmeter pro Sekunde. Auch im sächsischen Einzugsgebiet der Spree seien teils überdurchschnittliche Niederschläge registriert worden. Innerhalb der nächsten Monate ist nach Angaben des Umweltministeriums mit einer vollständigen Wiederauffüllung der Talsperren im Spreegebiet zu rechnen.

Schwarze Elster war bereits ausgetrocknet

In den vergangenen zwei Jahren hatte fehlender Niederschlag immer wieder zu einer angespannten Situation bei Wasserständen und Abflüssen an den Flüssen Spree und Schwarze Elster geführt. Die Schwarze Elster war an der Grenze zu Sachsen bereits ausgetrocknet.

Eine länderübergreifende Arbeitsgruppe "Extremsituation" trifft sich regelmäßig zur Einschätzung der Lage. Wegen der günstigen Bedingungen wird derzeit auch die Flutungsanlage des Cottbuser Ostsees getestet, wie das Umweltministerium weiter mitteilte. Über dem Hammergraben werden für eine Woche etwa 0,3 Kubikmeter pro Sekunde Wasser für die Einleitung zur Verfügung gestellt.

Der Funktionstest soll aber zeitlich begrenzt sein und unter anderem die Funktionsfähigkeit des Einlaufbauwerks überprüfen. Die reguläre Flutung der ehemaligen Tagebaugrube könnte im Spätherbst wieder beginnen, wie es vom Ministerium weiter hieß. Sie bleibt weiterhin solange ausgesetzt, bis die Speicher im Spreegebiet wieder aufgefüllt sind.

Ostsee derzeit zu 70 Prozent gefüllt

Momentan beträgt der Füllstand des Ostsees nach Angaben des Tagebaubetreibers 70 Prozent der zu erreichenden Wasserstandshöhe. Das sind 27,5 Millionen Kubikmeter Wasser aus der Spree. Die Flutung hatte im April 2019 begonnen und war wegen anhaltender Trockenheit immer wieder ausgesetzt worden.

Der Ostsee soll einmal eine Wasserfläche von knapp 19 Quadratkilometern haben. Demnach wird er dann größer als Schwieloch- und Scharmützelsee - und gut zweieinhalb Mal so groß wie der Große Müggelsee. Im Jahr 2025 soll das Wasser die notwendige Mindesthöhe von 2,70 Meter in der Mitte des Sees erreichen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.09.2021, 12:15 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Sehr gute Nachrichten, die Anlass zur Hoffnung geben.

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