Bilanz des Deutschen Wetterdienstes - Berlin erlebt den wärmsten und Brandenburg den trockensten September

Mi 29.09.21 | 17:46 Uhr
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Symbolbild: Ein Landwirt fährt mit seinem Traktor und angehängter Egge über ein Feld am Rand eines Kiefernwaldes. (Quelle: dpa/S. Stache)
Bild: dpa/S. Stache

Das September-Wetter war für die Region erneut extrem: Mit durchschnittlich 15,9 Grad war es in Berlin deutschlandweit am wärmsten. Brandenburg erlebte dagegen den trockensten Monat aller Bundesländer - mit lediglich 25 Litern Regen pro Quadratmeter.

Den deutschlandweit wärmsten September gab es in diesem Jahr in Berlin. Die Hauptstadt liege bei durchschnittlich 15,9 Grad gleichauf mit Bremen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch mit. 145 Sonnenstunden trugen den Angaben nach dazu bei. Im Schnitt fielen 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

15,5 Grad Durchschnittstemperatur in Brandenburg

Mit lediglich 25 Litern Niederschlag pro Quadratmeter ist Brandenburg im September das trockenste aller Bundesländer gewesen. Die Durchschnittstemperatur lag den Meteorologen zufolge bei 15,5 Grad. Die Sonne schien wie in Berlin 145 Stunden lang.

Deutschlandweit lag das Temperaturmittel im September bei 15,2 Grad und damit 1,9 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Der Vergleich mit diesem Zeitraum wird dafür genutzt, den längerfristigen Klimawandel einzuschätzen.

Zudem sei der sich dem Ende neigende September der trockenste seit 15 Jahren gewesen. Lediglich 35 Liter pro Quadratmeter meldeten die DWD-Messstationen. 2006 waren es 30, zwischen 1961 und 1990 noch 61 Liter pro Quadratmeter.

Sendung: Inforadio, 29.09.2021, 18 Uhr

22 Kommentare

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  1. 22.

    Darf ich eben die Überschrift/Teaser korrigieren? "Berlin erlebt den wärmsten und Brandenburg den trockensten September " ist falsch. Richtig ist: "Im September 21 war es verglichen mit den anderen Bundesländern in Berlin am wärmsten und in Brandenburg am trockensten" oder auch "Berlin war in diesem September Spitzenreiter im Vergleich mit den anderen Bundesländern - aber nur im Bereich der Durchschnittstemperaturen. Gleiches gilt für Brandenburg hinsichtlich der Trockenheit. Bei der Bildungspolitik blieb alles beim Alten!"

  2. 21.

    Prima! Sie bestätigem mir die Kompetenz der hiesigen Kommentatoren auf exzellente Weise. Faktenbasiert und kritisch gegenüber voreiligen Schlüssen. Im Übrigen ist das Klima ständigen Veränderungen unterworfen, aber manche Menschen mögen es nicht, wenn Fakten ihren "Überzeugungen" entgegenstehen.

  3. 20.

    Wird man sicher nicht.
    Zu trocken und zu warm im Vergleich zur Referenzperiode von 1961 bis 1990?

    Derjenige, der im September 1961 in Berlin-Tempelhof aus dem Fenster schaute, wird ganze 37mm/m2 Niederschlag gesehen haben. 1962 fielen dann 46mm, 1963 22mm, 1964 37mm, 1965 55mm, 1966 17mm, 1967 47mm, 1968 101mm, 1969 5mm.

    Bei der heutigen Sicht auf das Wetter wäre die Niederschlagsmenge in den 60ern ein sicheres Indiez für den Klimawandel, vor allem die Überflutungen im Jahr 1968 und die Dürre im Jahr darauf.
    Oder so.

  4. 19.

    Sie sollten in Ihrem Urteil nicht so scharf sein. Wer Mängel in der Statistik benennt und voreilige Einschätzungen kritisiert ist noch lange kein Klimaleugner, so wie ich es definitivnicht bin. Im Gegenteil, ich denke, dass solche Fehler dem Erkennen des Klimawandels zuwiderlaufen und unnötig Zweifel wecken. Ihr Vorgehen folgt eher der Devise, wer kritisiert und Fehler benennt ist Klimaleugner. Auch sollten Sie über den Begriff nachdenken, denn ich glaube, dass kein normaler Mensch auch hier im Forum das Klima verleugnet.

  5. 18.

    Da haben Sie völlig recht, beim DWD ist der September gefühlt am 28. beendet, faktenbasiert am 30, wie bei mir. Gefühlt kann der DWD den Monat am 28. abschließend bewerten. Ich halte mich an die Fakten und addiere zum gemessenen Regen bis 28.9. (35 Liter), die 6 Liter der letzten beiden Tage hinzu und komme faktenbasiert auf 41 Liter. Gerne können Sie auch andere Messstationen übers Internet zu Rate ziehen, die Ihnen in weiten Teilen Brandenburgs ein ähnliches Ergebnis liefern, und zwar faktenbasiert. Nun überlegen Sie erneut Ihre Einschätzung. Mit etwas Größe dürfen Sie sich dann gerne auch für eine Entschuldigung entscheiden.

  6. 17.

    Nicht nur der Blick aus dem Fenster hilft, sondern auch die Datenlage. Heute endet der September und seit der vorzeitigen Festlegung des DWD auf einen der trockensten September sind bei uns erneut 6 Liter Regen gefallen. Wir sind hier also gut über 40. Etwas zu wenig, aber wir haben dieses Jahr schon überdurchschnittlich Regen und einen statistischen Überschuss.

  7. 16.

    Ganz wichtig ist beim Blick aus dem Fenster über den Unterschied zwischen Wetter und Klima zu sinnieren. Man kommt Dan schnell auf den Trichter, dass man mit einem solchen Blick wenig Aussagen zum Klima treffen kann.

  8. 15.

    Komisch, dass wenn man aus dem Fenster schaut, man zu einem völlig anderen Ergebnis kommt, wie der RBB und einige Klimahysteriker..."
    Könnte man ja mal versuchen das aus-dem-Fenster-schauen zur Basis für eine Klimastatistik zu machen.
    Könnte allerdings sein, das man dabei einem völlig anderen Ergebnis kommt "wie" der gemeine Klimawandelleugner.
    Oder so.

  9. 14.

    Da ja Brandenburg bekanntlich groß ist, kann das schon stimmen...

    Hier im Süden hatten wir bisher ca. 10 l Regen je Quadratmeter. 45 l wären wohl normal. Und die gestrigen wenigen Tropfen sind da schon mit drin.
    Und kalt war es auch nicht. Fast immer um 20 Grad, meist drüber. Es gab ja mitunter Nächte mit 18 Grad...

  10. 12.

    Ok, der Wetterbericht wird ab sofort durch "Fenster schauen bei Marco" ersetzt. Übrigens ist es erstaunlich, dass manche Menschen es nicht mal verkraften können, wenn man einfach Zahlen veröffentlicht von Messungen. Da scheint ja irgendetwas anderes nicht richtig zu funktionieren.

  11. 11.

    Ich erwarte von einem gebührenfinanzierten Medium seriöse Informationen. Diese sind es wiederholt definitiv nicht!"
    Ich sach ma so:
    Was ist schon faktenbasierte Wetterstatistik gegen die gefühlte Kompetenz der Internetforen?

  12. 10.

    Ich kann es nicht mehr hören, Zu heiß, zu trocken... Komisch, dass wenn man aus dem Fenster schaut, man zu einem völlig anderen Ergebnis kommt, wie der RBB und einige Klimahysteriker...

  13. 9.

    so ein quatsch ... sorry ... der september war so kalt ! aus welcher frösi zeitung haben die ihre daten ?

  14. 7.

    Nach meinen Aufzeichnungen und Messungen haben wir hier zurzeit 45 Liter (fast einen Monatswert) mehr Regen in 2021 gehabt, als im Mittel der letzten 20 Jahre auf 9 Monate bezogen. Man sucht derzeit wohl das Haar in der Wettersuppe.

  15. 6.

    Ist der DWD noch lernfähig? Nachdem der Juni niederschlagsmäßig und zwei Tage vorfristig für viel zu trocken eingschätzt wurde, eine völlige Fehleinschätzung, macht man es im September erneut. Der September endet bei mir am 30. Hat sich daran etwas geändert? Heute hat es hier und auch in Berlin gut geregnet, aber der September wird schon jetzt zum trockensten seit 15 Jahren erklärt. Man kann den Klimawandel nicht glaubhaft darstellen, wenn man dafür die Monate verkürzt. Ich erwarte von einem gebührenfinanzierten Medium seriöse Informationen. Diese sind es wiederholt definitiv nicht!

  16. 5.

    Vom Empfinden her haben sie ja recht, aber wenn wir so weitermachen hat nicht mehr Rudi Carell recht, sondern Zweiraumwohnung ... 36 Grad (und es wird noch heisser).

  17. 4.

    Der Monat ist ja noch gar nicht rum. Heute hatten wir hier 18 Liter, sind die schon eingerechnet?

  18. 3.

    Ich kann die Information, dass es in Brandenburg zu trocken gewesen sei, nicht nachvollziehen. Bei mir sind es bis dato gut 52 l/m2. Normal wären 45 l/m2.

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