World Cleanup Day - Tausende Berliner sammeln gemeinsam Müll ein

Freiwillige sammeln im Rahmen der Aufräum-Aktion zum World Cleanup Day in der Nähe der Schönhauser Allee Müll von der Straße. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)
Audio: Antenne Brandenburg | 18.09.2021 | Amelie Ernst | Bild: dpa/Monika Skolimowska

Schätzungsweise 3.500 bis 5.000 Helfer und Helferinnen haben nach Angaben des Vereins "Wir Berlin" am Samstag freiwillig die Hauptstadt aufgeräumt. Sie nutzten den weltweiten "Cleanup Day" (Reinmache-Tag), um Berliner Parks, Grünanlagen und Straßen vom Müll zu befreien, sagte Mitorganisator Sebastian Weise. Bei den elf öffentlichen und 180 privaten Sammelterminen seien viele junge Erwachsene dabei gewesen.

Tausende Kronkorken im Treptower Park

Allein im Treptower Park hätten sie rund 3.500 Kronkorken aus den Wiesen gesammelt, dazu unzählige Zigarettenkippen. Der Umweltaspekt stehe bei den Helfern als Motiv heute weit höher im Kurs als noch vor 20 Jahren, sagte Weise. Damals sei es bei den Müllbergen eher um ein ästhetisches Problem gegangen.

Am Samstag hätten "vom Punk bis zum Senator und vom Kitakind bis zum Greis alle mitangepackt", so Weise. Die Freiwilligen wurden dabei von der Stadtreinigung und örtlichen Initiativen, Vereinen, Schulen und Unternehmen unterstützt. Die Aktion soll noch bis in den Abend laufen. Eine Übersicht zu Treffpunkten in Berlin und in Brandenburg gibt es im Internet [worldcleanupday.de].

8.000 Kubikmeter Müll im Brandenburger Wald in 2020

In Brandenburg nahmen unter anderem Initiativen aus Potsdam, Cottbus, Rheinsberg, Oranienburg und Seelow daran teil. 20 der Müllsammelaktionen wurden vom Landesbetrieb Forst unterstützt, der im Vorjahr allein aus dem Landeswald knapp 8.000 Kubikmeter Müll entfernte.

Der World Cleanup Day wird seit 2018 in verschiedenen Städten weltweit begangen. Nach Angaben der Organisatoren nahmen an dem Aktionstag im vergangenen Jahr insgesamt elf Millionen Menschen in 166 Ländern teil.

Sendung: Abendschau, 18.09.2021, 19:30 Uhr

48 Kommentare

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  1. 48.

    "Teilweise würde ich das was in Deutschland möglich ist, als "Sozialschmarotzertum" bezeichnen."

    Stimmt. Cum-Ex, Steuervermeidung und private "Investoren" die Steuergelder schmarotzen.

  2. 47.

    "Aber heutzutage leiden immer mehr Menschen unter Sozialromantik und Realitätsverlust."
    Ich würde sogar noch weiter gehen. Teilweise würde ich das was in Deutschland möglich ist, als "Sozialschmarotzertum" bezeichnen. Wenn Menschen sich öffentlich weigern KEINERLEI Erwerbstätigkei nachzugehen, ist das nichts anderes. Wir hatten in unserer Gemeinde solche Fälle.
    Die Gemeinde hat jetzt durchgesetzt, dass zumindest die männlichen Personen tagsüber zur Pflege/Reinigung von öffentlichen Bereichen eingesetzt werden. Im Weigerungsfall werden die Leistungen gekürzt.
    Forderungen linker Parteien nach einem bedingungslosen Grundeinkommen in Deutschland sind realitätsfremd.

  3. 46.

    "Aber heutzutage leiden immer mehr Menschen unter Sozialromantik und Realitätsverlust."
    Ich würde sogar noch weiter gehen. Teilweise würde ich das was in Deutschland möglich ist, als "Sozialschmarotzertum" bezeichnen. Wenn Menschen sich öffentlich weigern KEINERLEI Erwerbstätigkei nachzugehen, ist das nichts anderes. Wir hatten in unserer Gemeinde solche Fälle.
    Die Gemeinde hat jetzt durchgesetzt, dass zumindest die männlichen Personen tagsüber zur Pflege/Reinigung von öffentlichen Bereichen eingesetzt werden. Im Weigerungsfall werden die Leistungen gekürzt.
    Forderungen linker Parteien nach einem bedingungslosen Grundeinkommen in Deutschland sind realitätsfremd.

  4. 45.

    Sie erwarten doch nicht von mir hier das dazugehörige passende Argument? Oder doch? Ich hätte da schon eins im Petto. Dreimal dürfen Sie raten.

  5. 44.

    @Lothar/Charlottenburg

    Und das soll jetzt ein Argument dafür sein, dass ALG II Empfänger nicht unentgeltlich gemeinnützige Arbeit leisten dürfen?

  6. 43.

    Also wissen sie, wie kann man der Jugend zumuten,dass sie ihren Dreck wegräumt. Das sollen die machen,die er stört. Ironie Ende

  7. 42.

    Demnach müssten ja die Straßen piekfein sauber sein. Das Gegenteil ist hier der Fall. Müll wird an den Straßenrand hingeschmissen und von sozialer Gemeinsamkeit keine Spur. Bei mir wird der Abenteuerspielplatz von Sozialhilfeempfängern gesäubert. Wenn die anfangen dann wird daraus eine ganze Tagesarbeit. Kriegen den Hintern nicht bewegt und sitzen fortwährend auf der Bank herum. Soviel dazu.

  8. 41.

    Das ist eine tolle Altion. In Hamburg gibt es da auch einen Aktionstag "Hamburg räumt auf!". Nun hat man Dank diesem Berliner "Clean up day" endlich mal das Gefühl, dass es doch nicht allen BerlinerInnen "völlig egal" ist wie wir in Berlin zusammen leben. Herzlichen Dank an die Freiwilligen Helfer und hoffentlich mehr Rücksichtnahme zukünftig durch die Verursacher. Vielleicht sollte man hier Strafen wie in Singapore verhängen, damit es einige unbelehrbare Mitmenschen dann auch mal verstehen, dass Sauberkeit nicht von allein kommt!

  9. 40.

    Was wäre so schlimm, wenn ALG II Empfänger eine Gegenleistung für diese Sozialleistung in Form gemeinnütziger unentgeltlicher Arbeit leisten? Das ist weder asozial noch illegal.

    Aber was in anderen europäischen Staaten funktioniert, geht ja in Deutschland ja überhaupt nicht?

    Außerdem kann jeder ALG II Empfänger so nachweisen, dass er überhaupt arbeiten will und ein gutes Training zur Integration ist es auch

    Aber heutzutage leiden immer mehr Menschen unter Sozialromantik und Realitätsverlust

  10. 39.

    "Ihre Denkweise ist asozial wie immer."
    Danke für ihre Selbsteinschätzung. Wenn hier etwas "asozial" ist, sind es Kommentare wie ihre.

  11. 38.

    Bei dieser Aktion hätten die 2 streikenden Klimaaktivistinnen etwas Vernünftiges tun können.

  12. 37.

    Immanuell schrieb:
    "....was Sie wollen, dass Arbeitslose ohne ordentliches Arbeitsverhältnis - also als Arbeitnehmer 3. Klasse - arbeiten sollen, ist mit unserem Arbeitsrecht- und Sozialstaatsgedanken unvereinbar!...."

    Unsinn. Selbstverständlich sind kommunale Verwaltungen berechtigt, meines Wissens sogar verpflichtet, Sozialhilfeempfängen zu Sozialleistungen heranzuziehen. Das fällt unter ihre Betreuungspflicht und dient der Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt. In unserem Landkreis haben Einige dagegen geklagt, ohne Erfolg.

  13. 36.

    Auch heute reinigen die Kinder noch ihre Klassenräume, ist nicht anders geworden. Fehlt es das Personal dazu es anders zu machen. Die Reinigungskraft hat es nur 2Min. Pro Raum.

  14. 35.

    Symbolische Aktionen sind Ihnen unbekannt? Muttertag ist 1x im Jahr. Die übrigen Tage im Jahr eben nicht. So, nach Ihrer Logik wäre Mama also nur 1x im Jahr wichtig

  15. 34.

    Deutsch muss schon sein, jawoll. Meine Güte, haben Sie Probleme. Entweder die Sache interessiert Sie oder eben nicht. Sie müssen keine Ausreden erfinden.

  16. 33.

    Reden Sie von Frankfurt oder Frankfurt/Oder? Wüsste nicht, dass in Frankfurt die Schüler mit Messern herumlaufen.

  17. 32.

    Eine gute Sache. Besser wäre natürlich, wenn die Menschen ihren Müll gar nicht erst in die Gegend schmeißen. Das fängt schon bei Kindern an. Als ich vor vielen Jahren Schulkind/jugendlich war, haben wir unsere Klassenräume selbst gefegt, Tische abgewischt etc. Nur zum nass wischen kamen Reinigungskraefte. Da hat man dann schon mal dem Mitschüler gesagt, er soll gefälligst sein Papier aufheben. Na ja, da hatten die. Mitschüler auch noch keine Messer in der Hosentasche.
    Ist schon Vieles anders geworden. Ob unbedingt besser, ich weiß es nicht.

  18. 31.

    Ich feier dort jedenfalls nicht ohne Anstand, hatte ne gute Kinderstube. Habe aber bei Ihnen wohl einein riichtigen Punkt getroffen. Manche fühlen sich ja richtig wohl im Dreck und zu Haus räumt ja jamand hinterher, nur im Park fehlt der.

  19. 30.

    "Und das kann man nicht Weltaufräumtag nennen?"
    Haben Sie diesen Kommentar auf Ihrem klugen Telefon, auf einem Tablett oder auf dem Schreibtischrechner verfasst?

  20. 29.

    Ist schon komisch: EIN "World Cleanup Day", aber scheinbar 364 "World Litter Days", an denen Tausende Berliner - jeder für sich - Müll überall verteilen...

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