Berlin-Mitte - Fahrrad-freundlicher Umbau der Straße Unter den Linden beginnt

Mo 25.10.21 | 16:12 Uhr
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Visualisierung: Geplante Phase 1 des Umbaus des Straßenzugs Unter den Linden (Bild: Eve Images/Katrin Günert)
Bild: Eve Images/Katrin Günert

Der Umbau des Boulevards Unter den Linden hat am Montag mit den Vorarbeiten für die erste Phase begonnen. Wie die Berliner Senatsverwaltung für Verkehr mitteilte, soll in den kommenden Monaten zunächst die Fahrbahndecke saniert und der Straßenraum neu aufgeteilt werden.

Endgestaltung noch offen

Während über die letztendliche Ausgestaltung noch entschieden werden muss, wird in der ersten Phase die Fahrbahn so ummarkiert, dass Radfahrer einen eigenen, 3,25 Meter breiten Fahrstreifen bekommen.

Busse sollen wie bisher eine Spur behalten. Die dritte (und damit nur noch eine) Spur ist für den Kfz-Verkehr vorgesehen. Zusätzlich sollen Plätze zum Abstellen von Fahrrädern, Ladezonen für den Lieferverkehr und Parkmöglichkeiten für Carsharing-Fahrzeuge und kleine Elektrofahrzeuge geschaffen werden.

Erst im Anschluss an diese Bauphase beginnen die Vorbereitungen für die langfristige Neugestaltung, deren Planung und Umsetzung einige Jahre dauern wird. Die Verwaltung hat dazu mehrere mögliche Varianten erarbeitet.

Welcher Entwurf ausgeführt wird, ist noch nicht entschieden, allerdings haben rund 780 Bürgerinnen und Bürger auf mein.berlin.de über Nutzung und Varianten abgestimmt. Gewonnen hat hier der Umbau, bei dem die Radwege geschützt und baulich getrennt vom übrigen Verkehr auf dem Niveau der Gehwege verlaufen würden.

Sendung: Inforadio, 25.11.2021, 13:12 Uhr

33 Kommentare

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  1. 33.

    "tolle Karossen mit schnieken Jungs und tollen Mädels"
    Warum werden Mädels hier eigentlich von einer bestimmten Sorte Mensch immer nur als Beiwerk genannt? Unter "Big Block" geht gar nichts. Die haben diesen ruhigen "Gänsehautklang".
    Seit wann muss man Nachtleben "provozieren"? Das ist schon da - jede Menge!

  2. 32.

    Da gehören Diskotheken, Nachtclubs mit Tabledance und ähnlichem, Straßencafes, Restaurants,

    Allet da. Disse haste am Brandenburger Tor, Nachtclub mit Ringelpiez im Adlon und Straßencaffe inne Komode.

    Tischtanz im Reichstach, jleich umme Ecke... allet da. Knorka, wa?!

  3. 31.

    Willkommen im Museum … Gelangweilte Anorak-Touristen auf Leihrädern gurken bei schönem Wetter Sehenswürdigkeiten ab … Nach Sonnenuntergang und im Winter komplett tote Hose … Geplante, gähnende Langeweile wird den Boulevard bestimmen … Nix da quirliges, lautes, buntes, grelles Stadtleben in das man sich fallen lassen will … Nix da dicke und tolle Karossen mit schnieken Jungs und tollen Mädels und grandiosem Showcharakter, die ein Nachtleben provozieren … Da gehören Diskotheken, Nachtclubs mit Tabledance und ähnlichem, Straßencafes, Restaurants, Imbisse und 6 Fahrstreifen hin, die von allen genutzt werden können ... Das ging schon immer und ohne diese Provinz-Vorschriften wer, wie, wo, wann.

  4. 30.

    "Sie haben dabei ja neulich übersehen, dass der Autoverkehr im Gegensatz zur Anzahl der BVG-Fahrgäste wegen gering nur geringfügig abgenommen hat. "

    Sie lernen es einfach nicht. Sie operieren hier ständig mit aus dem Hut gezauberten Zahlen. Widerlegen sie bitte meine Aussage. Der Radverkehr hat kontinuierlich zugenommen.

    Zahlen verfälscht wiedergeben und irgendwelche Bilder posten kann ich auch. Ich bevorzuge aber eine faktenbasierte Diskussion, im Gegensatz zu ihnen.

    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/10/protest-a100-autobahnausbau-berlin-neukoelln.html

  5. 29.

    Also ich weiss nicht ... Geister auf dem Fahrrad ... wer sowas sieht, hört auch Stimmen. Geister und kämpfen ... is' auch nicht. Wir sind 'n bisschen spooky, haben auch ein "entgegenkommendes Wesen" - aber Radfahren ... wir schweben. Die Maike hats schon gut getroffen.

  6. 28.

    Wo alles vier Fortbewegungsarten von Menschen sind - zu Fuß, mit dem Rad, ÖPNV und Auto - ist es auch nur logisch, allen vier Fortbewegungsarten einen Raum einzurichten, damit sich keiner ins Gehege kommt. Zwei Fahrspuren einzuräumen, ist hingegen ungerechtfertigtes Sonderrecht.

    Im Übrigen hat sich bis im Bundesverkehrsministerium gleich aller parteipol. Zusammensetzung ein Wissen verbreitet, was sich in Ihnen offensichtlich noch nicht verbreitet hat: Radfahren geschieht entlang von Fahrbahnen, nicht aber entlang von Fußwegen, so steht es in den Anordnungen zur Anlagen von Radverkehrswegen drin - das nicht von ungefähr und bezogen auf die Stadt. Das fußt sowohl auf unmittelbare Anschauung als auch auf wissenschaftl. Untersuchungen bis hin zum Verkehrssicherheitsrat. In der Stadt anders als über Land, entscheidend sind dabei die Geschwindigkeitsdifferenzen und Ein- und Ausbiegerströme.

    Willentliches Handeln dementgegen wäre Ideologie. Ich nehme bei Ihnen einfach mal Unwissen an.

  7. 27.

    Sie haben Recht, wenn sich die Radfahrer so benehmen das Fußgänger gefährdet sind, muss man auch einschreiten. Sie ergreifen doch auch Partei für die Radfahrer gegen die Autofahrer. Die Breite des Mittelstreifens in der Straße unter den Linden ist ausreichend, um ein friedliches miteinander von Radfahrern und Fußgängern zu organisieren.

  8. 26.

    Ein Fall für eine MPU sind diejenigen, die trotz gut ausgebauter Infrastruktur, die teils sogar deutlich mit grüner Farbe gekennzeichnet ist, den linksseitigen Gehweg befahren und das auch noch gegen Kritik verteidigen.

  9. 25.

    Oh, der nächste neue Name, unter dem Sie hier schreiben und vorsorglich auch gleich darauf hinweisen. Sie haben dabei ja neulich übersehen, dass der Autoverkehr im Gegensatz zur Anzahl der BVG-Fahrgäste wegen gering nur geringfügig abgenommen hat.
    https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/07/fahrrad-radverkehr-verkehrsaufkommen-kfz-berlin-sommer.html

  10. 23.

    Man merkt wie sie versuchen mit falschen Zahlen vom Thema abzulenken, bzw. mit Zahlen tricksen die mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun haben.

    Ich habe den Dialog wischen ihnen und Radfahrer beobachtet und kann bestätigen was hier unzweifelhaft ist. Ihren Hass und ihre primitiven Versuche mit völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen angebliche Belege zu erbringen.

    "medial gehypte Invalidenstrassenaktivist" sagt doch schon alles über sie aus. Sie wollen keine oder sind unfähig eine sachliche Diskussion zu führen.

    Sicher werden sie mir auch gleich vorwerfen ich gehöre zu ihrem Spezl. Finden sie sich damit ab, das gleich mehrere Leute ihren Hass bemerken wenn man hier länger mitliest.

    Spaß macht das schon lange nicht mehr, da sind mir andere Anbieter lieber.

  11. 22.

    Das Kreuzen der Fahrbahn werden eh weiterhin viele Radfahrer für zu gefährlich halten und auf dem linksseitigen Gehweg als Geisterkampfradler unterwegs sein.

  12. 21.

    Is klar. Sind ja auch fast keine Fussgänger unterwegs da und schon gar keine, die mit den Gedanken woanders Berlin anschauen. Da klappt das bestimmt super mit einer geteilten Fläche. Und als Radfahrender vor und nach dieser Stecke 3 KFZ-Spuren wechseln, um hin- und wieder wegzukommen ist auch total ungefährlich. Sarkasmuss off

  13. 20.

    Da wären Sie doch sicher unter den ersten, die dann gegen die Radfahrer Stunk machen, die Konflikte mit den Fußgängern haben.

  14. 19.

    Die SenUVK lebt allerdings vor, dass man für das Verlassen des Kiezes doch MIVen müsse wie das ja auch der medial gehypte Invalidenstrassenaktivist macht, weil er kein geeignetes Rad gefunden haben will. Es wird wird das Pferd von hinten aufgezäumt anstelle den MIVlern ausserhalb der Ringbahnblase Alternativen zu bieten wie ja auch innerhalb die CarSharer eine beliebte allwettertaugliche Alternative zum Rad auf kürzeren Strecken darstellen, da die Parkplatzsuche einfacher ist als mit dem eigenen PKW und die Parkgebühren im Nutzungsentgelt enthalten sind. i2030 kommt ebenso schleppend voran wie der Ausbau der Tram und selbst die Ausweisung von Busspuren erfolgt nur in homöopathischen Dosen. Es wir nur Papier zur Vortäuschen von Aktionismus produziert, die eigenen Aufgaben daraus aber auf die ganz lange Bank geschoben, gegenüber der die Buslinie 104 so kurz ist, dass man die hätte nicht teilen müssen.

  15. 18.

    Hass auf RRG haben Sie mir unter wechselnden Pseudonymen schon häufig vorgeworfen. In der realen Welt finden Sie aber Belege für meine Aussagen, während es in Ihrer keine Glockenkurven gibt. Stöbern Sie einfach mal in den Berichten der Kreuzberger Presse. Die Untätigkeit beim Ausbau des ÖPNV und Falschbehauptungen der SenUVK in Bezug auf die Tram ist dort schon an Running Gag. Über die Kritik der Radlobby hatte sigar der ÖRR berichtet, über die nicht abgerufenen Haushaltsmittel für den ÖPNV relativ frisch das Kreuzberger Leitmedium.

  16. 17.

    Wenn schon massiv gegen Kraftfahrzeuge gesprochen wird, über Privilegien debattiert wird, werden die Kfz. - Steuern demnächst gekürzt oder abgeschafft? Ich bin vom Grundsatz her für eine deutliche Reduzierung des Individualverkehrs. Nur mache man sich nichts vor, die Verkehrsmaßnahmen werden von diesen Steuern bezahlt. Und diese zahlen alleine Kraftfahrzeugbesitzer.

  17. 16.

    Kleiner Nachsatz noch ... ja, das Alter eben - vergessen ...
    Die Variante 4B im Artikel
    https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2021/09/unter-den-linden-boulevard-bebauung-plaene-plan-bau-zukunft-umwelt-rad.html
    fände ich optisch ansprechender und für alle Verkehrsbeteiligen potentiell konfliktfreier.

  18. 14.

    Die Idee ist ja grundsätzlich nicht schlecht, aber welcher Voll... blutplaner legt eine Busspur dort in die Mitte der Straße? Da ist doch Stress vorprogrammiert. Der große Gelbe muss also an den Haltestellen immer über die Radspur. Gleiches, wenn er wieder von dort auf die Busspur muss. Das werden ihm die natürlich auch umsichtig fahrenden Pedalritter auch immer ermöglichen. Ja, schon klar - der Busfahrer muss natürlich aufpassen .... auch auf unkundige Touris mit Segways, E-Roller sowie Bierbikes und Kampfradler. In dem Wuling hat sich dann auch noch ein Hopp-Off-Spring-Raus-Stadtrundfahrtbus verfangen, konkurriert um die schönste Aussicht mit einem der üblichen Touribusse und wenn man denkt, alles läuft, hat der Gaul vor der Rundfahrtkutsche Dünnpfiff. Ich glaube das sehe ich mir an, wenns mal fertig ist. Könnte kurzweilig werden.

  19. 13.

    UdL war eine der Ausfallstrassen aus Berlin und ist auch heute noch eine Bundesstraße. Hat der Senat mal daran gedacht, den Bund zu fragen hinsichtlich der Umgestaltung? Oder wartet er ab bis der Bund als Betreiber des Bundesstraßen ihn in seine Schranken weist? Der Senat will wohl den gesamten Durchgangsverkehr in die Leipziger Straße pressen. Wo bleiben die Entlastungsstrassen oder der Weiterbau der A 100 um die Bewohner der Innenstadt vor dem Verkehrsinfarkt zu schützen?

  20. 12.

    Ihr krankhafter Hass auf RRG nimmt immer absurdere Züge an. Sie biegen sich ihre eigene Welt zusammen, die nichts mit der Realität gemein hat.

  21. 11.

    Erst Tatsachen schaffen, dann planen - also nur wieder die übliche Vorgehensweise der Ringbahnblasen-Grünen. Derweil lässt die SenUVK Millionen an Haushaltsmitteln für den Ausbau des ÖPNV liegen. Das schaffen von Alternativen zum MIV macht wohl zu viel Arbeit im Vergleich zu solchen Symbolen. Hat man diesmal wenigstens die Feuerwehr vorher gefragt oder muss die erst hinterher darauf hinweisen, dass wie durch so manchen planlos angelegten Pop-Up-Radweg der Brandschutz nicht mehr gewährleistet ist?

  22. 10.

    Als quasi Berlin-Dauerbesucher aus einer Region gleich nebenan kenne ich Unter den Linden zu DDR Zeit, nach der Wende als Verkehrsmagistrale und auch die letzten Jahre während der Bauarbeiten zur U-Bahn und den Straßenumbauten jetzt.
    Zu DDR-Zeiten war Unter den Linden quasi eine verkehrsberuhigte Zohne. Daran erinnert mich dieser Entwurf derzeit. Finde ich gut. Das virtuelle Vorschaubild hier im Artikel ist der Zeit voraus: Ehe es mit den Bäumen so aussieht, müssten 20 Jahre ins Land gehen. Und dann sieht die Verkehrswelt schon mal anders aus.
    Weniger Autos hat Unter den Linden historisch verdient. Die Friedrichstraße am Kreuzungspunkt ist als weniger Autos Zone schon cool. Hauptsache die BVG hat in diesem Bereich Platz. Das klappt schon super so dort ohne Auto in dieser Gegend Unter den Linden / Friedrichstraße. Da geht ein Party-Mixbier immer noch nach der Distel, Friedrichstadtpalast Show oder dem BE.

  23. 9.

    Also wie gehabt, alles für den Autofahrer, der Rest soll zusehen wo er bleibt. Back to the Fifties...

  24. 8.

    Das wurde auch schon vor 5 Jahren behauptet und Berlin geht besser als zuvor.

  25. 7.

    Eigentlich ist das alles ziemlich unwichtig (sage ich als Radfahrer) - was diese Straße dringendst braucht, sind Linden, und davon viele!!!

  26. 6.

    Wer soll diese ganzen RRG Schäden jemals wieder reparieren. Das wird uns Summen kosten, die gar nicht mehr verfügbar sind, wenn RRG abgewirtschaftet hat.

  27. 5.

    Bei der Straße unter den Linden könnte die Verkehrsraumaufteilung folgender Massen aussehen. Eine Busspur und zwei Fahrspuren für Kfz und den Verkehrsraum auf dem Mittelstreifen teilen sich Radfahrer und Fußgänger, dass würde dann allerdings der ideologischen Anordnung zur Verteufelung des Autos (auch des E Autos) zu wider laufen

  28. 4.

    Der nun beginnende Umbau wird die Straße Unter den Linden verschönern und bedeutet Flächengerechtigkeit, in der jede Fortbewegungsart Berücksichtigung findet. Das kann man überzeugend begründen.
    Was allerdings in den darauffolgenden Jahren geplant ist, den Autoverkehr komplett zu verbannen, ohne Umfahrungsmöglichkeiten zu schaffen, ist diese autofeindliche Ideologie, die mit tragfähigen Kompromissen nichts mehr zu tun hat.

  29. 3.

    Super! Die verkehrspolitische Richtung stimmt!

    Dem Auto müssen die Jahrzehnte alten Privilegien auf ein angemessenes Maß gekürzt werden.

    Und da der alte Senat auch der neue Senat sein wird, mit einer noch stärkeren grünen Akzentuierung, legt man ihm auch kein Kuckucksei ins Nest.

    An alle, die jetzt mit ihrer gezahlten Kfz-Steuer argumentieren: Ein öffentlicher Kfz-Stellplatz kostet in Berlin im Jahr knapp 1.000 EUR. Und Privilegien kann man sich nicht kaufen; für sie bedarf es eines guten Arguments, z.B. keine Feinstaubbelastung, ökologische Fortbewegung, minimale Umweltbelastung bei Herstellung, Betrieb und Abwracken des Fahrzeugs.

  30. 2.

    Der Alte Senat ist aber vermutlich auch der neue. Außerdem ist das Gesetz zur Verkehrswende schon vor Jahren beschlossen worden und wartet auf Umsetzung. Schön dass es endlich mal an einigen Stellen weiter geht und wieder ein führ Fahrräder teilweise sehr gefährliche Passage verschwindet.

  31. 1.

    Es kann nicht sein, daß der alte Senat hier noch Fakten schaffen will, die vielleicht der neue Senat nicht will. Das nennt man Steuerverschwendung!

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