Hauptstadtflughafen BER - FBB-Chefin von Massenbach hält Finanzprobleme für lösbar

So 31.10.21 | 21:24 Uhr
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Archivbild: Aletta von Massenbach, Geschäftsführerin, Flughafen Berlin Brandenburg GmbH. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)
Audio: Inforadio | 31.10.2021 | Aletta von Massenbach | Bild: dpa

Berlins Flughafenchefin Aletta von Massenbach hat sich optimistisch geäußert, die Finanzprobleme der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) zu lösen. Die zusätzlichen 2,4 Milliarden Euro würden nicht im ersten Quartal 2022 benötigt, sondern "Schritt für Schritt", sagte von Massenbach am Sonntagabend in "Brandenburg aktuell" vom rbb. "Mit den Gesellschaftern haben wir einen Weg entwickelt, der aus dieser Situation herausführt. Daran arbeiten wir konstruktiv und wir sind davon überzeugt, dass wir es hinbekommen."

Mit Blick auf die früheren Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld zeigte sich von Massenbach zuversichtlich, den BER ebenso wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben - "sobald es wieder ausreichend Passagiere gibt".

Massenbach hatte dem Tagesspiegel gesagt, das die finanzielle Lage des BER angespannt sei, dass man schnell Geld, Cash brauche, Cash. Die Liquidität der Flughafengesellschaft reiche nur noch bis zum ersten Quartal 2022. Die frühere Finanzchefin des Unternehmens hatte den Chefposten Anfang Oktober übernommen. 2020 machte das Staatsunternehmen gut eine Milliarde Euro Verlust. Auch für die kommenden Jahre rechnet die FBB mit hohen Fehlbeträgen. "Wir können den Kapitaldienst für eine lange Zeit nicht selbst stemmen", betonte von Massenbach. Bis 2026 braucht die FBB demnach von ihren drei Eignern weitere 2,4 Milliarden Euro.

Sendung: Brandenburg aktuell, 31.10.2021, 19:30 Uhr

19 Kommentare

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  1. 19.

    Ich wünsche Frau Massenbach (und den Gesellschaftern) jetzt die Entschlusskraft, für den BER die Insolvenz anzumelden … Erst dann können nämlich die Gläubiger ihren (für sie steuermindernden) Beitrag in Form von Forderungsminderungen leisten … Vorher können die das nicht, sonst verklagen deren Gesellschafter die entsprechenden Vorstände auf den (sonst nicht notwendigen) Gewinnverzicht … Keine Ironie … So läuft das.

  2. 18.

    Ich muss es leider anmerken … Dass selbst rbb24 diesen Artikel in der Rubrik Panorama listet, ist leider bezeichnend für den Umgang mit diesem (eigentlich) sehr ernsten Thema … In unserer Stadt ist das offensichtlich Boulevard … Nicht (Betriebs-)Wirtschaft, sondern Panorama-Boulevard ... Das ist bitter.

  3. 17.

    Watt ?! … Mit 2.400 Millionen (!) Euro in 5 Jahren baue ich ein so kleines Ding wie der BER ja fast nochmal neu … Und wer garantiert, dass das nach 2026 nicht so oder ähnlich weitergeht ? … Nee … Denkt Euch was aus, wie ihr das anders hinbekommt … Streckt die Schulden auf 40 Jahre, oder sonst was … Aber nicht so !

  4. 16.

    Ach Herr Haas,
    auch das mantragleiche Wiederholen eines nicht zutreffenden Beispiels macht es nicht besser.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Frankfurt-Hahn

  5. 15.

    Ich gehe mal davon aus,dass die 2,4 Milliarden Euro zum großen Teil zur Umschuldung benötigt werden oder? Das würde heißen,neue Kredite lösen die alten ab. Es entstehen sozusagen keine zusätzlichen Schulden.

    Ich kann mir zwar vorstellen,dass im Moment auch ohne Schuldendienst nicht profitabel gearbeitet werden kann,aber eine Milliarde Verlust ist dann doch etwas zu viel.

    Ich bitte darum,so etwas im Artikel zu berücksichtigen,denn das macht einen erheblichen Unterschied bei der Beurteilung der ganzen Angelegenheit.

  6. 14.

    nunja, im Vor- und Verurteilen scheinen Sie perfekt ;-) ebenso in populistischer Panikmache.
    Woher wissen Sie eigentlich von meiner "Gleichgültigkeit" gegenüber der Klimakrise? Wie wollen Sie einschätzen, welche Maßnahmen ich sonst ergreife, um meinen klimatischen Fußabdruck in Balance zu halten und ggf. für Ausgleich für meine rel. häufigen Flüge zu sorgen?
    Ideologen sorgen nur dafür, dass die eigentlich erstrebenswerten Ziele und Ideale der Bewegung, für die sie eintreten, von der Masse der Menschen abgelehnt werden und damit erweisen sie ihnen einen "Bärendienst". Kein Wunder, wenn man meint, allem und jedem vorschreiben zu müssen, was gut und was böse für sie ist.

  7. 13.

    Flughäfen arbeiten selten rentabel, da muss das Land immer zubuttern. Warum wird beim BER so ein Gewese darum gemacht? Zudem sind die Passagierzahlen deutlich unter der Kalkulation, daran kann auch die Leitung des Flughafens nicht mal eben etwas ändern.

  8. 12.

    "Wie wäre es zuerst mit einer Gehaltspfändung bei den seinerzeit verantwortlichen Politikern?"

    Ha, ha... der war gut. Viel Spaß beim Pfänden bei den Herren Diepgen und Wissmann.

  9. 11.

    Ich will niemandem was aufzwingen - aber ich finde Ihre Wortwahl und Argumentation interessant.
    Nach Ihnen die Sintflut - ich hoffe darauf, dass Ihre Kinder - falls Sie welche in die Welt gesetzt haben sollten - Sie dafür mal richtig verurteilen. Denn Leute wie Sie gibt es zuhauf - und Leuten wie auch Ihnen verdankt Mutter Erde den Umstand des Fiebers. Sollte Gleichgültigkeit Schmerzen verursachen - bräuchten wir Gehörschutz.
    Und übrigens: stimmt - ich bin 1999 nicht mehr mit den Dosen geflogen - das erste und letzte Mal mit AB - weil mir damals schon das Billigfliegen zuwider war und ich jetzt lieber Segelfliege.... Geschleppt von einer E-Winde.

  10. 10.

    Auch freundl. Worte einer Flughafenchefin ändern keine Fakten: wie der Flughafen Hahn muß BER in die Insolvenz! Denn die BER Bilanz ist nicht "nüchtern", dieser BER ist ein umweltpolitischer Skandal. Die Finanzen sind aus bekannten Gründen rot, röter, bankrott.!!! Mit den offenen Schulden und überteuerten Baukosten sind in der Region 10 Mrd € versenkt.
    Was soll dieser Magere Betrieb in der Stromteuer und überflüssig erleuchteten Haupthalle für ein paar tausend Leute, die täglich das Abfluggate suchen... der BER ist zu teuer und überschuldet geht es in den Schlußverkauf und Ende. Berlin bleibt auch ohne Flughafen das, was es ist: keine Weltstadt.

  11. 9.

    Wo soll da ein Fehler stecken?
    Damit "Bürger" überhaupt - nicht nur billig - fliegen kann, braucht es nunmal einen Flughafen. oder gehören Sie persönlich zu denen, die gar nicht fliegen? Falls ja, sei es Ihnen gegönnt und lassen Sie es bitte, Ihren Lebensstil anderen oktroyieren zu wollen.

    ich persönlich bin vielfach vom BER abgeflogen und dort wieder angekommen und ich werde auch in Zukunft 10-12 mal im Jahr privat dort starten und für eine Vielzahl dienstlicher Reisen den BER nutzen.

  12. 8.

    Auch freundliche Worte können das Desaster nicht verdecken. Vielmehr werden das diejenigen als Drohung verstehen, die berechtigt noch auf die Bezahlung ihrer Rechnungen warten. Und wer wird das wieder sein? Es ist bekannt, wer in solchen Fällen die Leittragenden sind...

  13. 7.

    Es ist in der Tat die Frage, wie denn das mittelfristig Angestrebte mit dem Kurzfristigen zusammengehen soll.
    Ich mache keinen Hehl aus meiner Überzeugung, dass die Fluggastzahlen von Frühjahr und Sommer 2020 geradezu das Ideal darstellen, was erreicht werden sollte, nicht aber ein unerträglicher Zustand wäre.

    Fliegen ist etwas Außergewöhnliches und jegliche Form von alltäglicher Gewöhnung daran, stellt gerade das Unvermögen dar, unseren hiesigen Lebensstil weltweit zu verbreiten. Will sagen: Er macht die systamatische Abgeschottetheit aus.

    Außergewöhnlich heißt außergewöhnlich und nicht, dass etwas nicht sein soll. Wenn jeden Tag Sonntag wäre, gäbe es keine Alltage mehr. Wenn jedes Frühstück mit Sekt begänne, verkommt der Sekt zu einem hundsnormalen Getränk.

    Nicht die Fluggastzahlen von 2020 an sich machten das eigentliche Problem aus, nur deren abrupter Einbruch ohne Vorbereitung.

  14. 6.

    Nimmt der Politiker den Pfaffen beim Arm und flüstert ihm zu: "halt Du sie dumm - ich halt sie arm"

  15. 5.

    Der BER ist super und wird dringend benötigt. Dass dieser Flughafen durch die lange Bauzeit erst mitten in der Pandemie eröffnet wurde haben die Eigentümer (Brandenburg, Berlin und der Bund) zu verantworten, deswegen müssen diese jetzt quch die Konsequenzen tragen. Wie wäre es zuerst mit einer Gehaltspfändung bei den seinerzeit verantwortlichen Politikern?

  16. 4.

    Nicht nur derer Vorstellungen.
    Komisch - die Bürger sollen aufs Auto verzichten, aber der untote BER wird künstlich am Leben erhalten, damit Bürger billig fliegen kann? Finde den Fehler.....

  17. 3.

    Was soll sie sonst sagen? Es ist doch ihre Aufgabe, dem Steuerzahler die Wahrheit zu verschweigen und dem Volk Optimismus vorzugaukeln. Wer's glaubt...

  18. 2.

    " - "sobald es wieder ausreichend Passagiere gibt".

    das passt aber mit den Vosrstellungen der Gronen nicht zusammen

  19. 1.

    " . Bis 2026 braucht die FBB demnach von ihren drei Eignern weitere 2,4 Milliarden Euro. wir sind davon überzeugt, dass wir es hinbekommen."

    na, dann ist doch alles gut ?

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