Minusgrade in Berlin und Brandenburg - Nach der Herbstsonne kommt der Bodenfrost

Rehe stehen auf einem Feld mit Wintergetreide im Morgennebel im Oderbruch. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Blauer Himmel, Sonnenschein: Berlin und Brandenburg erleben ein goldenes Oktober-Wochenende. Doch nun zieht Polarluft in die Region und bringt in der Nacht zu Sonntag den ersten flächendeckenden Bodenfrost - ab Montag wirds ungemütlich.

Das Hoch Lioba geht, der Frost kommt: In der Nacht zu Sonntag erwarten Berlin und Brandenburg flächendeckend Minusgrade in Bodennähe - zum ersten Mal in diesem Herbst. "Vereinzelt hat es schon Frost gegeben, bei Baruth und im Süden von Brandenburg", sagt der Meteorologe Joachim Schug von MeteoGroup auf Anfrage von rbb|24 am Samstag, "aber jetzt haben wir die Kälte nachts in der ganzen Region - mit bis zu minus fünf Grad in Bodennähe."

Grund für die Kälteeinbruch sei das Hoch Lioba, das sich von der Region entferne und weiter nach Osten ziehe, erklärt er. Deshalb kann Polarluft ab Montag zunehmend feuchte Kälte mitbringen: "Wolken, Wind, ein bisschen Regen - es wird ungemütlicher nach dem Wochenende."

Raureif, aber keine Glätte

Gefährlich für den Verkehr werde der erste Frost aber nicht, sagt Joachim Schug: "Glättegefahr gibt es keine, weil der Boden unter den Straßen noch Wärme aus den vergangenen Wochen gespeichert hat." Auf den Wiesen könne man aber am frühen Sonntagmorgen wohl Raureif sehen - "und es kann sein, dass man die Autoscheiben zum ersten Mal freikratzen muss".

Die Temperaturen steigen zu Beginn der neuen Woche nur noch auf etwa zwölf Grad. Ab Mittwoch soll ein neues Hochdruckgebiet dann wieder freundlicheres Wetter bringen: "Oldenburgia heißt dieses Hoch und es kommt von den britischen Inseln zu uns", sagt der Meteorologe. So warm wie am vergangenen Donnerstag werde es aber auch mit Oldenburgia nicht mehr. "20 Grad erwarte ich nicht mehr in diesem Jahr für Berlin und Brandenburg - 15 Grad könnten aber nochmal drin sein im Lauf des Oktobers."

"Arbeitnehmerfreundliches Wetter"

Für die neue Woche prognostiziert Joachim Schug "arbeitnehmerfreundliches Wetter", das pünktlich zum kommenden Wochenende wieder Sonnenschein bringen soll: "Am Freitag könnte es nochmal kühler und ungemütlicher werden, aber ab Samstag sieht es wieder schön aus."

Ein ähnliches Muster mit vielen Sonnenstunden an den Wochenenden habe schon die vergangenen Wochen geprägt - "ein willkommener Zufall".

Sendung: Brandenburg Aktuell, Wetter, 09.10.2021, 19:30 Uhr

6 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 6.

    Hallo „Icke“,
    stimmt. Aber wenn man in der Natur ist gibt es in dieser Zeit immer die schönsten Sonnenauf- und Sonnenuntergänge zu beobachten. Kenne ich aus den Elbauen bei Tangermünde oder aus meiner Heimat wo ich zuerst gelebt habe, der westlichen Magdeburger Börde.
    Mit freundl. Grüßen und einen schönen Sonntag.
    P.S.: Genießen sie noch das schöne Wetter, soll ja mies werden die nächsten Tage

  2. 5.

    Was soll denn bitte „arbeitnehmerfreundliches Wetter“ sein. Also ich denke das hängt doch stark vom Beruf ab, inwiefern man es als „arbeitsfreundlich“ betrachtet und unterscheidet sich erst recht wenig vom „freizeitfreundlichem Wetter“. Wenn ich im Büro sitze, ist mir das Wetter sogar ziemlich schniepe, für den Arbeitsweg freu ich mich aber natürlich, wenn es nicht regnet, schneit oder stürmt. Für meine freien Tage wünsche ich mir das aber erst recht.

  3. 4.

    Haaaach, ick war zum Sonnenaufgang draußen und muß leider mitteilen - es stimmt was im Artikel angedeutet wurde. Kalt, Raureif aber ein herrlicher Sonnenaufgang. Jetzt bin ick durch gefroren und habe einen ersten Vorgeschmack uff den Winter. Brrr.

  4. 2.

    ...ah. Stimmt. Notiz an mich: Winterräder aufziehen.

  5. 1.

    Was für eine wunderbare Zeit...

Nächster Artikel