Berliner Immobilienmarkt - Preise für Wohnungen und Häuser steigen wieder stärker

Do 28.10.21 | 18:00 Uhr
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Symbolbild: Baukräne und Neubau in Berlin (Quelle: dpa/Ben Kriemann)
Audio: rbb88,8 | 28.10.2021 | Juliane Kowollik | Bild: dpa/Ben Kriemann

Nach einer leichten Entspannung 2020 geben Menschen für Wohnungen und Häuser in Berlin wieder mehr Geld aus. Das geht aus Daten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor, der die Kaufverträge des ersten Halbjahres 2021 auswertete. Demnach stiegen die Preise für Eigentumswohnungen verglichen mit dem Vorjahreswert um 12 Prozent. Wohn- und Geschäftshäuser waren 11 Prozent teurer und kosteten wieder so viel wie vor der Corona-Krise. Ähnlich war es bei reinen Mietwohnhäusern. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 13 Prozent teurer.

Zinsen fallen, Mieten steigen

Die Rahmenbedingungen der Corona-Krise hätten den Immobilienmarkt nur vorübergehend beeinflusst, teilte der Ausschuss mit. Der Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) sieht niedrige Zinsen und gestiegene Mieten als Hauptgründe dafür, dass Wohnungen und Häuser bundesweit teurer werden. Man erwarte aber, dass die Preise künftig nicht mehr so stark steigen - jedoch auch nicht stark sinken werden, hieß es in einer Mitteilung des vdp.

Sendung: Inforadio, 28.10.21, 15:40 Uhr

6 Kommentare

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  1. 6.

    Sollte ich demnächst einen Kiosk überfallen werde ich es damit begünden, dass das auch andere machen.

  2. 5.

    Konzepte, Nachsteuern, Nachjustieren usw. werden für jede kleine Idee benutzt, wo nichts aber auch gar nichts dahintersteckt...sonst würde man sagen, was genau gemacht wurde und was noch zu machen ist. Fällt Ihnen auf, welche politischen Farben da besonders viel von diesen Füllwörtern verwenden?

  3. 4.

    "Was soll der Anleger auch machen."

    Wer zuviel Geld hat kann auch in andere asoziale Geschäfte investieren, z.B. mit denen Lebensmittel künstlich verteuert werden.

    Kann man... muß man aber nicht. Sie tun so als hätten die Anleger keine andere Wahl.

  4. 3.

    Viele blenden immer noch aus, dass die Marktentwicklung in Berlin aus historischen Gründen der anderer Metropolen hinterher läuft. Aktien haben immer ein Risikopotential. Sein kurzfristig benötigtes Urlaubsgeld sollte man deshalb nicht darauf verwetten, kann aber sehr wohl langfristig auf eine Wertsteigerung hoffen. Aktuell steht der DAX bei knapp 16.000 Punkten und hat sich damit deutlich von seinem Tiefpunkt vom Frühjahr 2019 mit rd. 9.400 Punkten erholt.

  5. 2.

    Wer (Geld) hat der kann (investieren). Was soll der Anleger auch machen. Auf dem Konto verliert sein Geld dramatisch an Wert. Wohin also mit den Mäusen fragt sich der fleißige Sparer. Angesichts der weltweit Corona gebeutelten Wirtschaft haben Aktien ein gewisses Risiko Potential, da sind doch Wohnungen und Häuser viel lukrativer. Also strömt aus dem "vermögenden" In- und Ausland das Geld in die Immobilienbranche. Was passiert in der Markwirtschaft bei steigender Nachfrage? Ja "erstaunlicher" Weise steigen auch die Preise.
    Der nicht ganz so vermögende Bürger bemerkt neben steigenden Mieten auch, dass sein Einkaufskorb für das gleiche Geld nur noch halb so voll ist und die Inflation von 4% bei 0% Zinsen an seiner Altersvorsorge knabbert.
    Fazit: die Einen kaufen Wohnungen und Häuser und die Anderen schnallen den Gürtel enger und stellen die Heizung in den Wohnungen und Häusern ein paar Grad niedriger.
    In der sozialen Frage steht die Ampel bereits auf Gelb. Mal sehen was die zukünftige Ampelkoalition macht damit diese Ampel nicht auf Rot springt.

  6. 1.

    Na da gibt's doch bestimmt ein tolles Konzept von RGR ; nur ob die Umsetzung klappt bleibt abzuwarten.

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