Notübernachtung für Obdachlose - Berliner Kältehilfe startet mit 500 Plätzen

Archivbild: Rolf Hennig, Fahrer eines Kältebusses, bringt Schlafsäcke und Kleiderspenden in die Wäschekammer der Berliner Stadtmission in der Lehrter Straße. (Quelle: dpa/J. Kalaene)
Audio: Inforadio | 05.10.2021 | A. Michel | Bild: dpa/J. Kalaene

Die Berliner Kältehilfe ist mit Monatsbeginn in ihre neue Saison gestartet. Aktuell stünden stadtweit bereits 500 Notübernachtungsplätze für obdachlose Menschen zur Verfügung, teilte die Senatssozialverwaltung am Dienstag mit. In den kommenden Wochen soll die Kapazität wie in den Vorjahren auf etwa 1.000 Plätze aufgestockt werden.

Erstmals mehrere Einrichtungen im 24/7-Betrieb

Ziel sei, in diesem Jahr ebenso viele Notübernachtungsplätze wie in den Jahren zuvor anbieten zu können - trotz gestiegener Kosten und Corona-bedingter Einschränkungen.

Erstmals würden in dieser Saison auch drei Einrichtungen für etwa 200 obdachlose Menschen im sogenannten 24/7-Betrieb öffnen, also mit Beratungs- und Versorgungsangeboten Tag und Nacht. Finanziert werden die drei Unterkünfte aus EU-Mitteln. Bis 2023 stehen demnach dafür 11,4 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Berliner Kältehilfe gilt als das größte Hilfsangebot für Obdachlose in der kalten Jahreszeit in Deutschland. Hauptträger sind Caritas und Diakonie, die Berliner Stadtmission, die Gebewo-Soziale Dienste Berlin GmbH und das Deutsche Rote Kreuz. Hinzu kommen Kirchengemeinden, Verbände, Vereine und Initiativen.

Sendung: Abendschau, 05.10.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Ich finde es gut, dass es auch Angebote für tagsüber gibt.
    Wie wird das bei der Kältehilfe bzw. den Notübernachtungsplätzen mit Corona bzw. Impfungen und Tests geregelt, welche Vorgaben für die Obdachlosen gibt es da? Vor allem, wenn die Tests bald nicht mehr kostenlos sein sollen...

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