BVG, Vivantes oder Gewobag - Fast alle landeseigenen Berliner Unternehmen setzen auf Videoüberwachung

Am Eingang zu einem Berliner U-Bahnhof weist ein Schild auf eine Videoüberwachung im Bahnhof hin. (Quelle: imago-images/Jochen Eckel)
Bild: imago-images/Jochen Eckel

Obwohl der Berliner Senat mehrheitlich gegen eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze ist, setzen fast alle landeseigenen Unternehmen stark auf Kameras. Das gilt auch für die Unternehmen, an denen das Land beteiligt ist, wie aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linken hervorgeht.

Demnach nutzen 18 von 21 Unternehmen Kameras zur Überwachung. Bespielsweise haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mehr als 20.000 Kameras in Bahnhöfen, U-Bahnen und Bussen installiert.

Begründung unter anderem: Schutz vor Straftaten

Aber auch die Wohnungsbaugesellschaft Gesobau gibt 291 Standorte für Videoüberwachung an, die Gewobag kommt auf 145 Standorte, die Degewo auf 114 Standorte. Der Krankenhauskonzern Vivantes überwacht alle Kliniken, die Flughafengesellschaft die Terminals, den Flughafenbetrieb und Absperrzäune. Kameras stehen auch im Britzer Garten und in den Gärten der Welt, an Schwimmbädern und auf dem Messegelände.

Zur Begründung sprachen fast alle Firmen von Verhinderung von Diebstahl, Vandalismus, Eigentumsschutz und Verfolgung von Straftaten. Außerdem filmen die Kameras bei Zutrittskontrollen an den Ein- und Ausfahrten zu Firmengeländen, überwachen Baustellen und sollen die Sicherheit von Wachleuten erhöhen.

Sendung: Abendschau, 08.10.2021, 19:30 Uhr

2 Kommentare

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  1. 2.

    Es ist aber andererseits schon mal besser als nichts von alledem, wie z.B. in den S-Bahnen. Ich bin schon der Meinung, dass Kameras in der U-Bahn zumindest eine gewisse abschreckende Wirkung haben.

  2. 1.

    Klar, ist ja billiger als Maßnahmen, die auch tatsächlich was bringen. Wachleute zum Beispiel.

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