Wegen Sparvorgaben verschoben - Beitragsfreie Kita soll in Brandenburg ab August 2024 kommen

Fr 15.10.21 | 14:43 Uhr
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Symbolbild: Ein Erzieher im Kindergarten bespricht mit Kindern zur musikalischen Früherziehung ein Buch über Zootiere. (Quelle: dpa/B. Thissen)
Bild: dpa/B. Thissen

Ab August 2024 soll der Kindergartenbesuch in Brandenburg vollständig beitragsfrei sein, für das vorletzte Jahr vor der Einschulung soll dies bereits ab August 2023 gelten. So steht es in einem Gesetzentwurf des Bildungsministeriums, der am Freitag vorgelegt wurde.

Ursprünglich hatte die Brandenburger Kenia-Koalition vorgesehen, schon 2022 das vorletzte Kita-Jahr beitragsfrei zu stellen. Dieser Plan wurde wegen der Sparvorgaben um ein Jahr verschoben. Mit dem Gesetz soll nun verbindlich geregelt werden, wann welche Verbesserungen in Kraft treten. So sollen ab August 2022 auch rund 470 Erzieherinnen und Erzieher zusätzlich in Krippen eingesetzt werden können, um den Personalschlüssel zu verbessern.

Gesetz soll im Dezember endgültig beschlossen werden

Der Gesetzentwurf soll nun innerhalb der Landesregierung, mit Kommunen und Beiräten abgestimmt werden. Das Ministerium erwartet, dass der Landtag das Gesetz im Dezember zusammen mit der Haushaltsentscheidung 2022 endgültig beschließen wird.

Das letzte Kita-Jahr vor der Einschulung ist in Brandenburg schon seit August 2018 für die Eltern kostenfrei. In Berlin sind Eltern seit 2018 grundsätzlich von den Kosten befreit - sie müssen nur für das Mittagessen einen Verpflegungsanteil von 23 Euro monatlich zahlen.

Sendung: Brandenburg aktuell, 15.10.21, 19:30

4 Kommentare

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  1. 4.

    Re: Lara| Berlin | . Ihre Erkenntnis ist leider nicht neu. Versprochen ist versprochen und wird ganz oft gebrochen...! So leid es mir tut Ihnen mitteilen zu müssen, Wahlversprechen sind nunmal die Versprechen, welche von so ziemlich allen Parteien, Politikern und jeweils Regierenden immer wieder gern und schnell gebrochen werden. Wenn die meisten der vorgenannten Gruppen sich nur bei 50 Prozent ihrer Versprechen daran halten würden, dann hätten sie eine gute Politik innerhalb der Legislaturperiode gemacht...

  2. 3.

    Ich finde das wirklich bitter. Der 2018er Jahrgang war derjenige, der im 1. Lockdown noch wirklich klein und betreuungsintensiv war. Im 2. Lockdown haben die Kinder fast vergessen, wer oder was die Kita ist (wir haben die Kinder solange wie möglich zuhause behalten). Und jetzt ist es genau der Jahrgang, für den man länger zahlt und der die Beitragsfreiheit 'verpasst'. Ich klage selten und ich fühle mich auch nicht wie so viele als Familie durch Corona stärker belastet als andere. Aber das finde ich bitter oder doch eher: schofel!

  3. 2.

    Die Kohle braucht man um Tesla noch paar Millionen Subventionen hinterherzuschmeissen.

  4. 1.

    Ich glaube denen kein einziges Wort mehr! Siehe Wahlversprechen aller Parteien bei der BTW und BERLIN WAHLEN, die fast alle gebrochen werden.

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