Unfall mit Zug und Transporter - Tote am Bahnübergang in Oberhavel sind Mutter und Sohn

So 31.10.21 | 12:26 Uhr
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Feuerwehrleute während eines Einsatzes in der Oberhavel (Bild: TeleNewsNetwork)
Bild: TeleNewsNetwork

Nach dem schweren Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Transporter im Löwenberger Land gehen die Ermittlungen der Polizei weiter. Inzwischen steht fest, dass es sich bei den zwei Toten um eine 65-Jährige und ihren 31-jährigen Sohn handelt.

Nach dem schweren Zusammenstoß einer Regionalbahn mit einem Transporter im Löwenberger Land (Oberhavel) mit zwei Toten sind die Identitäten der Opfer festegestellt worden. Bei den Getöteten handelt es sich um die 65 Jahre alte Fahrerin des Transporters und ihren 31 Jahre alten Sohn, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Oberhavel am Sonntag. Eine Obduktion der beiden soll demnach am Montag durchgeführt werden.

Zug schleifte Fahrzeug 100 Meter mit

Nach Angaben der Polizei wurde der Transporter am Samstagmittag beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnübergangs nahe des Ortes Grieben von einer Regionalbahn der Linie RB54 erfasst.

Der Wagen sei dabei genau in der Mitte getroffen und über 100 Meter mitgeschleift worden. In dem Zug befanden sich vier Passagiere, der Lokführer und eine Zugbegleiterin - sie blieben unverletzt.

Psychologische Hilfe für Polizisten und Feuerwehrleute

Den Transporter und den Triebwagen hatte die Polizei Oberhavel zu Beweiszwecken nach dem Unfall beschlagnahmt. "Dieses Unglück ist weder für die Feuerwehr noch für die Polizei in Oberhavel alltäglich", sagte Thomas Wolter, Dienstgruppenleiter der Polizeiinspektion Oberhavel, am Samstag rbb|24. "Wir haben den Einsatzkräften psychologische Hilfe angeboten, die sie auch in den kommenden Tagen noch in Anspruch nehmen können."

Die private Bahnstrecke war für den Zeitraum der Unfallaufnahme gesperrt, zu größeren Verkehrsbeeinträchtigungen kam es nicht.

Sendung: Antenne Brandenburg, 31.10.2021, 10:00 Uhr

7 Kommentare

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  1. 7.

    Vielleicht war die Ursache einfach „Blendung“ durch Sonneneinstrahlung. Gerade der Herbst mit dem niedrigen Sonnenstand führt oft zu schwierigen Sichtverhältnissen in Seitenspiegeln und Scheiben. Ich kann mir gut vorstellen, dass man im Gegenlicht einen Zug übersehen kann. Ein tragischer Unglücksfall. Mein Beileid gilt den Angehörigen und auch allen Beteiligten wünsche ich, dass sie den Schock und das Leid verarbeiten können! Bahnübergänge gehören gesichert. Entweder durch Schranken oder durch Signalleuchten und Signaltöne neben dem Andreaskreuz.

  2. 6.

    Den Angehörigen mein Beileid wünsche ich viel Ihnen Kraft. Züge haben (hier die Bauart ) einen Bremsweg zwischen 450 und 500 Meter bei Schnellbremsung.Der Lokführer hat schnell reagiert. Die Schuldfrage ist nicht mehr wichtig. Nix macht die Opfer wieder lebendig. Aber ich hoffe, das sie nicht umsonst gestorben sind...und endlich ein BÜ installiert wird.

  3. 5.

    Die Schuldfrage sollte hier nicht weiter erläutert werden sondern lieber warum gibt es immer noch Bahnübergänge ohne Schranken?
    Bitte handelt Ihr Verantwortlichen.
    mfg Christian

  4. 4.

    " Superschlau " ist hier nur ihr Kommentar, den niemand in dieser Lage braucht. Was wissen Sie denn , was da wirklich zum Unfall führte? Ich hab auch ganz viel in der Fahrschule gelernt, dass heute niemand mehr kennt, zB Blinken. Deshalb erhebe ich mich nicht neunmalschlau über das Leid anderer.

  5. 3.

    Bei meiner Fahrausbildung waren Andreaskreuze der absolute Brennpunkt: Bremsbereit annähern, nach beiden Seiten orientieren und nur fahren, wenn kein Zug sichtbar ist.
    Das scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Fast alle Zugunglücke sind darauf zurückzuführen, dass Auto-/LKW-/Transporter-/Traktorfahrer nicht aufpassten oder „Superschlau“ meinten „Das schaffen wir noch“.

  6. 2.

    Einfach zur Richtigstellung: Ungeachtet des tragischen Ausgangs mit 2 Toten: Der Zug macht das, was er soll: Er fährt seinen Weg auf den Schienen, und die Schienen sind ein für ihn reservierter Raum. Nur weil der Zug größer/stärker/schwerer ist als ein Transporter, macht ihn das nicht zum Täter und den Transporter zum Opfer.
    Nicht der Zug ist mit dem Transporter zusammengeprallt, sondern umgekehrt der Transporter mit dem Zug!
    Für die Ausstattung des Bahnübergangs ist nicht die Bahn zuständig, sondern das Land Brandenburg.

  7. 1.

    Ein wirklich tragischer Unfall. Es wäre interessant zu erfahren, wie er zustande kam, damit andere Menschen gewarnt sind.

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