Großbaustelle ab 2023 - So soll das neue Autobahndreieck Funkturm aussehen

Do 28.10.21 | 16:33 Uhr
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Visualisierung: Die Erneuerung des Autobahndreiecks Funkturm (Bild: deges)
Video: Abendschau | 28.10.2021 | Ulli Zelle | Bild: deges

Das wichtige Planfeststellungsverfahren für den Umbau des Dreiecks Funkturm steht kurz bevor. Am Donnerstag informiert die zuständige Behörde noch einmal die Öffentlichkeit. Streit dürfte es erneut wegen fehlender Anschlussstellen geben.

Zumindest auf den Computergrafiken der staatlichen Berliner Planungsgesellschaft Deges ist die Transformation des Autobahndreiecks Funkturm schon mal gelungen: Aus der unübersichtlichen Betonbrezel mit Staugefahr ist ein ziemlich aufgeräumtes, fast harmonisches Straßengeflecht geworden. Allerdings noch ohne Fahrzeuge und ohne dass auch nur ein Cent der anvisierten 300 Millionen Euro Baukosten ausgegeben wurde - von denen Deges-Bereichsleiter Andreas Irngartinger allerdings schon heute schon sagt, dass sie wohl "nicht ganz haltbar" sein würden.

Als hätten die Planer geahnt, dass sich die Berliner Augen erst an dieses Bild gewöhnen müssen, haben sie in ihren schicken Visualisierungen ein paar altbekannte Orientierungspunkte stehengelassen, die auch in der Realität erhalten bleiben: Die urige Avus-Raststätte, das sanierungsbedürftige ICC und ein stadtbekanntes Bordell.

Visualisierung: Die Erneuerung des Autobahndreiecks Funkturm (Bild: deges)
Vorne rechts: Die neue Anschlussstelle Messedamm | Bild: deges

Neue Anschlussstelle Messedamm

An der Notwendigkeit des Totalumbaus zweifeln die Deges-Manager nicht: Laut ihren Prognosen wird sich der Verkehr hier von aktuell 230.000 Fahrzeugen auf 250.000 Fahrzeuge pro Tag bis 2030 erhöhen - deutlich mehr als die Schätzung des Bundes von 175.000 Fahrzeugen pro Tag. Die Auf- und Abfahrten sind ein Wildwuchs und entsprechen nicht mehr den aktuellen Sicherheitsvorschriften, so Projektleiter Peter Grüschow. Zum Teil komme der Verkehr an einigen Rampen regelrecht "zum Erliegen". Die 25 Brücken des Bauwerks sind marode, auf fünf gelten bereits Einschränkungen, auf vier weiteren werde das zeitnah ebenfalls geschehen, so Irngartinger. Selbst mit einem verbesserten ÖPNV werde das Dreieck Funkturm zur Bündelung des Verkehrs gebraucht, ist er sich sicher. "Zulieferungen für Lebensmittelmärkte werden auch in Zukunft nicht mit der S-Bahn möglich sein."

Doch so leicht wie in einem Computerspiel wird der Umbau des meistbefahrenen Autobahndreiecks der Bundesrepublik nicht werden: Frühestens ab 2023 sollen die vorbereitenden Bauarbeiten beginnen, ab 2024 geht es dann richtig los. Bis 2032 werde man auf jeden Fall brauchen, kündigt die Deges an. Bis die ersten Bagger rollen, müssen noch zahlreiche Hürden genommen werden, darunter auch das nun anstehende Planfeststellungsverfahren.

Anwohner setzen eigene Wünsche durch

Die Bürgerbeteiligung läuft seit Monaten auf Hochtouren und ist beispielhaft - auch, weil die Deges dazu bislang eigentlich nicht verpflichtet war. Mehrere Informationsveranstaltungen und Themenwerkstätten gab es bereits, auch während der Pandemie, im Netz finden sich viele Gigabyte an frei zugänglichem Material.

Tatsächlich haben es mehrere Anwohnerinitiativen aus dem Berliner Westen bereits geschafft, die ursprünglichen Planungen stark zu verändern. Die neue Anschlussstelle Messedamm sollte eigentlich neben der Siedlung Eichkamp den Verkehr von und zur Avus direkt über die Jafféstraße führen. Nach anhaltendem Widerstand und zahlreichen Einsprüchen, die hohe Lärmbelästigung befürchteten, wurde die Planung von der Deges umgearbeitet: Die neue Auf- und Abfahrt wird nun auf Höhe der alten Avus-Tribüne gebaut, rund 250 Meter weiter östlich, und führt vom Messedamm unter der A115 hindurch und über eine Rampe wieder hinauf zur Autobahn. Es ist ein Erfolg der Anwohner, der zugleich das Bild für Berlinreisende bei der Anfahrt über die Avus maßgeblich verändern wird: Wie durch ein Tor zur Stadt wird der Verkehr künftig unter der Überführung der Anschlussstelle hindurch nach Berlin hineinrollen.

Visualisierung: Ansicht des neuen Dreiecks Funkturm von der Avus, stadteinwärts (Bild: deges)Ansicht des neuen Dreiecks Funkturm von der Avus, stadteinwärts

Initiativen fordern weitere Auf- und Abfahrt

Weniger Erfolg hatten die Initiativen allerdings im Streit um die weiteren Anschlussstellen. Sie bemängeln, dass der Verkehr zum und vom Autobahndreieck künftig an der Messe konzentriert wird. "Mit deutlich über das heutige Maß hinausgehenden Ausweichverkehren im bewohnten Stadtgebiet ist zu rechnen", kritisierten sie im Sommer in einem Brief an den Senat. Sie fordern, dass die Auf- und Abfahrt im Bereich Messedamm/Halenseestraße erhalten bleibt. Das entlaste auch die Anwohner:innen an den Anschlussstellen Kaiserdamm und Knobelsdorffstraße weiter nördlich. Der Bezirk unterstützt die Forderung, genauso wie die CDU im Abgeordnetenhaus.

Deges will keine weiteren Auf- und Abfahrten

Doch die Deges weist diese Überlegungen zurück. Die Auf- und Abfahrt an der Halenseestraße werde es künftig nicht geben, so Projektleiter Grüschow. Diese bringe "verkehrlich keinen positiven Effekt". Zudem würden die diversen Auf- und Abfahrten des Dreiecks ohnehin nicht mehr den gültigen Sicherheitsstandards entsprechen. So gehe es heute an der Halenseestraße viel zu eng zu, weil mehrere Verkehrsströme aufeinanderträfen und so regelmäßig Staus entstünden. Man wolle die Verkehrssituation mit dem Umbau deswegen neu ordnen und damit auch die Unfallgefahr senken.

In einer Onlineveranstaltung am Donnerstagabend sollen diese Überlegungen nun erneut diskutiert werden, das Ergebnis fließt anschließend in das Planfeststellungsverfahren ein. Dort soll es dann auch noch einmal eine Beteiligung der Anwohner geben. Letztlich muss das Fernstraßen-Bundesamt entscheiden, ob der Umbau des Autobahndreiecks Funkturm genehmigt wird.

Eine Übersichtskarte des Autobahndreiecks Funkturm (Bild: deges)Übersicht: So sollen die Fahrbahnen des neuen Dreiecks Funkturm verlaufen.

Staufalle im Berliner Westen?

Der Verkehr soll während der gesamten Bauzeit weiter über das Autobahndreieck rollen, dafür will die Deges Behelfsfahrbahnen und -brücken bauen, unter anderem über die Gleise der Ringbahn. Das Tempo in der Großbaustelle, auch auf den Behelfsfahrbahnen, soll bei 50 bis 60 km/h liegen, so Projektleiter Grüschow. Weil bisher im Autobahndreieck Tempo 80 gilt, müsse man "davon ausgehen, dass es in der Bauzeit zu größeren Belastungen kommen wird." Sprich: Durch das verringerte Tempo wird es zu Staus kommen. Deges-Bereichsleiter Irngartinger weist allerdings darauf in: "Mit Tempo 80 fahren sie heute schon relativ selten über das Dreieck Funkturm."

Sendung: Abendschau, 27.10.2021, 19:30 Uhr

47 Kommentare

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  1. 47.

    Teil 2:

    Wenn man sich die Bilder ansieht, fagte man sich, was diese Pläne sollen.

    Wenn man die Fahrbahn, den den Anschluss von der neuen Anschlussstelle zur A100-Nord betrachtet, wäre ein kein Problem, dieses vorher an die Fahrbahn anzuschließen, um dann dort, wo im Moment die Avus an die A100-Nord angeschlossen wird, das wiederum die die Avus zu machen. Und zwischen diesen beiden Anbinden dann die Halenseechausse einbinden.

    Für die Gegenrichtung könnte man die Abfahrt Kurfürstendamm zwischen der Ausfädelung Avus und der Einfädelung Avus auf die A100-Süd ausfädeln, da ist en recht langer Streckenabschnitt, der 'frei' ist udn dann auf die Halenseechausse in Richtung Ku-Damm, die einen unnötig geschweiften Bogen macht, führen.
    (Seite 18 des PDF-Dokuments)

  2. 46.

    Schon mal was von knappem und überteuerten Wohnraum in der Stadt gehört? Außerdem gibt es die verschiedensten persönlichen und objektiven Gründe, sich nicht für einen Umzug in die Nähe der Arbeitsstelle zu entscheiden. Es ist so, auch wenn sich Leute, wie Sie das nicht vorstellen können. Auf Beispiele verzichte ich, bringt eh nix!

  3. 45.

    Hoffnung besteht, wenn man dann gleich noch das Hertha-Stadion mit einplant (denn der Platz lässt sich finden, wo ein "Wille ist, ist auch ein Gebüsch").
    Was für ein verwegener Gedanke...

  4. 44.

    Es ist doch jedem selbst überlassen wo man wohnt.
    Es wird einen ja auch 1-1,5h Fahrweg zu gemutet pro tour.
    Außerdem wohnt es sich doch auf dem Land viel besser als in der dreckigen Großstadt.

    "die 40% des Gehalts an den Vermieter abtreten. Das dann auch noch vom Steuerzahler subventioniert. Danke."

    Ja da ist auch jeder selbst dran schuld, man soll auch max. nur 1/3 von sein Lohn für Miete ausgeben.

  5. 43.

    Man kann ja auch in die Natur / aufs Dorf ziehen, wenn man grundsätzlich für Ruhe, viel Grün und ganz viel frische Luft braucht. Straßen, Hektik und viel Beton gehören eben zu einer Großstadt.

  6. 42.

    Ich hoffe mal, dass die neue Verbindung zwischen Messedamm und Halenseestraße tramtauglich ausgeführt werden soll, auch wenn ich wenig Hoffnung habe, dass mittelfristig eine solche Strecke vom Messegelände zum Ku'Damm gebaut werden wird, da das noch außerhalb des S-Bahnringes ist.

  7. 41.

    man kann auch auf einen einsamen Berg ziehen, wenn man keine Autos sehen möchte. Zwingt einen ja keiner in der Stadt zu leben.

  8. 40.

    Viele der heutigen Einwohner Berlins wollen aber nicht, dass immer mehr Menschen in die Hauptstadt ziehen und wehren sich gegen den Wohnungs- udn sogar Schulneubau. Gleichzeig wird sich aber über steigenden Mieten im Bestand echauffiert und über den Autoverkehr, ohne dass die letzten Jahre nennenswert in den kurz- und langfristigen Ausbau des ÖPNV investiert wurde.

  9. 38.

    Tja man kann ja auch in die Stadt ziehen wenn man in der Stadt arbeiten möchte. Zwingt die Leute ja niemand ins Dorf zu ziehen.

  10. 37.

    Meinen Sie, das machen die Leute, die z. B. aus Falkensee nach Neukölln zur Arbeit fahren aus Jux und Dollerei? Viele Arbeitsplätze sind nun mal in der Stadt, sodass vielen Leuten aus Dörfern gar nichts weiter übrigbleibt, als herzufahren. Was meinen Sie denn, wie viel Zeit die wochentags noch im Grünen verbringen, wenn sie bis zu 1,5 Stunden Fahrzeit pro Tour einplanen müssen? Es lebten da übrigens auch schon Menschen bevor in Berlin die Mieten explodierten. Im Übrigen schauen Sie sich mal die Mieten rings um Berlin an. Die sind auch nicht mehr wesentlich geringer. Da muss man schon nach Cottbus oder in die Lausitz ziehen, um günstigere Mieten zu haben. Ich bin übrigens davon gar nicht betroffen. Wohne in Berlin, arbeite aber zu Hause und verstopfe daher die Stadtautobahn nicht im Berufsverkehr. Wer keine Autos in der Stadt haben möchte, muss sämtliche Industrie und Dienstleistungen an den Stadtrand verbannen. Ach nee, dann müssen ja die Leute aus der City dorthin fahren.

  11. 36.

    Mir gefällt der Entwurf für das neue Dreieck Funkturm sehr gut. Bitte zügig mit dem Bau beginnen, wer weiß, auf welche eigenartigen autofeindlichen Ideen der neue Senat wieder kommen wird. Im übrigen sehe ich zwischen dem Ausbau der Stadtautobahn, dem Bau von Radschnellwegen und der Erweiterung des Straßenbahnetzes überhaupt keinen Widerspruch, wird alles gebraucht, weil damit völlig unterschiedliche Verkehrsbedürfnisse bedient werden.

  12. 35.

    Schön draußen im Grünen die gute Luft und die billige Miete genießen und dann in der Stadt qualmen und den Leuten Platz wegnehmen, die 40% des Gehalts an den Vermieter abtreten. Das dann auch noch vom Steuerzahler subventioniert. Danke.

  13. 34.

    Ich bin gespannt, ob das "Mike-Krüger-Dreieck" auch so wie auf den Bildern abgebildet tatsächlich später aussieht. Der Verkehr Ri. Süd auf der A100 trifft nach wie vor mit dem vom Messedamm und der A115 vor dem Rathenautunnel zusammen. Ri. Nord kommt es weiterhin in gleicher Art und Weise zu einer Bündelung der A115 und des Verkehrs aus Richtung Messe. Dafür bekommt das ICC eine neue schicke Zufahrt zu dem noch geschlossenen (?) Parkhaus. Das AVUS-Motel steht allein und verlassen auf der grünen Wiese. Die Brummi-Fahrer wird's "freuen" - so ohne LKW-Parkplatz. Die "Tanke" ist wohl auch Geschichte - ebenso wie die dortige Entsorgungsmöglichkeit für die Tanks der Reisebusse und Wohnmobile. Die Zufahrt von der Messe Richtung Stadtautobahn ist auch recht sportlich - vor allem für ortsunkundige. Das riecht nach Knäuelbildung. Ok - von der "Eventlocation" AVUS-Tribüne hat man einen Blick ins Grüne. Schön.

  14. 33.

    Denken Sie das mal weiter. Was denken Sie, woher die ganzen Autos jeden Tag auf der Autobahn kommen? Viele sind Pendler, die vom Dorf im Umland zu ihrem Arbeitsplatz fahren. Oft ist die Anbindung mit den öffentlichen nämlich nicht so, dass man damit in einer zumutbaren Zeit zur und von der Arbeit kommt.

  15. 32.

    Ja und warum gibt es so viele Verkehrsströme ins Umland? Weil das Umland schlecht mit der Bahn erschlossen ist. Park&Ride irgendwo draußen aufbauen, Gleise statt Autobahnen und den Verkehr innerhalb der Stadt zu einem noch größeren Teil mit dem ÖPNV abwickeln. Das ist moderne Verkehrsplanung für eine Großstadt.

  16. 31.

    Hier geht es um ein Autobahndreieck, dass den Verkehrsstrom z.B. über die A115 raus aus der Stadt bringt. Sollen jetzt Straßenbahnlinien bis zur A2 oder A9 gebaut werden oder wie ist der Kommentar gemeint, der ÖPNV ist in der Stadt besser???

  17. 30.

    Leider dauert das Ganze wie üblich viel zu lange. Vielleicht könnte die Zeit genutzt werden, das ICC wieder auf Vordermann zu bringen und neue Hochhäuser(Messeturm, Wohnen, Büros, Hotels), mit einzuplanen auf den freien Flächen.

  18. 29.

    Ähm,welchen meinen Sie? Das hoch verschuldete Rudiment, was mit dem derzeitigen Beförderungsaufkommen schon heillos überfordert ist? Wohl eher nicht. Ich teile Ihre Meinung, dass der ÖPNV ausgebaut gehört und somit Anreize geschaffen werden, die es leicht machen, auf das Auto zu verzichten. Das Verbotsprinzip träfe aber sehr sicher genau die falschen. Noch schlimmer ist allerdings die Idee, die Verkehrslage so lange eskalieren zu lassen, bis gar nichts mehr geht. Es liegt also sehr nahe, verkehrsbelasteten Innenstadtbereichen Luft zu verschaffen, indem man sie auf eine funktionierende Peripherie leitet. Der vorgelegte Entwurf ist imo ein guter Kompromiss.

    Ich bin mir sicher, dass in diversen feuchten Träumen der komplette Autoverkehr aus der Stadt verbannt ist. Wie das in einer Flächenstadt wie Berlin funktionieren soll können Sie ja gern mal erklären. Es wird sich sicher vieles verändern müssen. Mit der Brechstange ist auf jeden Fall der falsche Weg.

  19. 28.

    Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Projektes werden die Autos in Berlin vom Senat verboten worden sein …

  20. 27.

    Die Planung ist dann wirklich gut, wenn auch die sie flankierenden Gesetzgebungen eingehalten werden. Durch die Schließung einer oder einiger(?)ASt wird der abgängige Zielverkehr konzentriert. In der Tat wage ich gar nicht daran zu denken, was beiderseits der Dresselüber-wegs bis weiter nördlich zur Wissellbrücke los sein wird. Die offenbar nicht herabgesetzten Geschwindigkeiten des Autoverkehrs verlangen leider eine Fahrbahnstruktur, die sich langzieht und sich damit der älteren vorhandenen Wohnbebauung derart annähert, dass es unange-nehem wird. Eine Planung, die sich auftragsgemäß nur auf das Verkehrsmittel AUTO bezieht und die historisch gewachsenen Beziehungen der Stadtentwicklung bis aufs Letzte ausreizt. Wo ist das gesamtplanerische Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzept? Bei so einer gr. BauMN? Eine Deckelung ist äußerst sinnvoll, gut gegen Lärm u. eingebunden in ein StEntw.-K.-- Derzeit ohne an die Wohngebiete zu denken.

  21. 26.

    Ach Steffen, es gibt auch noch andere infrastruktur neben der für Autos, zum Beispiel den ÖPNV. Der ist für Städte halt einfach besser geeignet.

  22. 25.

    Ganz schlau, was können wir für das Leid andere die keinen Auto fahren können dürfen oder sonst was.
    Warum man so eine Betonwüste heutzutage noch braucht ist mir ein Rätsel.
    Anders geht es nicht oder es bekommt jeder Autofahrer ein Helikopter.

  23. 24.

    Weniger Stau und weniger Unfälle ist das millionenschwere (!) Ziel? Es mutet arrogant an, wenn hier von einer "unübersichtlichen Betonbrezel" über eine vergangene Meisterleistung geschrieben wird. Das Gegenteil stimmt, die "Messlatte" liegt für Nachfolgende sehr hoch. Vorschlag: weniger Stau und Anwohnerbelastung testen und richtig bewerten, durch Sperrung der einen Messedamm-Auf/Abfahrt, die wegfallen soll. Das ist aber keine große Kunst... Die Zielerreichung muss in den Vordergrund und nicht der Bau an sich.

    P.S. #rbb24: im richtigen Plural heißen die "Anwohner:innen" aber "die Anwohner"! Damit sind dann geschlechtsneutral alle gemeint und es fühlt sich auch kein diverses Geschlecht ausgeschlossen. Und es ist ganz einfach und schön kurz...

  24. 23.

    Der ohnehin schon starke Verkehr nördlich des Kaiserdamms würde enorm zunehmen. Davon wären vor allem die Sophie-Charlotten-Straße (westlich der Stadtautobahn) und die Königin-Elisabeth-Straße sowie die Platanenallee (westlich der Stadtautobahn)betroffen. Was für die Verkehrssicherheit der Autobahn günstig sein mag, wird sich - hinsichtlich Verkehrssicherheit, Verkehrsfrequenz, Verkehrsfluss und Verkehrsemissionen(Lärm, CO2, Stickstoff, Feinstaub)- für einige der angrenzenden Wohnstraßen als „kleine Katastrophe“ herausstellen.

  25. 22.

    Ihre Kommentare zeigen eindrucksvoll ihre Unkenntnis wie eine Großstadt funktioniert. Scheinbar sind Sie auch noch nie über dieses Dreieck gefahren. Sonst wüssten Sie, dass der Umbau eine Entsiegelung sowie Schaffung von Grünflächen bedeutet. Ruhig mal über den Tellerrand schauen ...

  26. 20.

    Wäre es nicht überlegenswert, stattdessen eine Infrastruktur für Park and Ride anzulegen? Die großen Flächen und die Nähe der S-Bahn bieten sich dafür an. Ein Laufband zwischen Parkplatz und Bahnhof über die Halenseestraße hinweg kann attraktiv sein.

  27. 19.

    Dieser Autobahnabschnitt ist schon vorhanden, es wird nicht neu gebaut sondern nur umgebaut und die Rudolf Wissel Brücke ist stark Sanierungsbedürftig. Dieses Projekt wurde schon vor Jahren beschlossen.

  28. 18.

    Wenn Sie mal von einer der zahlreichen Brücken aus die Stadtautobahn besichtigen würden, würde sich Ihr Rätsel direkt lösen, warum diese gebraucht würde. Glücklicherweise gibt es diese Verkehrsschneise, selbst wenn sie nicht schön anzusehen ist. Sie entlastet den Innenstadtverkehr enorm, weil man außen drumherum fahren kann, statt zwingend mittendurch. Das würden die Berliner Straßen gar nicht mehr verkraften. Eine Großstadt will versorgt und auch erreicht werden, dafür benötigt es einer Infrastruktur, die das auch gewährleisten kann.

  29. 17.

    Uh... ist das die höchst mögliche Quadratur des Kreises mit den vielen Auf- und Abfahrten und Überfliegern? Oder ist dies gar der berühmte Gordische Knoten, den es im täglichen Verkehr zu entwirren gilt?
    Ich bin gespannt, ob sich nach dem Ende der Bauzeit in vielleicht 20 Jahren die Verkehrsströme dann auch noch so verhalten, wie derzeit angenommen als Planungsgrundlage.

  30. 16.

    Wenn es um die Straßenbahn geht, ist es in der Tat so, dass die Stadt weit mehr mit Hilfe der Straßenbahn wuchs als mit Hilfe jedes anderen Verkehrsmittels. Einfach mal kurz in Geschichtsbücher schauen. ;- Erst als dann das Straßenbahnnetz so dicht wurde, dass sich Straßenbahnen so sehr ins Gehege kamen wie heute die Autos, ging es unter die Erde und über die Köpfe hinweg. Allerdings ist vielfach daraus der Fehlschluss gezogen worden, dass ebenerdiger schienengebundener Nahverkehr überhaupt nicht mehr zu sein habe. Da wird langsam eine Korrektur vollzogen.

    Aufgabe einer Gesamtverkehrsplanung ist es eben, Menschen mit den verschiedensten Verkehrsarten in den Blick zu nehmen. Nichts anderes ermöglicht die Freiheit der Wahl. Dazu kann nur den Übermäßigen etwas genommen werden, damit alle zum Zuge kommen können. Dies im übertragenen und oftmals auch im direkten Sinne.

  31. 15.

    Neben den reinen Strecken sollte man die freiwerdenden Flächen unbedingt mit Hochhäusern soweit es geht zubauen, damit hier der gewünschte günstige Wohnraum entsteht. Vielleicht so eine Art "Tor der Stadt". Wünschenswert wäre hier im Zuge der Neugestaltung aber auch eine intelligente Verkehrsleitplanung mit Hinweisen und variabler Geschwindigkeitskontrolle zur Flussverbesserung z.B. zu Auslastungen der Strecken und Hinweisen zu Geschwindigkeiten, die den Verkehr flüssiger halten. Hier könnte man die Strecke zwischen Berlin und Potsdam doch zu einem Modellprojekt machen, um hier auch neueste Technik einfach einmal in der Praxis auszuprobieren. Flüssiger Verkehr immer umweltfreundlicher ist als Stop-and-Go.

  32. 14.

    Nicht alles was man gerne möchte lässt sich mit dem Leben in einer Großstadt vereinbaren. Wenn Sie gerne Autofahren können Sie ja aufs Land ziehen, da gibt es Platz für Straßen.

  33. 13.

    Da beißen sich eben die individuellen Wünsche mit den Gegebenheiten einer dichtbesiedelten Stadt, die das eben nur um den Preis der Nachteile für alle anderen hergibt. Der Autoverkehr ist dabei eben nur ein Teil des Gesamtverkehrs in der Stadt; angesichts der Tatsache, dass er sich gegenseitig blockiert, nicht der wichtigste.

    Ein Umsteigen ist Menschen zuzumuten - zwischen Verkehrsmitteln der gleichen Art, von Bahn zu Bahn bspw., aber auch vom Auto in die Bahn und umgekehrt, wenn von weit draußen in die Stadt geht und umgekehrt es aus der Stadt hinaus ins flache Land geht.

    Wünsch Dir was mit der Forderung einer 1 : 1 - Umsetzung kann nicht Maßgabe einer Gestaltung sein, die viele Belange unter einen Hut bringen muss.

  34. 12.

    Grade weil Berlin kein Dirf ist, wäre eine fortschrittliche Verkehrsplanung zu erwarten. Das hier ist Bestandspflege. Einer Großstadt unwürdig. Übrigens: Ich habe noch keine Strassenbahn ahf dem Dorf gesehen. ;-)

  35. 11.

    Der aufmerksame Betrachter mag sicherlich feststellen, dass einerseits die Anzahl der Auf- und Abfahrten stark reduziert wurde und sogar das historische Fahrerlager (das heute als LKW-Übernachtungsplatz genutzte Parkplatz) einer Grünfläche weichen wird. Grob geschätzt handelt es sich hierbei um eine ENTsiegelung von über 50% der derzeit versiegelten Flächen.
    Gleichzeitig wird der Fahrzeugfluss noch durch die neuen Nadelöhre stark reduziert werden bzw. in Stoßzeiten noch extremer zu Stau werden, was ja auch im Sinne von RGR sein dürfte.

  36. 10.

    Endlich machen die umgestalteten Avus-Tribünen einen Sinn - man schaut auf (hoffentlich neu gestaltete) Grünflächen rüber zur Autobahn. Und wenn das ICC dann noch wegkommt, hätte man einen grandiosen Park, wichtig für gute Luft, wo man direkt vom Ar..is rüber zur Avus-Raststätte schlendern könnte, und dort könnte man tatsächlich das Hotel wieder nutzen. Hätte was. Der ICC Hobel stört halt noch ein wenig ;-)

    Natürlich sollte das Straßenbahnnetz zusätzlich ausgebaut werden! Straßenbahnen und ggf. ergänzt für das Umland O-Busse ohne Gleisbett wären genial. Aber das wäre einen neuen Artikel wert :-)

  37. 9.

    Unter anderem für die Internetbesteller die sich jede Unterhose, jede Bluse und jedes Elektrogerät bestellen und immer wieder umtauschen. Der Verkehr hat doch zugenommen. Wer sich an den Corona-Einschränkungen stört bestellt im Internet; und das sind offensichtlich sehr viele Berlinerinnen und Berliner. Die Stadt ist voll mit Lieferfahrzeugen.

  38. 8.

    Das sieht ganz ordentlich aus. Sowas braucht eine Stadt wie Berlin.

  39. 7.

    Erstmal ist hinterher weniger Fläche versiegelt da die wendeschleife der Rennstrecke weg kommt und der rasthof weg ist! Zum anderen braucht es in eine neues Dreieck weil uns in ein paar Jahren die aktuellen Brücken einfallen werden! Sie sind halt in die Jahre gekommen! Natürlich bin ich für den Tram Ausbau und als Lokführer natürlich auch für die Infrastruktur der Bahn mehr und schneller ausbauen ! Aber wir werden an solchen drehkreuzen einfach nicht mehr vorbeikommen den irgendwie müssen die Güter zum edeka kommen irgendwann möchte viele mit dem Auto sich bewegen wollen! Wir dürfen das doch alle noch oder habe ich was verpasst ?

  40. 6.

    Wenn man die Verkehrsströme und den dichten Verkehr von Montag bis Sonntag von 5 -19 Uhr sieht sind die Stadtautobahnen in Berlin nicht überdimensioniert. Ich brauche und wünsche ein individuelles Mobil für Fahrten aus der Stadt heraus weit ab von Berlin beruflich und privat. Und ich möchte bequem und schnell fahren. In fünf Jahren elektrisch und in 15 Jahren möglicherweise mit Wasserstoff. Aber immer individuell und jederzeit. Dafür braucht es Straßen.

  41. 5.

    Wie wär's wenn wir die Autobahn einfach durch Gleise ersetzen? Warum man so eine Betonwüste heutzutage noch braucht ist mir ein Rätsel.

  42. 4.

    Diese Autobahn ist bereits da. Es wird lediglich das Kreuz umgestaltet, das haben Sie wohl nicht mitbekommen. Berlin ist eine Großstadt und kein Dorf.

  43. 3.

    Wenn die Autobahn an dieser Stelle "überdimensioniert" ist, warum staut es sich dort ständig?

    Wie in jedem Versorgungssystem, seien es Straßen oder der Blutkreislauf, bedarf es verschieden groß dimensionierter Transportwege, um alle Gebiete zu versorgen.
    Von großen Aorten/Autobahnen bis hinzu zu Kapillaren/Fußwegen.
    Wenn man innerhalb des Berliner S-Bahnrings nur noch dünne Äderchen und Kapillare zulässt, muss man sich nicht wundern, wenn das unterversorgte Gebiet früher oder später abstirbt ...
    Bezüglich Wirtschaftsleistung, Attraktivität und Wohn- sowie Lebensqualität...

  44. 2.

    Schade, dass weiter überdimensionierte Autobahnen mitten durch die Stadt gebaut werden statt endlich ein bedarfsdeckendes berlinweites Straßenbahnnetz zu realisieren.

  45. 1.

    Selbst als KFZ-Nutzer finde ich das Vorhaben im Hinblick auf die ständig propagierte Verkehrswende als Irrsinn. Wenn der Umbau dazu führt, dass mehr Flächen ent- statt versiegelt würde - jut - bin ick dabei - aber was da präsentiert wird, grenzt doch an Wahnsinn: die Grünen wollen Berlin weitestgehend KFZ-frei gestalten und dann solch ein Versiegelungsmonster für noch mehr KFZ-Verkehr? Sicherlich: die DEGES ist Bund, Berlin hat da nicht viel zu sagen - eigentlich garnix - aber der Bund versiegelt Berlins Flächen, während unser Stadtklima, auch dank der verfehlten Senatsbau-und Immobilien(ver)kaufspolitik, immer weiter zerstört wird? Reisst doch endlich mal den Panzerkreuzer Ristock ab und macht n Park für alle Menschen draus!
    Wo lassen die Herr- und Frauschaften eigentlich denken - oder habe ich jetzt n Knick in der Optik????

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