Zwischen Französischer und Leipziger Straße - Berliner Friedrichstraße soll dauerhaft autofrei bleiben

Fr 15.10.21 | 14:07 Uhr
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Fahrradfahrer fahren am 01.09.2021 auf der Friedrichstraße auf dem autofreien Abschnitt. (Quelle: dpa/Carsten Koall)
Video: rbb|24 | 18.10.2021 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Carsten Koall

Seit Sommer 2020 dürfen keine Autos mehr auf einem Teil der Friedrichstraße fahren. Stattdessen gibt es einen breiten Radweg und Sitzgelegenheiten für Fußgänger. Die Verkehrsverwaltung will den Zustand nun dauerhaft erhalten. Doch es gibt auch Kritik.

Die Friedrichstraße in Berlin soll auf dem rund 500 Meter langen Abschnitt zwischen Französischer und Leipziger Straße dauerhaft autofrei bleiben. Das teilte die Senatsverwaltung für Umwelt und Verkehr am Freitag mit.

Der autofreie Verkehrsversuch, der Ende August 2020 begann und Ende Oktober 2021 endet, soll nach den Ergebnissen einer Zwischenauswertung erfolgreich verlaufen sein. Er bilde die Grundlage, um den Autoverkehr dauerhaft aus diesem Abschnitt der Friedrichstraße zu verbannen, hieß es in der Mitteilung. Die Senatsverwaltung werde nun eine sogenannte Teileinziehung (das Schließen einer Straße für bestimmte Verkehrsarten) beim Bezirk Mitte beantragen.

Auch während dieses Verfahrens, das voraussichtlich rund sechs Monate dauern werde, bleibe die Friedrichstraße autofrei, heißt es weiter. Die Friedrichstraße solle so "dauerhaft ein attraktiver Aufenthaltsort für Menschen sein", so Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne).

Alle Auswertungen und Analysen aus dem autofreien Verkehrsversuch auf der Friedrichstraße werden laut Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz voraussichtlich Anfang 2022 vorliegen. In einer Befragung hatten sich laut Senatsverwaltung bereits vier von fünf Befragten eine dauerhafte Sperrung der Straße für den motorisierten Verkehr gewünscht. 85 Prozent sollen sich ähnliche Projekte auch an anderer Stelle in Berlin wünschen.

Kritik kommt von CDU und FDP

Stephan von Dassel (Grüne), Bezirksbürgermeister von Mitte, sagte, er freue sich, dass mit der Flaniermeile in der Friedrichstraße der Bezirk Mitte "Vorreiter" sei. Städte wie Barcelona, Paris oder Wien hätten ja schon vorgemacht, dass autofreie Innenstadtbereiche "lebendige Quartiere mit hoher Aufenthaltsqualität" seien.

Kritik an den Plänen der Senatsverwaltung kam indessen von der CDU. Oliver Friederici, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, sagte, die versprochenen verlässlichen und unabhängigen Analysen und Umfrageergebnisse zum Modellversuch Friedrichstraße lägen noch immer nicht vor. Er bemängelte, für Fußgänger fehle es an Platz, die "Radautobahn" sei alles andere als eine Flaniermeile und der Pkw-Verkehr habe sich in andere Straßen verlagert.

Auch Henner Schmidt, infrastrukturpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, kritisiert den fehlenden Endbericht der Begleitforschung. Die derzeitig "wenig zum Flanieren einladende Gestaltung der Friedrichstraße mit ihren unattraktiven provisorischen Gestaltungselementen und der breiten Radpiste" dürfe so keinesfalls dauerhaften Bestand haben, so Schmidt weiter.

Konzepte und Beteiligungsverfahren sollen folgen

Für die Gestaltung der Friedrichstraße und des näheren und weiteren Umfelds wollen Senatsverwaltung und Bezirk nach erfolgreicher Verlängerung der Aktion dann gemeinsam Konzepte entwickeln und weitere Beteiligungsverfahren organisieren. Erste Vorschläge für für die Optimierung des Lieferverkehrs, Vorschläge zur Radverkehrsführung und zu möglichen Einbahnstraßen liegen den Angaben zufolge schon vor.

Seit Ende August 2020 dürfen keine Autos mehr auf der Friedrichstraße zwischen Leipziger Straße und Französischer Straße fahren. Stattdessen wurde ein breiter Radweg angelegt. Der Platz für Fußgänger wurde ausgeweitet und neue Sitzgelegenheiten und Pflanzkübel aufgestellt. Das Modellprojekt sollte ursprünglich bis Ende Januar laufen und war dann bis Ende Oktober verlängert worden.

Das Projekt ist umstritten, Teile der Anwohner und Geschäftsinhaber sind dafür, andere dagegen.

Sendung: Abendschau, 15.10.2021, 19:30 Uhr

54 Kommentare

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  1. 54.

    Sie diskutieren an der Sache vorbei. Es ist ein Unding, daß gutsituierte grüne Zeitgeisthelden die Innenstadt gentrifizieren, alles mit dem Fahrrad erledigen und dann meinen, andere Aussperren zu wollen, damit sie als zugezogene westdeutsche Provinzlerinnen ihrer Kleinstadtidylle huldigen können. Eine Großstadt ohne Verkehr ist so sinnlos wie ein Bier ohne Alkohol. Schauen Sie sich die Bilder um 1900 an. Dann sehen Sie, daß die Großstadt extremen Verkehr und damit ewige Zielkonflikte hervorruft. Wer das nicht begreift und wem das zu anstrengend ist, hat in einer pulsierenden Metropole nichts zu suchen. Davon abgesehen, taugt die grüne Verfahrenspolitik um die Friedrichstraße einmal mehr als Paradeexempel für politische Verlogenheit.

  2. 53.

    Mich macht in erster Linie wütend,dass man als Fussgänger dort nicht flanieren kann, weil die Fahrradfahrer dort Rasen und wenn man über einen Zebrastreifen möchte,kann man lange warten,die Radfahrer halten nicht an.Ein Radschnellweg gehört NICHT in eine Fussgänger Zone!!! Und wenn Sie die Kommentare hier gelesen haben,dann wissen Sie ,dass das ganz viele Leute genauso sehen.Ich gehe genau deswegen nicht mehr in die Friedrichstraße.

  3. 52.

    Möglicherweise glaubt eine Mehrheit nicht an das Narrativ "Stadt im Chaos" sondern befürwortet den angestoßenen Wandel.

    Denken Sie mal drüber nach.

  4. 51.

    Nun, es geht darum, dass ein Teil einer Strasse nicht mehr für den Autoverkehr freigegeben ist. Passiert hin und wieder. Einen Teil der Wilhelmstrasse dürfen Sie auch nicht befahren. Aus anderen Gründen. Macht Sie das auch wütend?

    Da haben Sie aber ein arg schweres Leben, wenn Sie solche Kleinigkeiten wütend machen.

  5. 50.

    Eine Fußgängerzone kann ok sein. Aber ohne "Autobahn" für Fahrradfahrer und Fahrradrowdys. Die sollen schön absteigen und schieben. Und bitte auch keine "Ich-will-wieder-Kind-sein"-Elektroroller!

  6. 49.

    Ja, der Bildausschnitt ist zu klein und zeigt fast nur den zentralen Radweg, der jedoch bei Tempo 20 inzwischen in kurzen Abständen von Zebrastreifen für den Fußverkehr unterbrochen wird. Welche "Autostraße" ist für Fußgänger sicherer?
    @rbb Gibt es vergleichende Unfallstatistiken zu dem Versuchsbereich? Wieviele schwer- und leichtverletzte bzw. getötete Fußgänger und Radfahrer vor und nach Umgestaltung?
    Bei andauerndem regelverletzendem Verhalten, helfen meines Erachtens nur konsequente Sanktionen. Die Bußgelder wurden gerade erhöht und können gerne - besonders von Gefährdern - öfter erhoben werden - überall im Verkehr.
    Persönlicher Tip: Seitdem ich als Flaneur bei jedem Wetter mit Sonnen- bzw. Regenschirm unterwegs bin werde ich auf Gehwegen gar nicht mehr von Rad- oder Rollerfahrern eng überholt - scheinen mich besser zu sehen ;)

  7. 46.

    Da haben Sie in allen Punkten Recht! Mich macht eine solch unglaubliche Bevormundung nur wütend!

  8. 45.

    "... da die Grünen in Berlin eine große Mehrheit haben ..." Eine Mehrheit fängt bei mir bei 50% plus eine Stimme an. Wäre mir neu, dass die sogenannten Grünen in Berlin auf diesen Prozentsatz kommen und hoffentlich nie kommen werden.

  9. 44.

    Kann man sich gar nicht mehr vorstellen. Straßenbahnen am "Markt", Rathausvorplatz als "Mini-Busbahnhof", der Verkehr quer durch ... und bevor die "Arkaden" da hingek(l)otzt wurden gabs sogar noch richtig gute Läden. Is' aber immer noch ok in Spandau-City.

    Die Situation ist natürlich nicht vergleichbar mit Mitte und(gefühlt)schon ewig her. Musste aber mal gesagt werden.

  10. 43.

    "Eine Begegnungszone ist eine Form der Verkehrsberuhigung, in der Fußgänger Vortritt vor Fahrzeugen haben." Wie soll so etwas funktionieren, wenn gewisse Fahrzeugführer weder den Fußgängern auf den Gehwegen das Vorrecht einräumen noch den Fahrgästen an den Haltestellen obwohl es dazu eindeutige Regelungen in der StVO gibt? Schauen Sie sich zudem mal das Bild oben zum Artikel an. Glauben Sie, dass so etwas von Günther und vor allem von Dassel gewünscht wäre?

  11. 42.

    Fußgängerzone-ich finde es gut.
    Siehe Spandauer Altstadt !

  12. 41.

    Mit Autos war die Straße schrecklich. Mit rasenden Radfahrer ist sie gefährlich geworden. Um eine schöne Flaniermeile zu gestalten reichen ein paar Blumentöpfe nicht.
    Ich bin bis heute nie auf die Idee gekommen mit dem Auto dorthin zu fahren. Die Nahverkehr ist doch max. ausgebaut.

  13. 40.

    Ich verstehe nicht, dass die Fußgängerzone in der Friedrichstraße nicht schon ab dem S-Bahnhof beginnt. In der Zone südlich der S-Bahn sind die interessanteren Geschäfte, der aktuelle Fußgängerbereich ist eher uninteressant. Auch die Fahrrad-Schnellstrecke ist für mich eher sinnfrei in der Friedrichstraße. Das ganze aktuelle Konzept wirkt für mich eher wie ein Sabotageversuch.

  14. 39.

    Die Friedrichstraße zu einer Fußgängerzone umzubauen ist nur logisch. Schon bisher hatte sie kaum Bedeutung für den Durchgangsverkehr. Kenne kaum ein Beispiel einer Großstadt, bei der eine vergleichbare Straße für den Autoverkehr freigegeben ist. Die Königstr. in Stuttgart ist Fußgängerzone, solange ich denken kann.

  15. 38.

    Ach nee. Das war doch zu erwarten. Dieses unehrliche Gehabe der Verantwortlichen, erstmal die Leute für dumm und argumentationsunfähig erklären, die eigene Weisheit als Doktrin zu setzen und dann mit der Umarmung das Messer in den Rücken.

  16. 37.

    Re:Sascha| Berlin |. Meine Kritik am demnächst zu erwartenden Beschluss, habe ich hauptsächlich geschrieben, nicht wegen des ursprünglich Kritikgebenden geschrieben. Der eigentliche Grund ist, dass vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen, ohne das Ergebnis, nicht der Abschlussbericht und auch nicht die öffentliche Anhörung samt Auswertung der Anlieger gemacht werden! Auch wurden in der Vergangenheit und das nicht nur innerhalb Berlins, viele Beschlüsse gefasst und durchgesetzt, welche hinterher sehr schnell bereut wurden, aber sie blieben auch bei einer anderen Regierung bestehen. Eine Frage zum Nachdenken: Wissen Sie, wer konkret mit Namen und Fraktion jetzt nach den Wahlen in Berlin, die Geschicke in Sachen Verkehr leitet? Ich jedenfalls nicht, daher habe ich auch in meinem anderen Kommentar eine Mutmaßung gemacht und so tituliert. In Sachen Demokratie müssten Sie, falls Sie den einen oder anderen Kommentar speziell zur Demokratie von mir gelesen haben, wissen, dass ich ein sehr liberales Verhältnis zur Demokratie habe und nicht gestrige oder extreme Ansichten, egal in welcher Richtung, vertrete. Letztlich, bei mir in Strausberg gab es am 26.09.2021 neben der Bundestagswahl eine Abstimmung, zur Empfehlung (also ohne bindende Wirkung!) an die Stadtverwaltung Strausbergs. Bei der Abstimmung durfte der einzelne mündige Bürger Strausbergs über die zukünftige Verkehrsführung in der "Große Straße" (Einkaufstraße) innerhalb der Altstadt von Strausberg entscheiden, da es hier bereits seit über 40 Jahren Probleme bei allen erdenklich möglichen Varianten gibt bzw. gab. Auch die Diskussionen rissen darüber nicht ab und selbst die Stadtverordnetenversamnlung ist hier tief zerstritten . Es stand u. a. auch zur Widmung als reine Fußgängerzone zur Auswahl. Letztlich gab es ein Votum mit Mehrheit zur späteren Verkehrsführung als Einbahnstraße. Gut, mein Favorit hatte gewonnen, aber ich hätte auch jede (!) andere Variante akzeptiert und respektiert!

  17. 36.

    Mal ehrlich, "Flaniermeile" wurde doch nur ins Spiel gebracht, weil der Begriff "Begegnungszone" zu umkämpft war. Nüchtern betrachtet ging es um die Verkehrsberuhigung, und die ist gelungen mit Vorrang für Fuß- und Radverkehr. Ein eigenes Verkehrszeichen gibt es dafür seit 2002 in der Schweiz: "Eine Begegnungszone ist eine Form der Verkehrsberuhigung, in der Fußgänger Vortritt vor Fahrzeugen haben. Sie wurde ursprünglich in der Schweiz, inzwischen aber auch in anderen Ländern wie Belgien, Österreich und Frankreich eingeführt. Sie zielt auf eine Steigerung der Straßenraumattraktivität und eine Erhöhung der Verkehrssicherheit ab, indem die Wohn- und Geschäftsnutzung gegenüber der Verkehrsfunktion stärker gewichtet und die Aufenthalts- und Verkehrsbedingungen für den langsamen Verkehr verbessert werden. Die Einsatzbereiche sind vielfältig und umfassen hauptsächlich Bahnhofsvorplätze, Innenstadt- und Schulbereiche, Wohn- und zentrale Geschäftsquartiere"
    wiki/Begegnungszone

  18. 35.

    Verwechseln hier viele flanieren mit bummelshoppen? "Der Flaneur bezeichnet eine literarische Figur, die durch Straßen und Passagen der Großstädte mit ihrer anonymen Menschenmasse streift (flaniert). Hier bietet sich ihm Stoff zur Reflexion und Erzählung. Der Flaneur lässt sich durch die Menge treiben, schwimmt mit dem Strom, hält nicht inne, grüßt andere Flaneure obenhin. Der Flaneur ist intellektuell und gewinnt seine Reflexionen aus kleinen Beobachtungen. Er lässt sich sehen, aber sieht auch, wenngleich mit leichter Gleichgültigkeit. Der Flaneur in all seiner Dandyhaftigkeit stellt ein wichtiges Thema der – vor allem weltstädtischen – individualisierten Kunst dar, auch der Lebenskunst."
    Sei der Friedrichstraße gegönnt nach der Umgestaltung mit Abrissbirne in Folge der Maueröffnung.
    Vergleiche dazu auch den moderneren Phoneur ebenda und die femininen oder inklusiveren Begriffe :)
    wikipedia.org/wiki/Flaneur

  19. 34.

    Aus Test wird dauerhaft, also wie immer bei den Grünen....Berlin wird zum Dorf umgebaut.

  20. 33.

    Ich weiß gar nicht, was sie haben. Eine demokratisch gewählte Regierung macht etwas. Dagegen regt sich ganz demokratisch legitimierter Widerstand. So weit so gut. Das heißt aber nicht, dass deswegen die getroffene Maßnahme automatisch zurückgenommen wird. Wo kämen wir denn da hin? Es gibt schließlich gegen jedes Vorhaben Protest. Wenn alle Maßnahmen zurückgenommen würden, kriegt man ja gar nichts auf die Kette.
    Dieses ewige Gejammere, man würde diktatorisch bevormundet und es würde der Willen der Mehrheit der Bürger vorbei regiert, ist wirklich albern und mindestens drei Nummern zu groß. Womit kleine Teile der Bevölkerung offensichtlichen nicht klarkommt, ist der Widerstand gegen den eigenen Widerstand. Oder, schlichter: gegen andere Meinungen. Da wird groß die Demokratie beschworen, die man erstens selber nicht begreift, und die man zweitens selber gar nicht vertritt. Und das schlimmste das bemerken diese Leute noch nicht mal.

  21. 32.

    Wo finde ich Dörfer mit funktionierendem ÖPNV und Radverkehrsanlagen? Kann ich mir da die Miete leisten?

  22. 31.

    "Autofahrende Kunden" sind zu einem großen Teil ein Mythos. Mit dem Auto fährt man durch die Straße durch, da passiert deutlich weniger spontanes shoppen als zu Fuß.

  23. 30.

    Wer ist denn da befragt worden ? Shop-ende ?
    Lag da noch Schnee ?
    War der Müll abgeholt ?
    War der Gulli gereinigt ?
    Hat ein Dachstuhl gebrannt ?
    Wer wurde da befragt ? Anwohn-ende ?

  24. 29.

    Mal überlegen ... 2017
    ... zur Primetime auf der Stehautobahn ... noch fast täglich live erlebt ... neee!
    ... das war doch was mit "Einzelfällen", Schießständen, LKA im Amri-U-Ausschuß, ... nicht wirklich
    ... die Pannenwahlen 2017, ja, 2017, da war doch was mit TXL ... mal rumkramen ...
    https://www.tagesspiegel.de/politik/bundestag-und-tegel-pannenwahlen-in-berlin/20375216.html
    Jepp ... Pannenhauptstadt ... nochmal und haben einen Hattrick
    ... '89/90 hießen die Grünen aber noch AL - die mit dem niedlichen Igel auf dem Logo
    Ich glaube, sie irren sich hier ;-).
    /s ... stimmt
    /norestart ist gerade wohl aktuell

  25. 28.

    @Sandra W.: Dem stimme ich vorbehaltlos zu. Momentan ist es purer Aktionismus, den Verkehr umzubauen. Fast nur unsinnige Maßnahmen, punktuell wirksam und nachteilig für die Betroffenen. Damit meine ich nicht die PKW- Fahrer. Erstmal beschränken, aber keine Angebote für Alternativen. Und vor allem hat der Senat kein Konzept - zum Wohle der Bürger, der Wohnqualität (Verkehr durch Einbahnstraßen (und TVO) anders führen, Parkplätze abseits des Straßenrandes schaffen), Verkehrslenkung (ÖPNV steht an roten Ampeln), Luftverschmutzung (Stau durch fehlende Baustellenkoordination), Verkehrsberuhigung (es gibt viele potentielle Tempo 30 Straßen, aber nicht Flächendeckend in einer Stadt) und Klimaschutz (siehe vorgenanntes).

  26. 27.

    Re: Detlef| Berlin | Im Großen und Ganzen teile ich Ihre Meinung. Mit Leuten vom "Dorf" denke ich mal, dass Sie die Personen meinen, welche generell auch als Städter und mehr als sehr naturbelassen leben das an jedem beliebigen Punkt der Welt und in die Richtung gehend: Wir bauen hier ein neues alternatives Dorf, aber wir dulden keinen Widerstand dagegen. Hinzu kommt, dass sie bei ihren eigenen nicht immer nachvollziehbaren Ansichten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, als die einzig absolut richtige Meinung, juristisch einzufordern und der Mehrheit der Bevölkerung mittels Bevormundung aufzudrücken... Und wagt doch jemand eine leise Kritik, dann wird er als ewig Gestriger und Umweltvernichter öffentlich niedergebrüllt, wenn nicht sogar noch mehr...

  27. 26.

    Vielleicht schauen sich die Verantwortlichen einmal die Fußgängerzone in der alten Bundeshauptstadt Bonn an und die Verkehrsführung des MIV um die Fußgängerzone.
    In der Fußgängerzone gibt feste Ladezeiten für die Gewerbetreibenden und ein Verbot für Radfahrer und das seid etwa fünfzig Jahren.
    Die Radautobahn braucht keiner und trägt auch nicht dazu bei zum. Bummeln einzuladen. Sie ist vielmehr kontraproduktiv, denn Radfahrer meinen auch auf den alten Gehwegen fahren zu müssen und tragen damit zum Unbehagen der Fußgänger mit bei, beim Queren nun davon reden ich erst garnicht, ein Stinkefinger ist noch harmlos!

  28. 25.

    Da haben Sie Recht. War Berlin 2017 nicht die beste Stadt der Welt! Man bekam beim Amt sofort einen Termin, auf der Stadtautobahn gab es nie Stau und auch sonst gab es keine Skandale. Und all das weil die Grünen (außer 89/90 und 2001 jeweils kurz) noch nicht an der Macht waren. Aber seit 2017 geht es nur noch abwärts /s

  29. 24.

    Es ist die Abkehr von der "autogerechten Stadt" zur "Stadt". Ein Umbruch ohne Frage. Mehr aber auch nicht. Oder schonmal auf dem Lande mit U- und S-Bahn zum Shoppen gefahren?

  30. 23.

    Da die Grünen in Berlin eine große Mehrheit haben ist das nur gerechtfertigt. In der Demokratie gibt es mehrheitliche Entscheidungen.

  31. 22.

    Flanieren ist nur auf dem Bürgersteig möglich. Der Einzelhandel zieht sich weiter zurück, in den kommenden Wochen werden wohl noch einige Geschäfte schließen. Man sollte in den ehemaligen Einfahrten zu den Nebenstraßen vorsichtig sein, einige Radfahrer fahren sehr rücksichtslos auf den Radstreifen ein oder auch raus. Ansonsten wird alles auf Tourismuswirtschaft ausgerichtet. Es gibt einige neue Imbissgeschäfte aber kaum noch richtigen Einzelhandel. Der Niedergang dieser Einkaufstraße, die sie einmal war, ist ein Trauerspiel.

  32. 21.

    Heutige Pressemitteilung zum Experiment Flaniermeile Friedrichstraße: https://www.berlin.de/friedrichstrasse/vor-ort/
    Am Ende der Pressemeldung gibt es einen Link zu einer Studie zu dem Thema. Man denkt darüber nach, die Charlottenstr. und die Glinka-/Mauerstr. zu Einbahnstraßen zu machen. Die auf dem Foto noch sichtbaren Parklets sind alle verschwunden, ebenso sämtliche Bäume, der letzte wurde in der zweiten Hälfte September nachts aus dem Kübel gekippt.
    Der Lieferverkehr hat sich in die Nebenstraßen verlagert, die Liefer-LKW fahren rückwärts in die Nebenstraßen ein, die Entsorger außer BSR, können die Friedrichstraße nicht queren. Die BSR hat einen Schlüssel zum Öffnen der Poller. Ich wohne in einer der betroffenen Nebenstraßen seit fast zwanzig Jahren. Die Friedrichstraße war einmal eine prosperierende Einkaufsstraße, leider lange vorbei. Ab November wird das Draußensitzen und der Radverkehr nachlassen, dann wird die Gegend aufgrund fehlender Einkaufsmöglichkeiten noch trister.

  33. 20.

    Also egal ob mit oder ohne Autos, sehr gerne auch ohne Fahrräder, das wird nie eine Flaniermeile. Sie ist hässlich und eng. Keine schönen Geschäfte die zum bummeln einladen. Und selbst die Linden, eine schöne Straße. Aber was da an Geschäften ist, ist einfach nicht attraktiv. Kein Chic.

  34. 19.

    Gute Idee. Aber warum mit Fahrradweg? Oft sind die Räder ziemlich undiszipliniert und zu schnell unterwegs. Stress ist da vorprogrammiert.

  35. 18.

    Berlin war ohne die Grünen lebenswert. Es muss endlich ein Ende haben das Leute vom "Dorf" aus einer Großstadt ein Dorf machen dürfen.

  36. 17.

    Nach welchen Kriterien wird der Erfolg dieses Experiments eigentlich bewertet? Ich fürchte, wir werden es nie erfahren!

  37. 16.

    Flaniermeile?Wir waren nach langer Zeit wieder mal da und waren erschrocken…keine schönen Geschäfte mehr und absolut tote Hose….kein Flair mehr….kaputt gemacht die Straße …

  38. 15.

    Verstehe alles: Also Straßen werden erst durch Autoschlangen im Stau, Abgaswolken, Gehupe, Auffahrunfälle, Autokorsos u.ä. "lebendig" JA?

  39. 14.

    Das Bild sieht schon abstoßend aus. Irgendwelche Baustellenabsperrungen und Verkehrsschilder und im Vordergrund
    zwei Damen,die wahrscheinlich aufpassen müssen,nicht über den Haufen gefahren zu werden von einem Fahrradfahrer.
    Da bekomme ich richtig Lust, dort auch einmal zu flanieren.

  40. 13.

    Ich frage mich gerade, ob die dort ansässigen Unternehmen jetzt eigentlich ein Sonderkündigungsrecht haben und gegen wen diese Unternehmen Schadenersatzansprüche richten können angesichts der veränderten Bedingungen? Die Unternehmen in der Friedrichstrasse sollten sich zusammentun, zumal es sowieso meistens bekannte Brands sind, und dann das ehemalige Kino in der Gleimstrasse zu einer Edelflaniermeile umbauen - Prenzlauer Berg Deluxe! Für alle autofahrenden Kunden eine interessante Alternative.

  41. 12.

    Ich wurde mich ja immer wieder, warum in dem Autofreien Teil der Wilhelmstraße noch immer keine Sitzbänke stehen und Bäume stehen, da ist ja sogar mehr Platz als in der Friedrichstraße.

  42. 11.

    Erzählen Sie das mal Günther oder von Dassel, die hier ja eine "Flaniermeile" angeblich zur Rettung der Geschäfte ausgerufen haben.

  43. 10.

    Dann werden weitere Geschäfte schließen müssen,die dachten, dass schlimmste wäre überstanden.

  44. 9.

    Re: Oliver | Berlin | Erst einmal gilt Ihnen meinen Dank, dass es auch Berliner Bürger gibt, welche die Verkehrspolitik von RRG nicht nur stumm und widerspruchslos mittragen! Aber es scheint aus meiner Sicht doch fragwürdig zu sein, dass man jetzt schon den betroffenen Teil der Friedrichstraße, bereits jetzt dauerhaft teilweise für den Autoverkehr einzuziehen, ohne endgültige Ergebnisse und Berichte abzuwarten. Das kommt mir vor, da will die lokale Politik schnell vollendete Fakten schaffen. So nach dem Motto: "Wir schaffen hier schnell vollendete Zustände, hinterher wird es schwierig diese wieder aufzuheben. Mir doch egal, wer und was später kommt, ich setze mir jetzt mit dem Verkehr in der Friedrichstraße ein persönliches Denkmal." Sicherlich ein Umdenken in der Klimapolitik wird und muss geschehen und irgendwo angefangen werden. Aber bitte, wenn man beginnt, bestehende Strukturen einzureißen, dann auch mit für alle Anlieger hinnehmbaren Alternativen. Auch sollten alle Projekte nicht nur lokal mit Hinblick auf einzelne Kietze geplant werden, sondern auch mit den gesamten Auswirkungen auf den Verkehr und die Infrastruktur in Gesamtberlin und Umland. Die Anlieger sind nämlich die, welche mit dem Verkehr 24/7/365 das jedes Jahr erneut bis teilweise lebenslang, damit leben müssen.

  45. 8.

    Um dort Flanieren zu können müsste auch ein Radfahrverbot verhängt und durchgesetzt werden

  46. 7.

    " Eine 18 % Partei drangsaliert 100 % der Bürger mit Verboten und Bevormundung und es wird definitiv noch schlimmer."

    Das klingt jetzt so, als ob das 100% der Bürger doof finden oder sich davon drangsaliert fühlen. Es ist ja auch nicht so, dass das eine Maßnahme ist, von der keiner was hat.
    "Umstritten" heißt ja eben genau das; einige finden das gut, andere nicht. Daraus eine Quasi-Diktatur zu konstruieren, ist schon ziemlich übertrieben.
    18% stimmt übrigens auch nicht, wird der Beschluss ja auch von den anderen mitregierenden Parteien getragen.

    Aber ich glaube, Sie wollen halt nur ein bisschen Grünen-Bashing betreiben...

  47. 6.

    Pop Up bleibt, Fußgängerzone bleibt, 30 bleibt... alles was nur getestet wird bleibt. Eine Begründung biegt man sich irgendwie zurecht. Was mit Anwohnern abgesprochen wird gebrochen. Gruppen wie heute am Köpi, oder Rigaer oder Liebig werden geduldet und gepusht, Anschläge auf die Infrastruktur, brennende Autos ohne Ende.. Wahldesaster, Terminstau auf allen Ämtern... Und die Bürger wählen dieses Chaos immer wieder. Das erinnert mich irgendwie ans Stockholmsyndrom. Anders kann ich mir das nicht erklären.
    Liebe Wähler, warum überlasst ihr denen das Handeln, die der Stadt schaden und die Gesellschaft spalten?

  48. 4.

    Die Straße ist eh schon TOT, da gibt es nix mehr zu retten. Die Autos fahren drum herum und produzieren dabei noch mehr Abgase, CO2, Feinstaub und Staus. Das sind die Folgen grüner augenwischerei Politik.
    Ob A100 oder TVO.. die grünen sabotieren alles, was für Wohngebiete, Kinder und Klima Entlastung bringen würde und Wege und Treibstoff spart.
    Die Grünen sind wie Sand im Klimagetriebe. Wie beim Dominoday, sie murksen am ersten Dominostein herum, während dadurch alle anderen umfallen und feiern sich dann für den ersten Stein. Die Zusammenhänge raffen sie nicht.

  49. 3.

    Frankfurt/Main hat knapp 760.000 Einwohner. Auch die Infrastruktur ist gänzlich anders als in Berlin.

  50. 2.

    Da haben wir es wieder das täuschen und lügen der Grünen. Es stand für Grüne im Vorfeld schon immer fest die Friedrichstraße in diesen Abschnitt für immer Autofrei zu lassen. So wird es in Berlin immer weiter gegen. Es so tun mit Versuchen und prüfen um am Ende jedes mal zu sagen wir lassen es jetzt so. Eine 18 % Partei drangsaliert 100 % der Bürger mit Verboten und Bevormundung und es wird definitiv noch schlimmer.

  51. 1.

    Manch schaue sich an, wie viele Menschen zum Einkaufen z.B. über die Frankfurter Zeit flanieren. Es gibt viel Platz für Fußgänger und Geschäfte von Ramsch bis purer Luxus. Gerade das angeblich gewollte Flanieren ist hier aber kaum möglich, da es zu wenige gesicherte Querungsmögliochkeiten für Fußgänger gibt. Es sollte wenigsten auch eine verkehrsberuhigte Zone werden. Zudem besteht dingender Bedarf, das Abstellen der E-Stehroller zu regulieren.

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